Entzweite Zweisamkeit - Ehe, Liebe und Geschlechterordnung im Ersten Weltkrieg

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Produktdetails  
Verlag De Gruyter
Auflage 17.08.2026
Format 15,6 x 2,5 x 21,6 cm
Gewicht 590 g
Reihe Wertewandel im 20. Jahrhundert
ISBN-13 9783112235935
Bestell-Nr 11223593A

Produktbeschreibung  

Bereits unmittelbar nach seinem Ende wurde der Erste Weltkrieg in der deutschen Öffentlichkeit als "Zerstörer des Eheglücks" betrachtet, der Paare voneinander entfremdet, sexuelle Untreue befeuert und die Geschlechterordnung durcheinandergewirbelt habe. In der Geschichtswissenschaft wurde diese These einer kriegsbedingten Krise der Partnerschaft lange Zeit fortgeschrieben. Gleichzeitig hat die internationale Feldpostforschung inzwischen zutage gefördert, wie eng Soldatenpaare trotz ihrer räumlichen und lebensweltlichen Trennung häufig aufeinander bezogen blieben.

Diesen Gegensatz nimmt Stefan Boß zum Anlass, um die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf Partnerschaftsdiskurse und Beziehungserfahrungen in Deutschland zu untersuchen. Über die dichotome Frage nach der (In-)Stabilität von Beziehungen hinaus fragt er nach Brüchen und Kontinuitäten im emotionalen, sexuellen und kognitiven Bereich von Partnerschaft. Durch den systematischen Einbezug der Nachkriegszeit wird eine diachrone Perspektive auf die Wirkungen des Militärkonflikts eröffnet.

Als Teil einer Kulturgeschichte sozialer Beziehungen im Krieg leistet die Studie so einen wichtigen Beitrag zur Familien- und Geschlechtergeschichte des 20. Jahrhunderts.

Autorenporträt  
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