Aufschluss

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Deutscher Kunstverlag, 2018, 160 Seiten, Format: 22,5x30,5x2,4 cm, ISBN-10: 3422074503, ISBN-13: 9783422074507, Bestell-Nr: 42207450A
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Produktbeschreibung

Die außergewöhnliche Idee von Michael Belhadi und Michel Ptasinski, deutsche Justizvollzugsanstalten in ihrer Atmosphäre fotografisch festzuhalten, ist nach nunmehr fast zehn Jahren endlich Wirklichkeit geworden: ein großformatiger Bildband mit ausdrucksstarken Architekturaufnahmen von zwölf Gefängnissen, unter anderem Berlin-Moabit, Düsseldorf, Geldern und Stuttgart-Stammheim. Die Gründungen dieser Anstalten liegen zwischen dem 18. und dem 21. Jahrhundert. Der Wandel vom Zuchthaus zur eigenständigen Gefängnisarchitektur wird in dieser Zusammenschau deutlich und greifbar. Zugleich spiegeln die Bauwerke das sich ändernde Verständnis von Sühneleistung bis Strafvollzug, zeugen von unwürdigen Bedingungen für Insassen oder dem Willen einer sozialen Wiedereingliederung der Häftlinge. Der Blick hinter hohe Gefängnismauern nimmt Befangenheiten, schärft das Bewusstsein für die Verantwortung beim Entwurf der Anlagen und leistet einen wichtigen Beitrag für die soziologische und architekturgeschichtliche Diskussion.

Rezension:

"Karl Schwers, Leiter der JVA Geldern, bringt die Relevanz dieses bemerkenswerten Buchs auf den Punkt: "Sind und waren derartig gestaltete Orte der Unfreiheit tatsächlich geeignet, Menschen das Leben in Freiheit nahezubringen?" Darüber nachzudenken, lädt "Aufschluss" nachhaltig ein."Bettina Schulte in: Badische Zeitung, 29.09.2018 "[...] Belhadi und Ptasinski zeigen nichts als die nackte, menschenleere Architektur. Seit zehn Jahren verfolgen sie die Idee und legen nun aus zwölf deutschen Gefängnissen Aufnahmen von großer Klarheit und ästhetischer Strenge vor. [...] Die Aufnahmen Michael Belhadis und Michel Ptasinskis sind nicht dazu geeignet, auf- und leergeräumte Gefängnisse als schöner im Sinne von humaner erscheinen zu lassen. Im Gegenteil wird das Gefängnis als totale Institution durch ihre Herangehensweise umso deutlicher sichtbar."Brigitte Werneburg in: taz am wochenende, 18/19.08.2018, bildwelt 24-25 "Der Leiter der JVA Geldern, Karl Schwers, dessen Anstalt auch gezeigt wird, wünscht sich eine gesellschaftliche Relevanz und lädt zur Diskussion über die - seiner Meinung nach - entscheidende Frage ein: "Sind und waren derartig gestaltete Orte der Unfreiheit tatsächlich geeignet, Menschen das Leben in Freiheit nahe zu bringen?" An dieser Diskussion sollten wir uns beteiligen. Ein Bildband wie dieser kann uns dazu anregen."Hans-Ulrich Agster in: Aufschluss 89/6 (2018), 77

Autorenbeschreibung

Andrea Seelich, geboren 1969, studierte Architektur in Prag und spezialisierte sich danach auf den Bereich der Strafvollzugsarchitektur. Die so gewonnenen praktischen Erfahrungen ergänzte sie mit einem interdisziplinären Doktorat (Kriminologie Strafvollzugskunde - Architektur) an der TU Wien. Sie arbeitet als Architektin und Konsulentin des Bundesministeriums für Justiz in Wien.