Friedrich Hunds langer Weg nach Göttingen - Wanderjahre und Grenzgänge eines Physikers in Leipzig und Jena 1945-1951

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Produktdetails  
Verlag GNT-Verlag
Auflage 10.12.2025
Seiten 218
Format 14,8 x 21,0 x 2,0 cm
Gewicht 540 g
Reihe Jenaer Beiträge zur Geschichte der Physik
ISBN-10 3862251462
ISBN-13 9783862251469
Bestell-Nr 86225146A

Produktbeschreibung  

Friedrich Hund gehörte zu den prägenden Köpfen der modernen Physik. Als Theoretiker lieferte er fundamentale Beiträge zur Elektronenstruktur von Atomen, als Hochschullehrer bewies er in den Umbruchjahren nach 1945 Haltung und Rückgrat.

Dieses Buch erzählt von Hunds Wirken in Leipzig und Jena: von politischen Zumutungen, wissenschaftlicher Leidenschaft und persönlichen Entscheidungen in einer Zeit ohne klare Wegweiser. Es zeigt einen Physiker, der sich weder vor den wechselnden Besatzungsmächten noch vor ideologischen Erwartungen beugte. Als Forscher, Lehrer, Rektor und kritischer Zeitzeuge durchmaß er Räume zwischen Systemen und Überzeugungen und ging am Ende seinen Weg zurück nach Göttingen.

Auf der Grundlage von Interviews, Dokumenten und Erinnerungen entsteht das lebendige Porträt eines Physikers, der Grenzen überschritt, ohne sich selbst zu verlieren. Ein Buch über Haltung, Mut, Maßstäbe und die Freiheit des Denkens.

gnt-verlag.de/1146


Inhalt:

Vorwort der Herausgeber


1  Friedrich Hund: Seine Jenaer Jahre als Physiker und Nachkriegsrektor der FSU

Von Helmut G. Walther



Berufung nach Jena 1946



Die Wahl Hunds zum Rektor 1948



Ein Rektor unter Verdacht - das Wartburgtreffen Pfingsten 1948



Rücktritt und politische Instrumentalisierung im Herbst 1948



Zwischen Anpassung und Rückzug - die letzten Jahre in Jena 1950/51



Der Bruch mit der DDR 1951 und die Nachwirkungen


2  Vortrag zum Hund-Kolloquium Technik-Geschichte, Jena, 30.9.2010

Von Gerhard Hund



Herkunft und frühe Bildung - Vom Hinterhof zur Wissenschaft



Göttingen in den 1920ern - Quantenphysik und "Bonzen"



Leipzig 1945 - Würde statt Gehorsam



Jena - Neuanfang im Osten



Familienleben - Mit Bauklötzen zur Physik



Abschied aus Jena - Drei Züge nach Westen



Rückblick und Vermächtnis - Göttingen als Heimat


3  Anmerkungen zu Friedrich Hunds Jenaer Zeit

Von Gerhard Weber


4  Rede zur Jahresfeier der Friedrich-Schiller-Universität Jena am 26. Juni 1948

Von Friedrich Hund



Physik und Naturbild



Physik und Erkenntnislehre



Physik und Haltung


5  "Theoretische Physik war diffamiert": Ein Gespräch mit Friedrich Hund

Von Michael Schaaf



Das Göttinger "Mekka der Physik"



Leipzig als neue Wirkungsstätte



"Die Russen konnten alle gut Deutsch"



Kriegsende, Nachkriegszeit und Neuaufbau



Neue Institutionen, alte Herausforderungen



Über die Einheit der Physik


6  Schauplatz der Quantentheorie: Heisenberg und Hund in Leipzig

Von Konrad Lindner



Abitur Naumburg 1915



Wetterfrosch im Weltkrieg



Assistent von Max Born



Von Harvard nach Leipzig



Seminar "Heisenberg mit Hund"



Schauplatz Linnéstraße 5



Wahrnehmung der NS-Diktatur



Widerstand gegen die "deutsche" Physik



Vorträge zur Quantentheorie



Im Professorenkränzchen



Heisenbergs Nachfolger im Krieg



Prorektor im Kellerversteck



Forscher mit Seltenheitswert



Nicht Einfalt, sondern Vielfalt


7  Vom Akteur zum Historiker einer wissenschaftlichen Revolution: Friedrich Hund über die Bohrfestspiele von 1922

Von Konrad Lindner



Wunder des Erinnerns



Der philosophische Geist von Niels Bohr



Bestseller über wissenschaftliche Revolutionen



Marx trifft Kuhn



Hund über Heisenberg: "Er sah aus wie ein Schulbub!"


8  Der Friedrich-Hund-Dissertationspreis der Physikalisch-Astronomischen-Fakultät

Von Andreas Wipf

Personenregister

gnt-verlag.de/1146

Autorenporträt  
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