Julius Otto Grimm (1827-1903) war eine wichtige Persönlichkeit im künstlerischen Umfeld von Johannes Brahms. Auf der Basis zahlreicher bislang unveröffentlichter Quellen widmet sich der Sammelband neben biografischen und rezeptionsgeschichtlichen Aspekten auch Grimms Wirken als Komponist, Dirigent, Bearbeiter und Editor. Außerdem wird sein nachdrücklicher Einsatz für die Musik Georg Friedrich Händels und Johann Sebastian Bachs in den Blick genommen. Als Direktor des Musikvereins zu Münster prägte er über 40 Jahre das Musikleben der Westfalenstadt. Grimms Eingebundenheit in das um Brahms zentrierte Künstlernetzwerk ist reich dokumentiert. Scherzhaft wurde er gar als "Oberbrahmser" bezeichnet. Allzu leicht gerinnen solche Denkmuster aber zum Klischee. Darum will diese Publikation nicht zuletzt Grimms Individualität nachspüren.
Eine Online-Ausstellung vom Institut für Musikwissenschaft Münster macht die wechselvolle Karriere Grimms anhand von Briefen, Fotografien und Konzertprogrammen anschaulich. Die Exponate gewähren spannende Einblicke in ein Künstlerleben, das neben familiären und beruflichen Glücksmomenten auch schwere Schicksalsschläge bereithielt. In den kommentierten Schriftstücken kann virtuell "geblättert" und gelesen werden: https://julius-otto-grimm.uni-muenster.de/.
Anna Maria Plischka (geb. 1996 in Bielefeld) studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Deutsch als Fremdsprache in Düsseldorf, Münster und Cremona. Seit 2022 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Musikwissenschaft der Universität Münster. Ihre wissenschaftlichen Interessensgebiete sind Musik am Vatikan im 20. Jahrhundert, Interdisziplinarität von Musik und Sprache und die regionale Musikkultur im Münsterland.
PD Dr. Peter Schmitz (geb. 1979 in Leipzig) ist Geschäftsführer des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Münster. Er forscht und publiziert u.a. zu folgenden Themen: Musik im 19. und frühen 20. Jahrhundert, Musikverlagswesen, Musik und Tod im 17. Jahrhundert, Musik in der Literatur des Fin de Siècle.
Christoph Jannis Arta hat Musikwissenschaft und Englische Sprachwissenschaft an der Universität Zürich studiert. Seine Seminararbeit "Die Orgel in der Lüneburger Johanniskirche im Kontext hansischer Strukturen" wurde 2019 mit einem Semesterpreis der Universität Zürich ausgezeichnet. Von 2018 bis 2020 war er als Hospitant in der Dramaturgie der Tonhalle-Gesellschaft Zürich, Ende 2020 zudem als studentische Hilfskraft zur Erschließung des Gottfried-Wagner-Archivs in der Musikabteilung der Zentralbibliothek Zürich tätig. Seit 2021 ist Christoph Arta im Rahmen des "Lübecker Modells" des Zentrums für Kulturwissenschaftliche Forschung Volontär am Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck und promoviert über Joseph Joachim als Schlüsselfigur der Musikkultur der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Johanna Backhaus (geb. 1995) studierte Historische Musikwissenschaft und Germanistik in Hamburg und Cremona. Seit 2023 ist sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Langfristprojekt "Digitale Musikedition: Offene Werkgestalt im 17. Jahrhundert" an der Universität Hamburg tätig. Neben der Editionsarbeit gilt ihr Forschungsinteresse der Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts. In ihrem Promotionsvorhaben beschäftigt sie sich mit dem Opernschaffen von Marie de Grandval.
Anna Maria Plischka (geb. 1996 in Bielefeld) studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Deutsch als Fremdsprache in Düsseldorf, Münster und Cremona. Seit 2022 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Musikwissenschaft der Universität Münster. Ihre wissenschaftlichen Interessensgebiete sind Musik am Vatikan im 20. Jahrhundert, Interdisziplinarität von Musik und Sprache und die regionale Musikkultur im Münsterland.
PD Dr. Peter Schmitz (geb. 1979 in Leipzig) ist Geschäftsführer des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Münster. Er forscht und publiziert u.a. zu folgenden Themen: Musik im 19. und frühen 20. Jahrhundert, Musikverlagswesen, Musik und Tod im 17. Jahrhundert, Musik in der Literatur des Fin de Siècle.
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