Sprachprestige und Glaubwürdigkeitsattribution - Zum Einfluss bildungssprachlicher Merkmale auf die Aussagenbeurteilung bei der Vernehmung auf dem Schriftweg

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Produktdetails  
Verlag De Gruyter
Auflage 2024
Seiten 256
Format 16,2 x 2,0 x 23,7 cm
Gewicht 515 g
Reihe Sprache und Wissen (SuW)
ISBN-10 3111379035
ISBN-13 9783111379036
Bestell-Nr 11137903A

Produktbeschreibung  

Einem Zeugen, der von einem "Unfallfahrzeug" berichtet, wird mehr Glauben geschenkt als einem Zeugen, der selbiges Fahrzeug als "Auto" bezeichnet - dies legen die Ergebnisse der vorliegenden Studie zum Einfluss bildungssprachlicher Merkmale auf die Glaubwürdigkeitsattribution bei der Vernehmung auf dem Schriftweg nah. Ob einem Deliktbeteiligten geglaubt wird, hängt, wie das Beispiel zeigt, nicht nur von den Inhalten seiner Schilderung, sondern auch von seinen sprachlichen Charakteristika ab. Als einer der entscheidenden Wirkmechanismen kristallisiert sich der sprachlich vermittelte Eindruck von Kompetenz heraus. Wer als kompetent empfunden wird, dem wird in der Regel eher geglaubt als einem inkompetent wirkenden Kommunikator. Vor diesem Hintergrund erweist sich der Einsatz von Bildungssprache als glaubwürdigkeitsfördernd. In ihrer sozialsymbolischen Dimension wird sie mit Prestige assoziiert und begünstigt so positive Spracheinstellungen.

Autorenporträt  
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