Deutsche Erbengemeinschaft und italienische comunione ereditaria - Eine historisch-vergleichende Untersuchung

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Produktdetails  
Verlag Mohr Siebeck
Auflage 1. Auflage, 21.07.2026
Seiten 500
Format 15,5  x  23,5  x  2,6 cm
fadengeheftete Broschur
Gewicht 736 g
Reihe Studien zum ausländischen und internationalen Privatrecht / StudIPR
ISBN-10 3162002389
ISBN-13 9783162002389
Bestell-Nr 16200238A

Produktbeschreibung  

If a deceased person has multiple heirs, the law has to answer a number of important questions: Who may administer, take possession of and use the deceased's assets and to what extent? Who is liable for the debts left by the deceased and to what extent, and to whom must the deceased's creditors turn? As substantive inheritance law has so far been spared fundamental standardization, European countries answer these questions differently. The German community of heirs was essentially developed from that of Prussian land law. Today, it presents itself as a community of joint heirs in which the co-heirs are generally treated as a collective until the estate is divided. Although the Italian Codice civile of the 19th century goes back to the Code Napoléon, it was also significantly influenced by Austrian law and was reissued in 1942. Today, the comunione ereditaria presents itself as a hybrid form, in which the legal power of the individual heir still extends further than in Austria, but his responsibility for the liabilities of the estate has also increased. On the one hand, this work examines the question as to which historical assessments have given the community of heirs of the German Civil Code and that of the Italian Civil Code their current forms and, on the other hand, sheds light on the currently applicable German and Italian law.


Inhalt:


A. Einleitung



I. Vom Zweck des erbrechtlichen Rechtsvergleichs im Allgemeinen



II. Die deutsche Erbengemeinschaft als selten hinterfragtes Wesen und die italienische comunione ereditaria als Vergleichsobjekt



III. Das "Problem Erbengemeinschaft"



IV. Schwerpunkte und Gang der Darstellung

Teil 1: Historisches


B. Die maßgeblichen historischen Erbenmehrheitsmodelle und die Entwicklung der deutschen Gesamthandslösung



I. Die Erbengemeinschaften des altrömischen Rechts und der alten deutschen Volksrechte



II. Die Erbengemeinschaft des römisch-gemeinen Rechts



III. Die Erbengemeinschaft des ABGB



IV. Die Erbengemeinschaft des Preußischen Landrechts



V. Die deutsche Erbengemeinschaft und ihre Entwicklung im Gesetzgebungsverfahren zum BGB



VI. Gesamtschau



C. Die Wurzeln des kodifizierten italienischen Erbenmehrheitsrechts und Vorschriften im geltenden Codice civile



I. Vom historischen Code civil zum ersten Codice civile



II. Die Erbengemeinschaft im Code Napoléon, in den präunitären italienischen Kodifikationen und im ersten Codice civile



III. Erbenmehrheitsregeln im heutigen Codice civile



IV. Gesamtschau



D. Die Gemeinschaftslehre unter dem historischen Code civil und ihr Einfluss auf das italienische Erbenmehrheitsrecht



I. Die (Erben-)Gemeinschaft des Code Napoléon und seiner italienischen Derivate



II. Erfahrungen in Italien vor 1942



III. Der geltende Codice civile



IV. Gesamtschau

Teil 2: Die Zuordnung der Nachlassaktiva zu den Erben


E. Die Rechtsnatur der italienischen Erbengemeinschaft



I. Die (Erben-)Gemeinschaft als notwendiges Übel



II. Die Erbengemeinschaft als Unterform der comunione ordinaria



III. Gesamtschau



F. Die Berechtigung der Miterben an den einzelnen Nachlasssachen



I. Die deutsche Erbengemeinschaft als anteilslose Gemeinschaft



II. Der Miterbenbruchteil im italienischen Recht



G. Rechtshandlungen der Miterben und ihrer Gläubiger über den ungeteilten Nachlass



I. (Anteilige) Veräußerung ungeteilter Nachlasssachen durch einzelne Miterben nach deutschem Recht



II. (Anteilige) Veräußerung ungeteilter Nachlasssachen in Italien



III. Veräußerung des Anteils am Nachlassganzen



IV. Bedeutung von Veräußerungen einzelner Miterben aus dem ungeteilten Nachlass in der italienischen Rechtspraxis



V. Verzicht auf den Anteil



VI. (Anteilige) Belastung der ungeteilten Nachlasssachen durch einzelne Miterben



VII. Zugriff der Gläubiger der Miterben auf die ungeteilten Nachlasssachen



VIII. Schutz der Interimserwerber



IX. Verwaltung des ungeteilten Nachlasses



X. Gesamtschau



H. Erbengemeinschaft und Nachlassforderungen



I. Der Umgang mit Nachlassforderungen im deutschen Recht



II. Die Nachlassforderungen im italienischen Recht



III. Gesamtschau

Teil 3: Die Berichtigung der Passiva


I. Die Haftung für Nachlassverbindlichkeiten



I. Verzerrte Gesamtschuld in der deutschen Erbengemeinschaft



II. Teilschuldnerische Miterbenhaftung in Italien



III. Die Teilschuld in der italienischen Rechtspraxis



IV. Gesamtschau



J. Erbenmehrheit und Haftungsbeschränkung auf den Nachlass



I. Die wesentlichen Fragen an das (Mit-)Erbenhaftungssystem



II. Überblick über die maßgeblichen historischen Haftungsmodelle



III. Die (Mit-)Erbenhaftung des BGB



IV. Die (Mit-)Erbenhaftung des italienischen Rechts



V. Gesamtschau

Autorenporträt  
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