Natur, Kultur und Ungleichheit - Eine historische und vergleichende Betrachtung
| Verlag | Piper |
| Auflage | Oktober 2023 |
| Seiten | 80 |
| Format | 12,1 x 1,8 x 18,6 cm |
| Gewicht | 114 g |
| ISBN-10 | 349232021X |
| ISBN-13 | 9783492320214 |
| Bestell-Nr | 49232021A |
Soziale Ungleichheit zeigt sich je nach Gesellschaft und Epoche sehr unterschiedlich. Um sie zu verstehen, spielen Geschichteund Kultureine zentrale Rolle: Ungleichheit ist stark mit verschiedenen sozioökonomischen, politischen, zivilisatorischen und religiösen Entwicklungen verbunden. Es ist also Kultur im weitesten Sinne, die es ermöglicht, die Vielfalt, das Ausmaß und die Struktur der sozialen Ungleichheit, die wir täglich beobachten, zu erklären. Thomas Piketty legt hier kurzund knappeine lebendige Synthese seiner Arbeit vor. Er greift dabei so unterschiedliche Themen wie Bildung, Erbschaft, Steuernoder die Klimakriseauf und liefert spannende Denkanstößefür eine hochaktuelle Debatte: Gibt es natürliche Ungleichheit?
'Die Vorstellung einer langfristigen Determiniertheit, der zufolge natürliche oder gar kulturelle Faktoren bestimmte Gesellschaften wie die schwedische immer schon egalitär seien, während andere, zum Beispiel Indien, auf ewig inegalitär seien, ist falsch. Soziale und politische Gebilde können sich ändern, manchmal viel schneller, als es sich zeitgenössische Beobachter vorstellen, insbesondere die Gewinner des Systems, die herrschenden Gruppen. Sie naturalisieren die Ungleichheit und stellen sie als dauerhaft dar, während sie zugleich vor jeglicher Veränderung warnen, die diese kostbare Harmonie gefährden könnte. Die Wirklichkeitist aber stets im Fluss und wird ständig neu geschaffen: Sie entsteht durch Machtverhältnisse, institutionelle Kompromisseund nicht gänzlich vollzogene Kursänderungen.' Thomas Piketty
'Spannend ist sein virtuoser Umgang mit historischen Daten noch immer.' Stern