Narrative zum Gerechten Krieg im Völkerrecht. - Dissertationsschrift

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Produktdetails  
Verlag Duncker & Humblot
Auflage 1. Auflage, 12.09.2022
Seiten 318
Format 16,3 x 2,1 x 23,7 cm
Gewicht 584 g
Reihe Schriften zum Völkerrecht
ISBN-10 3428185439
ISBN-13 9783428185436
Bestell-Nr 42818543A

Produktbeschreibung  

Das Narrativ vom bellum legale, also des Ausschlusses 'gerechter' Kriegsgründe aus dem kollektiven Sicherheitssystem, hat den bellum iustum-Begriff im Völkerrecht nicht unschädlich gemacht, noch könnte es das. Denn selbst wenn man glaubt, der Lesart einer positivistischen Adaption des bellum iustum-Begriffs rigoros eine Absage erteilen zu müssen, kommt man letztlich nicht umhin zuzugestehen, dass der Rekurs auf naturrechtliche Gedanken nicht ausgeschlossen werden kann, da Recht wertbezogen ist. Das Völkerrecht und seine Narrative können den bellum iustum-Begriff nicht 'überwinden'. Sie können ihn allenfalls in ihrem Sinne prägen beziehungsweise zu prägen versuchen. Denn das Völkerrecht ist im Kern ein Recht des Krieges und des Friedens, de jure belli ac pacis. Das heißt, eine völkerrechtliche Kriegsrechtfertigung kann nicht wertfrei sein. Letztlich kann es hier lediglich um eine begriffliche respektive narrative Distanzierung zu Gerechtigkeitsvorstellungen gehen.


Inhalt:

Einführung

1. Die bellum iustum-Tradition und die Herkunft des ius gentium

2. Das Narrativ der 'Ent-Rechtlichung' der Kriegslegitimation

3. Das Narrativ vom positivistischen 19. Jahrhundert

4. Das Narrativ vom bellum legale

5. Das Narrativ vom positiven Frieden

6. Rechtfertigungsnarrative zur unilateralen Gewaltanwendung

7. Das Narrativ einer internationalen Schutzverantwortung

8. Das Konstitutionalisierungsnarrativ

9. Das Fortschrittsnarrativ im Völkerrecht

10. Der bellum iustum- Begriff im Kontext von Politik, Recht und Macht

11. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis
Sachverzeichnis

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