Wintertourismus in Sachsens Mittelgebirgen

Wintertourismus in Sachsens Mittelgebirgen

zum Preis von:
48,00€
Preis inkl. Mwst. versandkostenfrei
In den Warenkorb

Marketingstrategien zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels

Kartoniert/Broschiert
Diplomica, Diplom.de, 2008, 184 Seiten, Format: 19x27x1,1 cm, ISBN-10: 3836666200, ISBN-13: 9783836666206, Bestell-Nr: 83666620A


Produktbeschreibung

Für die Region der sächsischen Mittelgebirge existieren bisher kaum Ansätze einer touristischen Anpassung an die Folgen des Klimawandes. Dabei konfrontieren wärmere Temperaturen und zunehmender Schneemangel die Touristiker vor allem im Winter mit einem deutlichen Nachfrageverlust im Bereich der gegenwärtigen touristischen Struktur. Daher ist einerseits eine stärkere Diversifizierung des wintertouristischen Angebotes unvermeidlich, andererseits müssen Umsätze in andere Jahreszeiten, insbesondere in den Sommer (Stichwort "Sommerfrische"), verlagert werden.
Im theoretischen Teil der Veröffentlichung werden zunächst für das Verständnis der Publikation wichtige Begriffe definiert und Zusammenhänge zwischen diesen erläutert. Anschließend werden das Problemfeld des anthropogenen Klimawandels und mit dem Klimawandel einhergehende langfristige ökonomische Konsequenzen auf globaler und nationaler Ebene betrachtet. Daran schließt sich die Darstellung großräumiger klimatischer Einflussfaktoren auf das sächsische Winterklima, der Charakteristik des winterlichen Mittelgebirgsklimas und der Projektionen klimatischer Veränderungen im Freistaat an. Aufgrund der starken Schneeabhängigkeit des Wintertourismus liegt ein Schwerpunkt der klimatologischen Betrachtung auf dem Parameter Schnee und dessen technischer Beeinflussung. Weiterhin werden die touristische Vermarktung im Freistaat Sachsen und die Bedeutung des Tourismus für den sächsischen Mittelgebirgsraum dargestellt. Als bedeutendste Bestandteile des Wintertourismus werden alpiner Skisport und Skilanglauf näher erläutert.
Um eigene Erkenntnisse zum Thema Wintertourismus und Klimawandel in Sachsen gewinnen zu können, wurde eine empirische Untersuchung unter Vertretern des wintertouristischen Angebotes durchgeführt. Dazu wurden 59 Vertreter von alpinen Skigebieten und Gemeinden des sächsischen Mittelgebirgsraumes befragt. Die Auswertungen dazu umfassen vor allem Fragen zum Status quo des eigenen Marketings und zur Beurteilung des Klimawandels und der sich daraus ergebenden Konsequenzen. Wichtig im Hinblick auf die Ergebnisse dieser Publikation waren insbesondere die Bewertung und die Entwicklung von Alternativangeboten für eine stärkere Diversifizierung des Wintertourismus. Anschließend werden in knapper und übersichtlicher Form mögliche Anpassungsstrategien von Seiten der Nachfrage und des Angebotes dargestellt.
Aufbauend auf der theoretischen Basis dieser Studie und den Ergebnissen der eigenen Untersuchung werden Handlungsempfehlungen gegeben, wie sich der sächsische Wintertourismus an den Klimawandel und andere relevante Veränderungen (bspw. den demografischen Wandel) anpassen kann. Die angebotenen Vorschläge bedienen sich einer Palette von Möglichkeiten, um eine stärkere Diversifizierung des Angebotes und damit eine geringere Vulnerabilität gegenüber gesellschaftlichen und klimatischen Veränderungen zu erreichen. Die Studie endet mit der Vorstellung von Forschungsdesign und Fragestellungen für eine mögliche weitere Untersuchung im Nachfragebereich unter Alpin- und Langlaufskifahrern. Die Durchführung und Auswertung der empfohlenen Befragung dient als Handlungsempfehlung für weiterführende Publikationen.

Autorenbeschreibung

Andreas Hoy wurde 1979 in Riesa geboren. Nach dem Abitur und der Ausbildung zum Bankkaufmann studierte er Betriebswirtschaft an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (FH) in Dresden. Seit seiner Kindheit begeistert er sich für meteorologische Phänomene und führt seit 1994 Wetteraufzeichnungen in seiner Heimatstadt Gröditz durch. Ein Auslandssemster in Australien bestärkte ihn 2005 in seinem Entschluss, auch beruflich verstärkt auf meteorologisches Gebiet vorzustoßen. Seine Leidenschaft für alles, was mit Wetter und Klima zu tun hat, konnte er seit 2006 neben seinem Studium bei diversen Praktika und Tätigkeiten im sächsischen Landesamt für Umwelt und Geologie nutzen.