City: Der unwahrscheinlichste aller Orte

City: Der unwahrscheinlichste aller Orte

45% sparen

Verlagspreis:
20,00€
bei uns nur:
10,99€
Preis inkl. Mwst. zzgl. Versandkosten
In den Warenkorb

Roman

Restposten, nur noch 2x vorrätig
Gebunden
Tropen, trojanische pferde 18, 2006, 288 Seiten, Format: 21,5 cm, ISBN-10: 3608500812, ISBN-13: 9783608500813, Bestell-Nr: 60850081M
Verfügbare Zustände:
Neu
20,00€
Sehr gut
10,99€
Details zum Zustand: Hierbei handelt es sich um unbenutzte Bücher mit leichten Lager- und Transportschäden (angestoßenen Ecken, Kratzer auf dem Umschlag, Beschädigungen/Dellen am Buchschnitt oder ähnlichem) die nicht mehr als neuwertig gelten, sich ansonsten aber in tadellosem Zustand befinden. Diese Bücher sind mit einem Stempelaufdruck am unteren Buchschnitt als solche markiert. Sie waren nie in Privatbesitz und werden von Buchhändlern und Verlagen gesammelt. Diese Bücher kaufen wir dann palettenweise bei Verlagen und Großhändlern ein, was uns die günstigen Preise für Sie ermöglicht.

Wir verkaufen keine Bücher mit fehlenden Seiten bzw. CDs! Alle Artikel werden von uns überprüft. Verschickt werden nur Artikel, die den Zuständen 'gut' bis 'sehr gut' entsprechen. Auch wir lieben Bücher und verkaufen nur Ware, die wir uns auch selbst ins Regal stellen würden.

Reduzierte Artikel in dieser Kategorie

Save Me
12,90€ 7,99€
Save You
12,90€ 6,99€
Save Us
12,90€ 7,99€

Produktbeschreibung

Kurztext:

"City: Der unwahrscheinlichste aller Orte" ist die Vision einer globalisierten und zerrissenen Welt. Michal Hvorecky hat eine hochaktuelle Groteske über das neue Europa in Form einer literarisch brillanten Liebesgeschichte geschrieben. Er läßt eine Generation aus der Mitte Europas zu Wort kommen, die nichts anderes kennt, als den Kapitalismus in seiner extremsten Ausprägung. Ein Roman über die Sucht nach Bildern und die Suche nach Liebe.

Infotext:

"City: Der unwahrscheinlichste aller Orte" ist die Vision einer globalisierten und zerrissenen Welt. Michal Hvorecky hat eine hochaktuelle Groteske über das neue Europa in Form einer literarisch brillanten Liebesgeschichte geschrieben. Er läßt eine Generation aus der Mitte Europas zu Wort kommen, die nichts anderes kennt, als den Kapitalismus in seiner extremsten Ausprägung. Ein Roman über die Sucht nach Bildern und die Suche nach Liebe. Der junge Fotograf Irvin Mirsky lebt in einer Welt, in der der globale Kapitalismus das Leben der Menschen in Besitz genommen hat. Neugeborene werden Nivea oder Gucci genannt, da große Konzerne für die Namensgebung bezahlen. Ein Stipendium führt Irvin nach City, den unwahrscheinlichsten aller Orte, wie die neue Hauptstadt Supereuropas genannt wird. Dort versucht er der Sucht zu entkommen, die ihn seit seiner Jugend verfolgt: Er ist abhängig vom Internet. Auf der Suche nach innerer Ruhe trifft er Lina, die Frau seines Lebens. Während Lina zur Ikone der öffentlichen Revolte wird, die das Leben aus den Fesseln der Virtualität befreien will, überwindet Irvin seine Abhängigkeit und versucht die Welt seinerseits von der Übermacht der Bilder zu befreien. Der Roman erzählt in Lichtgeschwindigkeit über Liebe und Abhängigkeit, über Manipulation und Widerstand.

Leseprobe:

Die meisten meiner Mitschüler waren nach berühmten Marken benannt. Das war modern, als unsere Eltern jung waren. Man konnte dafür von den Firmen viel Geld bekommen, deshalb rissen sich die Familien regelrecht darum. In den Kinderwagen wimmelte es damals nur so von Babys, die nach Autos, Lebensmitteln, Möbeln oder Parfums benannt waren. Die Mädchen hießen Lancia, Nivea, Novartis, Porsche oder Mazda, die Jungs Gucci, Evian, Hilfiger oder Renault. Noch schlimmer dran waren die Kinder, die einen unerträglich langen Namen wie GlaxoSmithKline, Time Warner Cable oder Doppelnamen wie Delloitte & Touche trugen. Viele Mitschüler mußten zudem während ihrer Schulzeit mehrfach den Namen wechseln, wenn die von ihnen beworbene Firma verkauft wurde oder gar Pleite ging. Die meisten mochten ihre Namen nicht, aber sie konnten ja nichts dagegen tun. Aus ihren Verträgen kamen sie nicht heraus. Eine Auflösung hätte ein Vermögen gekostet. Wenn sie sich vorstellten, mußten sie außer ihrem Namen oft auch den Slogan aufsagen, wofür es von den Firmen noch mehr Geld gab. "Hallo, ich bin McDonald's. Ich liebe es", stellte sich mir ein Mitschüler vor. "Schön dich kennenzulernen, ich bin Apple. Think different", verkündete meine Banknachbarin. "Hallo. Irvin? Hier ist Vichy, weil Gesundheit auch Hautsache ist", tönte aus dem Telefonhörer. Ich selbst bin nur verschont geblieben, weil es diese Mode zu der Zeit, als mein Bruder geboren worden war, noch nicht gab. Ein normaler Name - das ist das einzige, wofür ich ihm dankbar bin. Meine Eltern bekamen schon in der Entbindungsklinik zahlreiche Angebote, aber ihr Entschluß, mich zu einem Ersatzmann zu machen, war stärker.