Peter Sloterdijks 1983 erschienene Kritik der zynischen Vernunft hat wie kaum ein anderes Buch Beachtung gefunden: Von den einen zum 'Kultbuch' erklärt, erkannten ihm andere ('Dieses Meisterwerk eines philosophischen Schriftstellers, der nun in den ersten Rang dieses Typs in Deutschland gehört.') eine überragende philosophische Bedeutung zu. In dem hier vorgelegten Band werden nicht in erster Linie Stellungnahmen zu Sloterdijks Buch wiedergegeben. Vielmehr ist das fast tausendseitige Werk für die einzelnen Autoren Anstoß, um die von Sloterdijk behandelten Themen unter einer eigenen Perspektive aufzugreifen.
Thomas Macho, geboren 1952, war von 1993 bis 2016 Professor für Kulturgeschichte an der Humboldt-Universität Berlin und leitete bis 2023 das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) in Wien. Für sein Werk wurde er mit dem Preis der Aby-Warburg-Stiftung, dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa 2019 und dem Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik ausgezeichnet. Sein vielbeachteten Buch Das Leben nehmen. Über den Suizid in der Moderne erschien 2017 im Suhrkamp Verlag.
Thomas Meyer, geboren 1943, ist Prof. em. für Politikwissenschaft an der TU Dortmund. In der edition suhrkamp erschien 2001 sein vieldiskutiertes Buch Mediokratie. Die Kolonisierung der Politik durch die Medien (es 2204).
Helmut Lethen, geboren 1939, lehrte bis 2004 Neueste Deutsche Literatur an der Universität Rostock. Von 2007 bis 2016 war er Direktor des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften in Wien. Für
Der Schatten des Fotografen erhielt er 2014 den Preis der Leipziger Buchmesse. Lethen verstarb am 13. August 2026 in Wien.
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