Rote Juden - Der jiddisch-sowjetische Kulturentwurf 1917-1934
| Verlag | düsseldorf university press |
| Auflage | 2026 |
| Format | 18,1 x 2,4 x 25,6 cm |
| Gewicht | 855 g |
| Reihe | Jiddistik. Edition und Forschung / Yiddish. Editions and Research / ______. __________ ___ _________ |
| ISBN-13 | 9783112213940 |
| Bestell-Nr | 11221394A |
Yiddish Editions & Research publishes edited editions and monographs as well as philological and student editions of Yiddish literature from all epochs. The publications in this series spotlight the international discourse and the thematic and methodological diversity of contemporary Yiddish research. As a forum for scholarship on early and modern Yiddish literature, language, culture, history, and politics, the series addresses a broad spectrum of topics. Studies are published in German, English and Yiddish.
Jiddischsprachige Kulturschaffende, von der Oktoberrevolution 1917 angeregt, glaubten an die Verwirklichung einer sozialistisch-nationalen Utopie in der Sowjetunion. Mit Jiddisch als ihrer Nationalsprache wirkten sie am Aufbau einer im sozialistischen Sinne gerechten Gesellschaft mit. Dieser jiddisch-sowjetische Kulturentwurf war von Transferprozessen, Widersprüchen und Brüchen geprägt.
Anhand von drei literarischen Phänomenen zeichnet der Band ein heterogenes Bild vom Wirken jiddischsprachiger Kulturschaffender. Literarische Programme und Manifeste bildeten eine theoretische Grundlage für ihr Projekt. In belletristischen Texten wurde das in den Manifesten Proklamierte umgesetzt. In Übersetzungen und Übersetzungskritik wurden Kulturbegegnung, Differenz und Heterogenität reflektiert.
Trotz vom Staat erzwungener Loyalitätsbekundungen blieb die jiddisch-sowjetische Kultur der 1920er Jahre in ihrem Anspruch authentisch, in ihrer Gestalt heterogen und in ihrem Wesen transnational. Damit widerspricht der Band dem vermeintlich homogenen Bild einer sowjetisierten jiddischsprachigen Kultur.
