«Aber Liebe ... ist nur eine Geschichte» - Neurobiologische und psychologische Aspekte der Paarbeziehung im seriellen Erzählen am Beispiel der Krankenhausserien Grey's Anatomy und In aller Freundschaft.

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Produktdetails  
Verlag Schüren Verlag
Auflage 2021
Seiten 270
Format 15,6 x 1,6 x 21,5 cm
Großformatiges Paperback. Klappenbroschur
Gewicht 494 g
Reihe Marburger Schriften zur Medienforschung
ISBN-10 3741003743
ISBN-13 9783741003745
Bestell-Nr 74100374A

Produktbeschreibung  

Inhaltlich stellt der Text zunächst die aktuelle neurobiologische und paarpsychologische Forschung zum Thema Liebesbeziehungen vor, ergänzt durch eine Übersicht der Entwicklung von Partnerschaften aus soziologischer und juristischer Perspektive. Da zwei Krankenhausserien im Mittelpunkt der Filmanalyse stehen, schließt der theoretische Teil mit einem historischen Abriss zu Serie und Krankenhausserie ab.
Im Ergebnis der Filmanalyse erlaubt die interdisziplinäre Herangehensweise eine differenziertere Darstellung und Interpretation serialer Liebesbeziehungen jenseits der bisherigen Studien und den ihnen enthaltenen, eher pauschalisierend wirkenden Beschreibungen von Romantik und Idealisierung, aber auch entgegen den in den Kulturwissenschaften verbreiteten Vorstellungen von Liebe als Phänomen im Rahmen von Zuschreibungen oder Inszenierung.
Kurz gefasst lassen sich die psychologischen und neurobiologischen Konstrukte der Verliebtheit und Bindung eingebettet in den narrativen seriellen Prozesscharakter gut einordnen, werden jedoch in Abhängigkeit von der Storyline und Filmästhetik der beiden Serien unterschiedlich konstruiert. Legt man weiterhin das psychologische Konstrukt der Paarqualität zugrunde, so lässt sich der Vorwurf der "Traumpaare und Traumhochzeiten" nicht halten, vielmehr befinden sich die Serienpaare in desolaten, wenig wünschenswerten Verbindungen, denen es an Sicherheit, Vertrauen, Offenheit, Respekt sowie gegenseitiger Zuwendung und wesentlichen Gesprächen ganz offensichtlich mangelt. Im Ausblick werden mögliche Zuschauermotivationen und auch potentielle Auswirkungen auf die Vorstellung der Rezipienten über Paarbeziehungen reflektiert.
Die Arbeit schließt mit einem Zitat von Precht, welches Liebe "vielleicht als wichtigste Schnittstelle zwischen Natur- und Geisteswissenschaften" beschreibt: "In diesem Sinne nimmt dieses Projekt Bezug auf filmwissenschaftliche, psychologische und neurobiologische Erkenntnisse und schließt mit dem Wunsch nach einer auch zukünftig interdisziplinären Forschung, welche wechselseitig neue gedankliche Räume und Erkenntnisse eröffnen möge."

Autorenporträt  
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