Eine Fehlgeburt verändert alles - oft still, oft unsichtbar. In "Stille im Bauch" erzählt Eliza Kitzinger offen und nahbar von Verlust, Sehnsucht und dem langen Weg zurück ins Leben. Zwischen Klinikfluren, Arztgesprächen und einsamen Nächten beschreibt sie Trauer, Schuld und Angst - und zeigt zugleich, wie sich trotz allem wieder Licht finden lässt. Ein mutiges Buch, das Schweigen bricht, Trost spendet und Betroffenen das Gefühl gibt: Du bist nicht allein.
Eliza Kitzinger ist Autorin, Mutter und Ehefrau. Ihr Leben wurde von Momenten voller Glück, aber auch von tiefen Krisen geprägt. Besonders einschneidend war der Verlust ihrer zwei ungeborenen Kinder - eine Erfahrung, die ihren Blick auf das Leben, die Trauer und die Stellung von Frauen in unserer Gesellschaft dauerhaft verändert hat. Schon als Kind entdeckte Eliza ihre Liebe zum Schreiben. Inspiriert von Astrid Lindgrens "Madita" verfasste sie eigene Kurzgeschichten, hielt sie aber lange Zeit ganz für sich. Schreiben war ihr Rückzugsort, ein geschützter Raum, in dem sie ihre Gedanken und Gefühle ordnen konnte. Erst später erkannte sie, wie groß die Kraft von Worten ist: Sie können trösten, Mut machen und Menschen miteinander verbinden. Ihr erstes Buch entstand aus dem tiefen Wunsch heraus, anderen betroffenen Frauen eine Stimme zu geben. Der Verlust ihrer beiden ungeborenen Kinder riss ihr den Boden unter den Füßen weg und ließ sie zeitweise den Glauben an das Gute verlieren. In dieser dunkelsten Phase hätte sie sich genau das Buch gewünscht, das sie nun selbst geschrieben hat: nicht von einer prominenten Person, sondern von einer "ganz normalen" Frau, die genau weiß, wie sich Angst, Verzweiflung und tiefe Trauer anfühlen. Eine Frau, die sagen kann: Du bist nicht allein. Du bist kein Einzelfall. Du stehst nicht am Rand der Gesellschaft.
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