Die Vertretungsmacht des Aufsichtsrates in Rechtsgeschäft und Prozess - Dissertationsschrift
| Verlag | Duncker & Humblot |
| Auflage | 1. Auflage, 05.06.2024 |
| Seiten | 371 |
| Format | 15,8 x 1,8 x 23,6 cm |
| Gewicht | 550 g |
| Reihe | Abhandlungen zum Deutschen und Europäischen Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht |
| ISBN-10 | 3428190467 |
| ISBN-13 | 9783428190461 |
| Bestell-Nr | 42819046A |
Gemäß § 78 AktG liegt die organschaftliche Vertretungsbefugnis der Aktiengesellschaft beim Vorstand. Abweichend hiervon regelt § 112 AktG die Vertretungsbefugnis des Aufsichtsrates bei Vorstandsrechtsgeschäften, um allfälligen Interessenkonflikten vorzubeugen. Die Arbeit konzentriert sich neben der Bestimmung der Reichweite der Norm insbesondere auf die materiell-rechtlichen Fehlerfolgen von vollmachtlos vorgenommenen Rechtsgeschäften und deren Genehmigungsfähigkeit. Dabei wird nicht nur die Frage untersucht, ob es sich bei § 112 AktG um ein Verbotsgesetz nach § 134 BGB oder um eine Beschränkung der Gestaltungs- und Verfügungsmacht handelt, sondern die Genehmigungsfähigkeit wird unter Berücksichtigung verhaltensökonomischer Erkenntnisse über das Entscheidungsverhalten der Aufsichtsräte analysiert. Nach der Feststellung, dass § 112 AktG einer materiell-rechtlichen Genehmigung nicht zugänglich ist, wird im letzten Abschnitt die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf Prozesshandlungen untersucht.
Inhalt:
1. Grundlagen
Einleitung und Gang der Untersuchung - Normverständnis des § 112 AktG
2. Einzelfragen zur Reichweite und Ausübung der Vertretungsmacht
Personelle und sachliche Reichweite der Norm - Umfang und Wahrnehmung der Vertretungsmacht - Rechtsfolgen fehlerhafter Aufsichtsratsbeschlüsse - Auswirkungen von Beschlussmängeln auf die Abgabe der Willenserklärung - Rechtsfolgen des vollmachtlosen Vertreterhandelns
3. Die prozessuale Vertretung bei Vorstandsrechtsgeschäften
§ 112 AktG und die gerichtliche Vertretungsbefugnis
4. Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse
Literatur- und Sachwortverzeichnis