Zur Erkenntnisfigur des Beobachters

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Entwurf einer anthropologischen Konzeption des erkennenden Subjekts. Hrsg. v. Karola Brede

Kartoniert/Broschiert
edition diskord, Psychoanalytische Beiträge aus dem Sigmund-Freud-Institut Bd.7, 2001, 220 Seiten, Format: 21 cm, ISBN-10: 3892957142, ISBN-13: 9783892957140, Bestell-Nr: 89295714M


Produktbeschreibung

"Aufgefordert, die vorliegende Arbeit zu charakterisieren, würde ich sagen: Meine Arbeit hat ein erkenntnistheoretisches Ziel. Sie setzt sich mit dem Verhältnis von Wissen und Erfahrung auseinander. Sie zeigt, dass die Position des Beobachters und die Beziehung, die dieser zum Beobachteten eingeht, ausschlaggebend dafür sind, ob Wissen Erfahrungswissen oder konstruiertes Wissen ist".
Der Autor Peter Nick, der nach dem vorläufigen Abschluss des vorliegenden Buches unerwartet verstarb, fasst hier aufs Knappste zusammen, wie er die Frage nach der Erkenntnisbildung als Problem des Beobachters beantwortet. Meist gilt die Subjektivität des Beobachters als Hindernis auf dem Weg zu unbestechlich objektiven Erkenntnissen. Nick zeigt, dass es eine Vollständigkeit der Beschreibung des Gegenstands aber gar nicht gibt. Mit vielen anschaulichen Beispielen versehen, die dem Leser die notwendigerweise abstrakte Argumentation nahebringen, unterscheidet er Erkenntnisfiguren. Diese sind Varianten der erkennenden Subjektivität, die sowohl in den Natur- als auch in den Sozialwissenschaften auftreten. Maturana, Luhmann und Schütz ebenso wie Adorno sind für Nick Beobachter, die bestimmte Erkenntnisfiguren noch dann verwenden, wenn sie die erkenntnisbildende Rolle des Beobachters zum Thema erheben. Die wiewohl fruchtbare Gefangenheit des erkennenden Ichs in seiner Subjektivität begründet Nick anthropologisch mit Portmann, Mead und Freud. Um den Gewinn und die Aktualität seines Ansatzes zu demonstrieren, entwickelt der Autor seine Überlegungen in Kritik an der gentechnologischen Debatte, die Sloterdijk ausgelöst hatte, und an der brisanten Frage nach der Zucht der Menschengattung.

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