Gemeinsinn - Der sechste, soziale Sinn

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Produktdetails  
Verlag Beck
Auflage 2. Auflage, 03.01.2025
Seiten 262
Format 14,3 x 2,2 x 22,2 cm
Gewicht 460 g
ISBN-10 3406821863
ISBN-13 9783406821868
Bestell-Nr 40682186A

Produktbeschreibung  

Ändere deine Welt! Das mutige Plädoyer der Friedenspreisträger für mehr Gemeinsinn



"Die resiliente Demokratie braucht kein Feindbild, aber einen starken Sinn für das, was Menschen miteinander verbindet und zusammenhält."



Dass Menschen mitfühlend und solidarisch sein können, bestätigen uns inzwischen die Neurowissenschaften. Dieser sechste, soziale Sinn braucht allerdings auch die Stütze einer entsprechenden 'politischen Kultur'. In ihrem glänzend geschriebenen Buch zeigen Aleida und Jan Assmann kulturelle Rahmenbedingungen für Gemeinsinn auf und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung unserer Demokratie.



Die gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Debatten sind von schroffen Alternativen geprägt: Brauchen wir universale Werte, oder müssen die Eigenarten unterschiedlicher Nationen und Kulturen anerkannt werden? Ist die Linderung von Not eine Sache des zivilgesellschaftlichen Engagements, oder befestigt man damit ungerechte Strukturen, die nur der Staat ändern kann? Aleida und Jan Assmann zeigen, dass solche Fragen falsch gestellt sind. Denn wir brauchen beides: universale Werte und den Respekt vor kollektiven Identitäten. Und zivilgesellschaftliches Engagement ist sehr wohl in der Lage, Strukturen zu verändern. Auf der Spur von Schlüsselbegriffen wie Solidarität, Brüderlichkeit, Mitmenschlichkeit, Nächstenliebe, Empathie und Respekt und in der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Menschenbildern und Beziehungsstrukturen innerhalb und außerhalb Europas bestimmen sie neu, was Gemeinsinn sein kann. Sie fragen nach den Grundlagen einer demokratischen politischen Kultur und zeigen die Wirkungskraft von Gemeinsinn konkret an ermutigenden Beispielen von Schwimmbädern und Stolpersteinen bis hin zu Aufräumaktionen und Tafeln.





  • ?Die resiliente Demokratie braucht kein Feindbild, aber einen starken Sinn für das, was Menschen miteinander verbindet und zusammenhält.?

  • Appell und Vermächtnis der beiden Friedenspreisträger

  • Wie universal ist Gemeinsinn? Gegen die nationalistische Einschränkung der Solidarität

  • Wie geht Gemeinsinn vor Ort? Praktische Beispiele von Heldinnen und Helden des Gemeinsinns

  • Wie nachhaltig ist Gemeinsinn? Warum das Engagement Einzelner ungerechte Strukturen verändern kann


Inhalt:

Vorwort



Einleitung


Gemeinsinn und Demokratie

Die Fragestellung

Zur Forschungsdiskussion




1. Gemeinsinn: Zur Sprach- und Begriffsgeschichte

Sensus communis

Gemein, Gemeinwohl und Gemeinsinn

Gemeinschaft und Gesellschaft

Christian Thomasius, der deutsche Erfinder des Gemeinsinns




2. Solidarität

Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Gemeinsinn, Solidarität

Neue Impulse für Solidarität

Empirische Perspektiven

Zwei Solidaritätskritiker

'Solidarität-mit' und 'Solidarität-gegen'

'Sprechen-für': Ein neuer Begriff des Politischen

'Sprechen-als': Identitätspolitische Einsprüche




3. Brüderlichkeit

Die dritte Farbe der Trikolore

Zwischen Rechtsbruch und Bürgerpflicht: Der Fall Cédric Herrou

Die Rolle der politischen Kultur




4. Menschenbilder zwischen Partikularismus und Universalismus

Ist der Mensch gut oder böse? Anthropologische Perspektiven

Mann und Frau, Erziehung und Gleichstellung

Staatstheorien und ihre anthropologischen Grundlagen

Carl Schmitts Kampf gegen die 'jüdische Demokratie'

Die Entstehung des Individuums

Kant: Gemeinsinn und kategorischer Imperativ

Karl Löwith: Der Mensch in der Rolle des Mitmenschen




5. Beziehungsgrammatiken: Feindbilder und Freundbilder

Bedrohungsbewusstsein durch Freund-Feind-Denken

Populismus um 1900 und um 2000

Praktischer Universalismus: Grenzüberwindende Nächstenliebe

Neue Perspektiven der Empathieforschung

René Rhinow: Mitfühlender Liberalismus

Joachim Bauer: Von der Psychosomatik zur Soziosomatik

Michèle Lamont: Würdigung und Stigmatisierung

Der Osten schreibt zurück: Zu einer innenpolitischen Schieflage




6. Grundsätze demokratischer politischer Kultur

Schnelles und langsames Denken

Vier Formen von Respekt

Möglichkeiten und Grenzen des Respekts

Identitätspolitiken zwischen Universalismus und Partikularismus

Religio duplex: Universalismus und Kosmopolitismus

Moral und Menschheit

Gleiche Rechte für Ungleiche

Menschenrechte und Menschenpflichten




7. Helden und Heldinnen des Gemeinsinns

Japanische Fußballfans in Qatar

Versehrte Städte

Zweitzeugen und Stolpersteine

Ein Denkmal für Flucht und Migration in Kassel

Tafeln in Deutschland

Miteinander reden in Ostritz

Menschenrechtsstädte

Ein Menschenrecht auf Zukunft: 'Black Quantum Futurism'

Althengstett und Ostelsheim




Epilog oder: Was wir von den Finnen lernen können
Anhang
Anmerkungen
Literatur
Bildnachweis
Personenregister

Autorenporträt  
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