Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2026 - Schwerpunkt: Von der Internationale zur »Völkerfreundschaft«. Transnationalität im Kommunismus des 20. Jahrhunderts

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Produktdetails  
Verlag Metropol
Auflage 03.02.2026
Seiten 336
Format 17,9 x 2,6 x 24,8 cm
Gewicht 747 g
ISBN-10 3863318501
ISBN-13 9783863318505
Bestell-Nr 86331850A

Produktbeschreibung  

Getragen von der Idee einer bevorstehenden Weltrevolution, gewann der Kommunismus in den 1920er-Jahren international an Anziehungskraft. Die Mitglieder der Kommunistischen Internationale diskutierten, organisierten und reisten über Ländergrenzen hinweg - Transnationalität war gelebte Praxis. Doch im Stalinismus der 1930er- und 1940er-Jahre wandelte sich ihr Charakter. Transnationalität war nicht länger Selbstverständnis, sondern Mittel zum Zweck: Die kommunistischen Parteien wurden zu Instrumenten sowjetischer Außenpolitik, die Komintern schließlich 1943 aufgelöst.
Nach 1945 traten diplomatische Routinen und ritualisierte Solidaritätsformen an die Stelle eines kämpferischen Internationalismus. Die Revolution wurde sesshaft. Das Jahrbuch folgt den Spuren dieser Entwicklung in Europa und im Globalen Süden. Es erzählt von Weltrevolutionären und Revolutionstouristen, beschreibt Exilgemeinschaften und Wissenstransfer und schildert, wie aus spontaner transnationaler Solidarität staatlich kontrollierte 'Völkerfreundschaft' wurde.

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