DAS KNAST-DILEMMA - Wegsperren oder resozialisieren? - Eine Streitschrift
| Verlag | Nomen |
| Auflage | 3. Auflage, 01.12.2023 |
| Seiten | 289 |
| Format | 19,8 x 2,3 x 22,5 cm |
| Großformatiges Paperback. Klappenbroschur | |
| Gewicht | 405 g |
| ISBN-10 | 3939816922 |
| ISBN-13 | 9783939816928 |
| Bestell-Nr | 93981692A |
Jedes Jahr werden in Deutschland ungefähr fünfzigtausend Menschen aus den Gefängnissen entlassen, das entspricht
der Einwohnerzahl einer Stadt wie Passau. Mehr als die Hälfte von ihnen hat leichtere oder mittelschwere Straftaten begangen, fast ein Drittel ist gefährlich oder schwer kriminell. Weil die meisten Entlassenen wieder rückfällig werden, ist der deutsche Strafvollzug ein 'Drehtürvollzug', der jährlich bundesweit rund 4,5 Milliarden Euro kostet.
An diesem Punkt setzt der Resozialisierungsexperte Bernd Maelicke an. Seine These ist, dass der geschlossene Vollzug
nur für Schwerkriminelle oder gefährliche Straftäter wirklich notwendig ist. Die Gefängnisse sind trotz aller Reformen für die
meisten Straftäter nach wie vor 'Schulen des Verbrechens', sie machen Menschen nicht besser, die schädlichen Folgen der Subkultur überwiegen.
Anhand von Fallbeispielen, erfolgreichen Projekten, persönlichen Erfahrungen, empirischen Zahlen und Fakten legt Bernd
Maelicke dar, warum und wie das Gesamtsystem der ambulanten und stationären Resozialisierung verbessert werden muss. Er plädiert dafür, z. B. durch einen Ausbau der Bewährungshilfe Strafentlassene dabei zu unterstützen, sich wirksamer in die Gesellschaft einzugliedern. Nur so kann es gelingen, weitere Delikte insbesondere junger Straftäter zu verhindern und potenzielle Opfer zu schützen.
Inhalt:
Vorwort zur 3. Auflage 11
Vorwort zur 2. Auflage 13
Prolog 15
I. Von geraden Wegen und krummen Bahnen 23
II. Auf der Suche nach etwas Besserem als Strafvollzug 133
III. Schleswig-Holstein als Modellversuch 157
IV. Wegsperren oder resozialisieren? 183
V. Perspektiven 219
VI. Resozialisierung und Zeitenwende 247
VII. Literatur 257
VIII. Erweitertes Vorwort von Prof. Dr. Hans-Jürgen Kerner 261
