Moral und Motivation im Werk Heinrich von Kleists - Dissertationsschrift

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Produktdetails  
Verlag Niemeyer, Tübingen
Auflage 1. Auflage, 15.12.2009
Seiten 265
Format 14,4 x 1,6 x 22,0 cm
Gewicht 368 g
Reihe Studien zur deutschen Literatur
ISBN-10 3484181915
ISBN-13 9783484181915
Bestell-Nr 48418191A

Produktbeschreibung  


War Kleist ein philosophischer Dichter? Oder waren seine frühen Ausflüge in die philosophische Essayistik wie oftmals behauptet nichts weiter als schülerhafte Exerzitien im Stile der Popularphilosophie seiner Zeit? Entgegen der Schulmeinung zeigt diese Studie: Kleists Wende zur Kunst markiert weder den Abbruch philosophischer Reflexion noch wandelt er sich mit seiner Lebenskrise von 1801 jener berühmten "Kant-Krise" zu einem anti-aufklärerischen" Fürsprecher des Gefühls, das sich gegen alle zivilisatorische Zwänge spontan und unreflektiert ins Werk setzt. Kernthese ist dagegen, dass Kleist sowohl in seinen Aufsätzen und Briefen als auch in seinen literarischen Werken das Problem der Vermittlung zwischen moralischem Anspruch und menschlichem Vermögen verhandelt. Seine Dichtungen reflektieren die Frage, inwiefern sich die anthropologischen Bedingungen der Motivation der Gefühls- und Affekthaushalt mit den Forderungen nach Integration in die moralischen und rechtlichen Ordnungssysteme in ein harmonisches Verhältnis setzen lassen. Auch Kleists explizite wie implizite Auseinandersetzung mit Immanuel Kant kreist weniger um die Frage nach der Erkennbarkeit der Wirklichkeit als um das Problem, wie das normativ Gebotene praktisch wirksam werden kann. Kleists literarisches Schaffen wird damit erstmals im Rahmen einer umfassenden Analyse in den moralphilosophischen Problemzusammenhang der Aufklärung gerückt.
Autorenporträt  
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