Demokratie neu gestalten - Wege in eine bürgernahe Zukunft

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Produktdetails  
Verlag Verlag Barbara Budrich
Auflage 15.06.2026
Format 15,0 x 1,5 x 21,0 cm
Gewicht 395 g
ISBN-10 3847434063
ISBN-13 9783847434061
Bestell-Nr 84743406A

Produktbeschreibung  

Autoritäre und extrem rechte Strömungen nehmen weltweit zu, das Vertrauen in demokratische Institutionen sinkt. Hinzu kommen vielfältige geopolitische Krisen, die sich gegenseitig verstärken und die Aussichten auf eine lebenswerte Zukunft verdunkeln. Einfache Lösungswege sind nicht in Sicht und schmerzliche Zielkonflikte müssen ausgehalten werden.
Wie kann Demokratie in dieser Situation gestärkt und bürgernah gestaltet werden? Dieses Buch zeigt Wege auf, wie deliberative Prozesse - also die Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in die politische Willensbildung - die Demokratie beleben, politische Entscheidungen verbessern und die vielfältigen Krisen unserer Zeit konstruktiv adressieren können. Ortwin Renn leistet mit dieser Publikation einen theoretisch fundierten und praktisch überzeugenden Beitrag zur Diskussion über die Zukunft der Demokratie.


Inhalt:

Geleitwort: Bürgerbeteiligung als dialogisches Versprechen. Von Barbara Bosch
Einführung
TEIL I AUSGANGSSITUATION: WAS GEFÄHRDET UNSERE DEMOKRATIE?
Verlust von Gewissheit und Orientierung
Betriebsstörung: die Unfähigkeit zu kommunizieren
Verdrehte Wahrheiten: Wie belastbar ist unser Wissen?
Die drei kopernikanischen Wenden unseres Verständnisses von belastbarem Wissen
Belastbares Wissen ist kein Wünsch-dir-was-Konzert
Die schleichende Erosion demokratischer Prinzipien
Postfaktische Verwirrung: neues Kennzeichen der politischen Kultur
Die sozialen Medien: Brandbeschleuniger der Desinformation
Misstrauen und Polarisierung: Gift für gemeinschaftliches Handeln
Verspieltes Vertrauen: Jeder für sich und alle gegen die da oben
Abschied vom binären Denken: Zielkonflikte anerkennen
Quo vadis, Deutschland: Wohin steuern wir unsere Demokratie?
TEIL II GRUNDLAGEN: DER DREIKLANG VON GESELLSCHAFTSTHEORIE, DEMOKRATIEKONZEPTEN UND BETEILIGUNGSMODELLEN
Was die Gesellschaft zusammenhält: die vier grundlegenden Funktionssysteme
Ein Haus braucht ein Fundament - so auch jedes theoretische Konzept
Was wirkt? Grundlagen einer funktionalen Theorie der Gesellschaft
Was eine Gesellschaft zusammenhält: vier basale Funktionen
Die vier Handlungssysteme: Formen gesellschaftlicher Arbeitsteilung
Was macht eine Demokratie aus? Vier Konzepte demokratischer Staatsformen
Demokratie ist mehr als Wählen: ein multifunktionaler Ansatz
Konzepte der Demokratie: vier stechen hervor
Die Einordnung der vier Konzepte in das funktionalistische Gedankengebäude
Modelle der Beteiligung: Wege zu einer lebendigen und funktionsfähigen Demokratie
Das dezisionistische Modell der Beteiligung: Trennung von Evidenz und Wünschbarkeit
Das utilitaristische Modell der Beteiligung: Nutzengewinn für alle
Das deliberative Modell der Beteiligung: Wettstreit der Argumente
Das postmoderne Modell der Beteiligung: Man kann sich nur arrangieren
Beteiligungsmodelle auf dem Prüfstand: Nur gemeinsam sind sie stark
Fazit: die Sinfonie der Beteiligung
TEIL III PRAXIS: WAS HAT SICH BEWÄHRT?
Inklusion: Wer ist drinnen, wer bleibt draußen?
Erfahrung als Erkenntnisquelle
Die Notwendigkeit der Auswahl: Wer repräsentiert wen?
Einbezug von Interessen und Werten: der Runde Tisch
Einbezug von Evidenz: Umgang mit sich widersprechenden Expertisen
Einbezug von Präferenzen und Werten: Wer vertritt die breite Bürgerschaft?
Auf die richtige Mischung kommt es an: Kombinationen von Formaten
Die Innenwelt der Beteiligung: Instrumente und Strategien der Moderation
Die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Anforderungen an eine gelingende Beteiligung
Moderationstechniken und Instrumente: Was passt zu den jeweiligen Formaten?
Das leidige Ende: Beschlussfassung und Transfer in die Politik
Am Ende muss ein klares Ergebnis stehen
Ein Glas Sekt, und dann war es das auch ...
TEIL IV AUSBLICK: REFORMEN FÜR EINE LEBENDIGE UND VIELFÄLTIGE DEMOKRATIE
Fazit: Warum wir heute Beteiligung mehr denn je brauchen
Sternstunde für Populistische Bewegungen
Versprechen der Moderne ziehen immer weniger
Ein funktionalistisches Verständnis von Demokratie und Beteiligung
Notwendigkeit, Formate miteinander zu kombinieren
Die Praxis: Lichtblicke, aber auch Schattenseiten
Fünf zentrale Forderungen an Politik und Gesellschaft
Commitment der politischen und gesellschaftlichen Akteure schaffen und stärken
Aus- und Fortbildung für Organisation, Design, Prozesssteuerung und Moderation von Beteiligungsverfahren ausbauen und verstetigen
Transfer der Ergebnisse durch Verträge oder gesetzliche Vorschriften sicherstellen
Intermediäre Organisationen als vermittelnde Instanzen zwischen Bürgerschaft und Politik einschalten
Eine nationale Stiftung für partizipative Demokratie einrichten
Hoffnungsschimmer
Weiterführende Literatur

Autorenporträt  
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