Verlag | Taschen Verlag |
Auflage | 2021 |
Seiten | 512 |
Format | 16,4 x 4,3 x 22,6 cm |
Gewicht | 1290 g |
Reihe | 40th Edition |
ISBN-10 | 3836588161 |
ISBN-13 | 9783836588164 |
Bestell-Nr | 83658816A |
Salvador Dalí malt ein Bild für Jackie Gleason, Andy Warhol verpasst den Stones einen Reißverschluss und Velvet Underground die dazu passende Banane - es hat Tradition, dass Künstler Plattencover gestalten. Mit dieser beispiellosen Sammlung von über 450 Covern, geschaffen von bildenden Künstlern zwischen den 1950er-Jahren und heute, verfolgen wir das spannende Zusammenspiel von Musik und Kunst und finden heraus, wie Moderne, Pop-Art und konzeptionelle Kunst Klänge sichtbar machen.
Ob Salvador Dalí wohl gerne romantische Tanzmusik und Mood Music gehört hat, heute zumeist geringschätzig "Easy Listening" genannt? Man kann nur mutmaßen, zumindest fabrizierte er einen echten Dalí als Plattencover für den US-amerikanischen Entertainer und Orchesterchef Jackie Gleason, auf dessen Plattenhüllen ansonsten schmachtende Frauen oder auch nur deren Beine, Liebespärchen und Cocktailgläser dominierten. Gleasons Lonesome Echo erschien 1955 und ist damit ein frühes Beispiel für die Kollaboration zwischen bildender Kunst und Tonkunst. Die Geschichte der Popmusik ist immer auch die Geschichte ihrer ästhetischen Inszenierung, und die bildende Kunst hatte stets einen großen Anteil daran.
Francesco Spampinatos beispiellose Sammlung zeigt über 450 Album- und Plattencover, die zwischen den 1950er-Jahren und heute von Künstlern gestaltet wurden, darunter Jean-Michel Basquiats städtische Hieroglyphen für sein eigenes Label Tartown, Banksys schablonierte Graffiti für Blur und Damien Hirsts Schädel mit Zifferblattaugen für The Hours.
Die Cover werden von aufschlussreichen Analysen und allen sachdienlichen Informationen zu Coverkünstler und Interpret begleitet, während Interviews mit Tauba Auerbach, Shepard Fairey, Kim Gordon, Christian Marclay, Albert Oehlen und Raymond Pettibon persönliche Anekdoten und Einsichten zur Liaison zwischen bildenden und musizierenden Künstlern beisteuern.
Rezension:
"Feiert die Alben und Coverkunst, in die wir seit Dekaden vernarrt sind." itsnicethat.com