Zu den allgegenwärtigen Krisen gehört auch die Herausforderung für die Mittelschicht, ihren Status für sich und die nächste Generation zu erhalten. Doch wie kann dieser Statuserhalt gelingen? In einem Pfadmodell rekonstruieren wir vier Strategietypen. Wir betrachten drei Generationen und deren Mentalitäten und Praktiken, die über Bildungsinvestitionen deutlich hinausgehen. Die Ergebnisse zeigen: Statuserhalt in der Mittelschicht muss deutlicher als bislang im Kontext von Familie verstanden werden. Denn je nach familiärem Umfeld entwickeln sich unterschiedliche
Strategien, Kompetenzen und Handlungsweisen, um statussichernd auf sozialen Wandel zu reagieren.
Miriam Schad, Dr., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) in Frankfurt. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen an den Schnittstellen von sozialer Ungleichheit, gesellschaftlichem Zusammenhalt sowie sozial-ökologischer Transformation.
Andrea Hense, Dr., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin (Dauerstelle Postdoc) am Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) und Mitarbeiterin im Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ). Ihre Forschungsschwerpunkte sind Soziale Ungleichheiten und empirische Sozialstrukturanalyse, Arbeits- und Prekaritätsforschung, Mixed Methods und methodenintegrative Forschung.
Nicole Burzan, Prof. Dr. rer. soc., ist Professorin für Soziologie an der Technischen Universität Dortmund. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Soziale Ungleichheiten, auch aus einer kultursoziologischen Perspektive (u. a. Mittelschicht, Machtverhältnisse in Museen, Mobilität in der Wissenschaft), Zeitsoziologie und Methodenverknüpfungen.
Berthold Vogel, Prof. Dr., ist Geschäftsführender Direktor des Soziologischen Forschungsinstituts Göttingen (SOFI) an der Georg-August Universität und unterrichtet Soziologie an den Universitäten Kassel und St. Gallen. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Transformation der Arbeitswelt, die Zukunft öffentlicher Güter sowie die (Re-)Produktion gesellschaftlichen Zusammenhalts durch Soziale Orte und Daseinsvorsorge.
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