69 Hotelzimmer

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Ausgezeichnet mit 'Die schönsten deutschen Bücher, Stiftung Buchkunst, Kategorie Allgemeine Literatur', 2015. Mit einem Nachwort von Eva Menasse

Gebunden
AB - Die Andere Bibliothek, Sonderausgaben die Anderen Bibliothek Bd.7, 2015, 250 Seiten, Format: 12,9x21,7x2,9 cm, ISBN-10: 3847720104, ISBN-13: 9783847720102, Bestell-Nr: 84772010A

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Produktbeschreibung

Das posthume literarische Debüt von einem der renommiertesten Dokumentarfilmer der Gegenwart.

Ein Roman für alle:

- die schon einmal in einem Hotelzimmer übernachtet haben,

- die noch zehn Minuten haben, bis das Boarding ihres Anschlussfluges beginnt,

- die unter den 496 Sendern ihres Fernsehers keinen finden, den sie sehen wollen,

- die gerne Fortsetzungsromane in Tageszeitungen und/oder ihre Lieblingsbücher immer wieder lesen,

- Zimmermädchen, die alles über Menschen in Hotels wissen,

- Taxifahrer, die Reisende des Alltags sind und viele Pausen haben, von denen sie nie wissen, wie lange sie dauern werden.

Michael Glawoggers Roman handelt von einem "er", der gerne reist und dabei um die ganze Welt kommt. Es sind beobachtungsscharf erzählte Episoden aus dem Leben eines neugierigen Mannes, der in den sich doch immer mehr ähnelnden Hotels rund um den Globus absteigt und dabei den verschiedensten Menschen begegnet.

"Warum gerade 69 Geschichten?", fragte sie. "Weil es eine schöne Zahl ist", antwortete er. "Und weil in Verwechslungskomödien aus 69 oft 66 oder 99 wird, wenn sich beim Zuschlagen der Tür eine Ziffer dreht, oder auch 96, wenn sich beide drehen." Und natürlich: wie in Hotels die Nummer 13 oft ausgespart wird, so bleibt auch die 13. Geschichte unerzählt.

Michael Glawogger, 1959 in Graz geboren, war einer der renommiertesten Dokumentarfilmer der Gegenwart (u.a. "Megacities", "Workingman's Death", "Whores' Glory"). Er starb im April 2014 an den Folgen einer Malariaerkrankung in Liberia während der Dreharbeiten zu seinem nunmehr letzten Film - die ihn in einem VW-Bus einmal um die Welt führen sollten. Die Reisebucheinträge erschienen im Standard und in der Süddeutschen Zeitung (nachzulesen unter: www.sueddeutsche.de/thema/Doku-Blog).

"69 Hotelzimmer", Michael Glawoggers literarisches Debüt, erscheint posthum in Zusammenarbeit mit Andrea Glawogger.

Rezension:

Aber es ist ein literarisches Werk eigenen Ranges, eine in vielen Details übrigens auch sehr österreichische Variation auf den großen Mythos vom Jedermann, der, genau besehen, eigentlich in einem Hotelzimmer am besten aufgehoben ist."

Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Das wunderbare literarische Vermächtnis des großen Filmemachers."
Frankfurter Rundschau

"Voller Geist und Witz. Es führt in die Traumwelt eines Weltreisenden."
Der Standard

"Es setzt das Glück der Glawogger-Filme literarisch fort, die atemberaubende Unbefangenheit des Blicks, die kompakte Beschreibung, die Fernes unerwartet vertraut, Naheliegendes irritierend fremd macht."
Süddeutsche Zeitung

Autorenbeschreibung

Glawogger, Michael
Michael Glawogger wurde 1959 in Graz geboren. Nach dem Gymnasium, wo u.a. Alfred Kolleritsch zu seinen Lehrern zählte, studierte er am San Francisco Art Institute und danach an der Filmakademie in Wien. Er arbeitete zunächst als Kameraassistent, später auch als Kameramann und schließlich als Drehbuchautor und Regisseur. Zwischen 1981 und 2013 entstanden Kurz-, Dokumentar- und Spielfilme, die - international vielfach ausgezeichnet - seinen offenen und präzisen Blick auf die Welt zeigen. Seine literarische Arbeit begann er erst in den letzten Jahren, und "69 Hotelzimmer" erscheint posthum. Michael Glawogger starb im April 2014 an den Folgen einer Malariaerkrankung während der Dreharbeiten zu seinem nunmehr letzten Film. Michael Glawogger pendelte nicht nur zwischen filmischen Formen und Genres, sondern auch zwischen Filmemachen, Fotografieren und Schreiben und zwischen leichten und heftigen Tönen. Zu seinen zahllosen internationalen Auszeichnungen gehören ein Goldener Löwe in Venedig für den besten Dokumentarfilm, der deutsche und der österreichische Filmpreis, eine Nominierung zum Europäischen Filmpreis sowie der Directors Guilt of America.


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