Völkermord - Überlegungen zu einem umkämpften Begriff

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Produktdetails  
Verlag Hamburger Edition
Auflage 17.08.2026
Seiten 160
Format 11,0  x  17,4  x  1,2 cm
Klappenbroschur
Gewicht 150 g
Reihe kleine reihe
ISBN-10 3987220082
ISBN-13 9783987220081
Bestell-Nr 98722008A

Produktbeschreibung  

Der Begriff 'Völkermord' spaltet. Dass ein Akteur einen Genozid begehe, ist der denkbar schwerste Vorwurf - entsprechend vehement fallen die Abwehrversuche aus. Wie ein Kainsmal kann das Verdikt über Generationen an Tätern und Täterstaaten haften. Umso wichtiger ist es, aktuelle Erweiterungen des Konzepts genau und skeptisch zu verfolgen.


Was in entsprechenden Debatten oft in den Hintergrund gerät: Zuallererst geht es bei Völkermord um Mord, um Massenmord, begangen an einer bestimmten Bevölkerungsgruppe. Andere Handlungen, die nach der Völkermordkonvention ebenfalls unter den Tatbestand fallen, sich aber nicht auf die unmittelbare physische Vernichtung beziehen, sollten nur ergänzend hinzugezogen werden.


Parolen wie 'Nie wieder' oder 'Nie wieder ist jetzt' polarisieren. Was einige für legitime Emphase halten, kann zulasten der begrifflichen Klarheit gehen. Eine Alles-oder-nichts-Haltung, die in ihrer Fokussierung auf den Völkermord-Vorwurf andere schwere Verstöße gegen das Völkerrecht, wie Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, zu Nebensächlichkeiten erklärt, muss kritisch hinterfragt werden. Dazu gibt dieser Essay eine Hilfestellung.


Inhalt:

Einleitung 7

Bestimmung eines Ausgangspunkts 13

Das Problem und seine Reichweite 17

Ein Überblick über Entstehung und Anwendung der Völkermordkonvention 43

Die Forderung des 'Nie wieder' 65

Keine Erklärungen, keine Rechtfertigungen 79

Das schwerste aller Verbrechen 97

Völkermordvorwurf und Politik 119

Genozid und andere '-zide' 141

Schluss 151

Literatur 155

Autorenporträt  
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