Lebensgeschichten rechtsextrem orientierter Mädchen und junger Frauen - Biografische Verläufe im Kontext der Familien- und Gruppendynamik

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Produktdetails  
Verlag Psychosozial Verlag GbR
Auflage Mai 2005
Seiten 402
Format 21,0  x  14,8  x  2,8 cm
Gewicht 584 g
ISBN-10 3898062341
ISBN-13 9783898062343
Bestell-Nr 89806234A

Produktbeschreibung  

Über rechtsextrem orientierte Mädchen und junge Frauen wurde bislang kaum nachgedacht. Die Autorin beleuchtet Hintergründe und zeigt Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit betroffenen jungen Frauen.
Längst prägen nicht nur ausschließlich junge Männer das rechtsextreme Milieu, auch immer mehr Mädchen und junge Frauen integrieren sich in rechtsextreme Jugendcliquen.
Michaela Köttig hat rechtsextrem orientierte junge Frauen und Mädchen in ihrem Alltag begleitet und die zahlreichen Aspekte, die für ihr Verhalten eine Rolle spielen, untersucht. Dabei stößt sie auf ein Ineinanderwirken von unterschiedlichen Erlebnissen und Bedingungen, die im Hintergrund wirken: unbearbeitete Familiengeschichten aus der NS-Zeit, persönliche Erfahrungen und die Dynamiken in den Jugendgruppen.
Diese unterschiedlichen Faktoren sollten bei der Arbeit mit rechtsextrem orientierten jungen Mädchen und Frauen berücksichtigt werden. Michaela Köttig entwickelt auf der Basis ihrer Untersuchungen und zahlreicher Interviews dafür erfolgversprechende Handlungsoptionen.


Inhalt:

Inhaltsverzeichnis

Danksagung
Einleitung
1. Diskussions- und Forschungsstand
1.1 Vorbemerkung
1.2 Jugend und Rechtsextremismus - eine Übersicht der Diskussion
1.2.1 Rechte Jugendcliquen und Kameradschaften - neuere Entwicklungen innerhalb der rechtsextremen Szene und empirische Erkenntnisse
1.2.2 Diskussion der Ansätze in der offenen Sozialarbeit mit rechtsextremen Mädchen und Jungen
1.3 Mädchen und Frauen im Rechtsextremismus - Involviertheit, Forschungsstand und Diskussion
1.3.1 Involviertheit von Mädchen und Frauen
1.3.2 Forschungsstand und Diskussion

2. Methodisches Vorgehen
2.1 Vorgeschichte der Untersuchung, theoretische Verortung und Fragestellung
2.1.1 Forschungsfrage und methodologische Verortung
2.1.2 Sozialarbeiterin versus Feldforscherin - teilnehmende Beobachtungen in einer rechtsextrem orientierten Jugendclique in der Funktion einer Betreuerin
2.2 Das Vorgehen im Forschungsprozess
2.2.1 Die Kontaktaufnahme zu den Interviewpartnerinnen
2.2.2 Das Sample und die Durchführung biographisch-narrativer Interviews
2.2.3 Auswertung der biographisch-narrativen Interviews
2.2.4 Die Auswertung der protokollierten Beobachtungen
2.2.5 Kontrastierung der Ergebnisse der Fallanalysen unter Einbeziehung der Gruppeninteraktionsanalyse

3. Fallrekonstruktionen
3.1 Gruppenprozess- und Interaktionsanalyse einer rechtsextrem orientierten Jugendclique
3.1.1 Rahmenbedingungen des Projekts und Vorgeschichte der Jugendclique
3.1.2 Die Gruppensituation während der Beobachtungsphase
3.1.3 Interaktionsstrukturen im Gruppenprozess
3.1.4 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse
3.2 Alexandra Kranz: 'Ich brauche auf alle Fälle 'ne dominante Rolle ...'
3.2.1 Kontaktaufnahme und Interviewsituationen
3.2.2 Fallrekonstruktion
3.2.3 Zusammenfassung
3.3 Jacky Mahler: .'.. da erlebt man von Kind auf eigentlich alles'
3.3.1 Kontaktaufnahme und Interviewsituationen
3.3.2 Text- und thematische Feldanalyse des ersten Interviews
3.3.3 Rekonstruktion der Lebensgeschichte
3.3.4 Zusammenfassung
3.4 Svenja Hart: 'Ich hatte von vornherein ein besseres Verhältnis zu meiner Mutter als zu meinem Vater'
3.4.1 Kontaktaufnahme, Interviewsituation und Interaktionsverlauf
3.4.2 Familiengeschichte und Bezüge zu Svenjas politischen Handlungs- und Orientierungsmustern
3.4.3 Rekonstruktion der Lebensgeschichte
3.4.4 Zusammenfassung

4. Kontrastiver Vergleich der Fallrekonstruktionen und theoretische Verallgemeinerungen
4.1 Vorbemerkung
4.2 Kontrastiver Vergleich der biographischen Fallrekonstruktionen
4.2.1 Die Bedeutung der Großeltern und familiale Transformationen
4.2.2 Familiale Entwicklung und die Bedeutung der Elternbeziehungen
4.2.3 Die Bedeutung außerfamilialer Rahmenbedingungen
4.3 Vergleich der Ergebnisse der Interaktionsanalyse des Gruppenprozesses und der biographischen
Fallrekonstruktionen - Konsequenzen für die Sozialarbeit mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen
4.3.1 Zusammenfassung der Ergebnisse der Gruppenprozess und Interaktionsanalyse
4.3.2 Die Situation von Mädchen in rechtsextrem orientierten Jugendcliquen - Diskussion der Zusammenhänge zwischen den Erkenntnissen aus der Gruppenanalyse und den biographischen Fallrekonstruktionen
4.3.3 Die sozialpädagogische Betreuung - Reflexion der Sozialarbeit im Umgang mit rechtsextrem orientierten Jugendcliquen
4.3.4 Überlegungen zum Umgang in der Sozialarbeit mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen
4.4 Ausblick

Autorenporträt  
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