Unter deutscher Besatzung - Europa 1939-1945

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Produktdetails  
Verlag Beck
Auflage 10.10.2024
Seiten 652
Format 15,3 x 4,5 x 22,4 cm
Gewicht 994 g
ISBN-10 3406817351
ISBN-13 9783406817359
Bestell-Nr 40681735A

Produktbeschreibung  

Platz 4 der Sachbuch-Bestenliste von Die Zeit, Deutschlandfunk und ZDF
Von Norwegen bis Griechenland, von Frankreich bis in die Sowjetunion - Wie lebten die Menschen unter deutscher Besatzung?




Auf dem Höhepunkt der deutschen Machtentfaltung im Zweiten Weltkrieg lebten von Norwegen bis Griechenland und von Frankreich bis in die Sowjetunion 230 Millionen Menschen unter deutscher Herrschaft. Sie alle mussten sich mit den Besatzern arrangieren und machten Erfahrungen, die bis heute nachwirken. In ihrem Alltagsleben, am Arbeitsplatz, im Umgang mit Behörden und Militärs. Und jeder Kontakt mit den Besatzern konnte in Gewalt umschlagen. Tatjana Tönsmeyer hat die erste Geschichte des deutsch besetzten Europas geschrieben, die die Perspektive der Besetzten und nicht der Besatzer einnimmt ? und legt damit ein dunkles Erbe frei, das unterschwellig immer noch im Verhältnis der europäischen Nachbarn zu Deutschland präsent ist.



Das deutsch besetzte Europa reichte von Nordnorwegen bis zu den griechischen Mittelmeerinseln und von der französischen Atlantikküste bis zu Gebieten weit im Inneren der Sowjetunion. Millionen von Menschen erlebten tiefe Einschnitte in ihrem Lebensalltag, in ihrer Wohnsituation, in ihrer Versorgungslage und an ihrem Arbeitsplatz. Die deutschen Besatzer erließen neue Regeln, spalteten die Gesellschaften und schufen eine Atmosphäre, in der Gewaltanwendung immer eine Option darstellte - vor allem für die Jüdinnen und Juden, die zusätzlich einer genozidalen Verfolgung ausgesetzt waren. Die zivilen Opfer überstiegen in den besetzten Gebieten die Zahl der toten Soldaten. Gleichzeitig waren die Besetzten keine homogene Masse passiver Opfer. Sie hatten Handlungsoptionen, die sie nutzen konnten, um sich zu verweigern - oder sich den Besatzern anzudienen. Tatjana Tönsmeyer zeigt eindrücklich, wie die deutsche Besatzung das Leben von Millionen Europäerinnen und Europäern veränderte, und was es bedeutet, unter einer Besatzungsherrschaft zu leben. Eine Erfahrung, die vor dem Hintergrund der russischen Besatzung großer Gebiete der Ukraine von bedrückender Aktualität ist.



?Was 230 Millionen Menschen unter deutscher Besatzung erlitten haben, ist heute noch schmerzhaft relevant.?
Raphael Gross



? Eine erschütternde Tour d?Horizon durchs deutsch besetzte Europa

? Tatjana Tönsmeyer beleuchtet das Alltagsleben unter deutscher Besatzung:

- Wie wohnte man? Wie verschaffte man sich Essen? Wie war die Verwaltung organisiert?

? Eine aufschlussreiche Gegenüberstellung von Geschichte und Geschichten

? Das dunkle Erbe, das bis heute im Verhältnis der europäischen Nachbarn zu Deutschland präsent ist


Inhalt:

Einleitung




Kapitel 1:
'Sie kommen!'


Das Entsetzen über den deutschen Vormarsch

Deutsche Ausschreitungen und Massengewalt

Evakuierungen und Flucht




Kapitel 2:
Besetzte Gesellschaften


Abwesende Männer

Einheimische Frauen - deutsche Männer

Zerrissene Familien, Kinder und Alte




Kapitel 3:
Besatzer und Besetzte


Die Besatzer und ihre Maßnahmen

(Unvermeidliche) Begegnungen, Anspannung, Anpassung

Sinnhorizonte und Bedrohungskommunikation

Alte Spannungen und neue soziale Konflikte




Kapitel 4:
'Vor dem Verzehr von Katzenfleisch wird gewarnt'


Überall Mangel

Von Rationen, Lebensmittelkarten und Marken

Leere Geschäfte und lange Schlangen

Tauschhandel, Schwarzmarkt und neue Moral




Kapitel 5:
Die eigenen vier Wände


Zerstörungen und Beschlagnahmungen

Einquartierungen

Verlust des Zuhauses

Jüdische Erfahrungen

Enge, Kälte, Dunkelheit

(Öffentliches) Bauen und Wohnungsmarkt




Kapitel 6:
Arbeiten für den Feind


Ausgangslagen

Unfreie Arbeit: Pflicht und Zwang

Arbeitsdeportationen

Arbeitsalltage




Kapitel 7:
Papiere, Papiere, Papiere


Entmündigte Staatlichkeit

Schwache Besatzungsverwaltungen?

Von 'Aufsichtsverwaltungen', 'Frontmännern' und 'neuen Kräften'

Lokale Behörden: Einheimische Diener ihrer deutschen Herren?

Auf dem Amt: Schlange-Stehen, Papierkrieg, Willkür




Kapitel 8:
Dazugehören-Wollen


Alte Monarchien, 'Neues Europa' und die Frage nach dem Umgang mit den Machtverhältnissen

Nationale Einheitsorganisationen, rechtsextreme Bewegungen und die Werbungen zur Waffen-SS

Der 'Ostraum' als Kolonialprojekt: Siedlung und Germanisierung

Besatzung und die (enttäuschten) Hoffnungen auf Eigenstaatlichkeit

Freizeit, Zugehörigkeit und das Aushandeln von 'Normalität'




Kapitel 9:
Ausgeschlossen-Werden


Frühe jüdische Erfahrungen

Schrumpfende Räume

Unsichtbar-Werden

Die Sichtbarkeit der Shoah




Kapitel 10:
Nein-Sagen


Kinos und Kneipen, Witze und patriotische Kleidung

Streiks und Sabotage

Bewaffneter Widerstand

Jüdisches Nein-Sagen




Kapitel 11:
Gewalt - und die neue soziale Ordnung unter Besatzung; ein Epilog
Anhang
Anmerkungen
Quellen- und Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis

Autorenporträt  
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