Störungen der Krankheitseinsicht

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Produktdetails  
Verlag Hogrefe Verlag
Auflage 10.10.2016
Seiten 113
Format 17,9 x 24,1 x 0,7 cm
Großformatiges Paperback. Klappenbroschur
Gewicht 263 g
Reihe Fortschritte der Neuropsychologie
ISBN-10 3801726568
ISBN-13 9783801726560
Bestell-Nr 80172656A

Produktbeschreibung  

Das Phänomen der gestörten Krankheitseinsicht (Anosognosie) tritt häufig nach einer Schädigung oder Erkrankung des Gehirns auf. Infolgedessen können die betroffenen Patienten vorhandene und für alle anderen Personen offensichtliche Störungen (z.B. Lähmungen, Gedächtnisstörungen) nicht mehr adäquat wahrnehmen. Sie überschätzen ihre Leistungsfähigkeit und offensichtliche Schwierigkeiten im Alltag werden ignoriert, bagatellisiert oder komplett abgestritten.
Für ein differenziertes Verständnis des Phänomens und der Psychopathologie der betroffenen Patienten ist es wichtig, nicht nur die neuronalen Mechanismen zu betrachten, sondern auch psychologische Konzepte (wie z.B. Selbstkonzept, Metakognition und Selbstreflektion), und diese in eine umfassende Störungs- und Behandlungstheorie zu integrieren. Nur so wird letztendlich das Verhalten der betroffenen Patienten verständlich und eine zielgerichtete Behandlung möglich. Verständlich wird dann auch, warum das Phänomen einer gestörten Krankheitseinsicht nicht nur bei hirngeschädigten Patienten, sondern auch bei Patienten mit einer psychischen Störung (z.B. Anorexia nervosa, Alkoholabhängigkeit, narzisstische Persönlichkeitsstörung, Schizophrenie) auftreten kann.

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