Wenn du eine Landschaft wärst

Wenn du eine Landschaft wärst

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Roman

Restposten, nur noch 1x vorrätig
Kartoniert/Broschiert
btb, btb Bd.74023, 2010, 283 Seiten, Format: 19 cm, ISBN-10: 3442740231, ISBN-13: 9783442740239, Bestell-Nr: 44274023M
Zustand des Artikels: Sehr gut
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Produktbeschreibung

Über die Kraft der Naturgewalten und das Wesen der Liebe
Abel Bovenlander, Geologe und Herzensbrecher, sucht nicht nach der Frau seines Lebens. Seine Freiheit und das Abenteuer, sich eine Existenz hoch in den spanischen Pyrenäen aufzubauen, sind ihm wichtiger. Als die Studentin Xenia in seinem privaten Paradies auftaucht, ist er erstmals versucht, eine Frau in sein Leben zu lassen, scheitert jedoch kläglich. Jahre später trifft er Xenia in Amsterdam wieder ...

Leseprobe:

Wann weiß eine Frau, daß sie dem Mann ihres Lebens begegnet ist? Ich weiß es nicht. Ich habe es hundertmal miterlebt, hundertmal diese schmachtenden Augen, dieses Flüstern an meinem Ohr: Love of my life!, wenn ich sie von hinten nahm, hundertmal danach einen Papierkorb mit vollgeschneuzten Kleenextüchern geleert, wütende Schritte im Flur, das Zuschlagen der Haustür, tags darauf der Schlüssel im Briefkasten, manchmal in einen Umschlag gesteckt, meist aber achtlos durch den Schlitz geschmissen, vereinzelt mal verbogen oder sogar in zwei Teile gezwackt, hundertmal hinterher endlose Telefongespräche geführt: Ich vermisse dich, ich vermisse dich so die Aufzählung meiner einzigartigen Qualitäten als Mann, Liebhaber, Faktotum, Haushaltshilfe; als Umzugshelfer, Archäologe und Archivar von Frauenleid und Jugendtraumata - und immer noch weiß ich nicht, wann eine Frau dem Mann ihres Lebens begegnet.
Wann weiß ein Mann, daß er der Frau seines Lebens begegnet ist? Nicht, wenn er sie frühmorgens beim Abwasch sieht, wie sie zu den Klängen aus einem alten Transistorradio auf ihren schmalen Fesseln wippt; nicht, wenn er sie unversehens zu fingern beginnt, und sie, die Spülbürste noch in der Hand, stöhnt: Schenk mir doch ein Kind! Nicht, wenn sie ihn ihrer Mutter oder ihrer besten Freundin vorstellt, nicht, wenn sie ihm die besten Witze aus Donald Duck vorliest, wenn sie betrunken sind, wenn sie ihn in der Kneipe streichelt, ihm auf dem Heimweg in einem Hauseingang einen runterholt, ihn auf der Treppe nach oben reitet . Wenn sie zum erstenmal mit neuen Unterhosen für ihn nach Hause kommt, Dolce & Gabbana, extra large; wenn sie ihren Namen mit Bleistift in seinen Geburtstagskalender einträgt; eine grüngestreifte Schürze an einem verirrten Nagel in der Küche aufhängt .
Nichts von alledem läßt in einem Mann die Ahnung aufkommen, sie, das hier unter seinen Händen, dieses Wesen im großen Spiegel seines Schlafzimmers, könnte seine Frau sein: die Frau seines Lebens.
Es gibt nur einen Moment, in dem ein Mann genau weiß, daß er der Frau seines Lebens begegnet ist: wenn sie zum letztenmal die Tür hinter sich zuzieht. Nicht impulsiv, nicht gedankenlos, als ginge sie irgend etwas besorgen, sondern vielmehr dieses ruhige, dieses fast achtlose Einschnappen des Schlosses in der Tür - als ob diese Tür, dieses Haus, dieser Mann ...als ob dieses ganze Leben bereits meilenweit hinter ihr läge in dem Moment, in dem sie es verläßt.
Wenn er das hört, blickt der Mann von seiner momentanen Tätigkeit auf und weiß: Das war sie. Da geht die Frau meines Lebens.
Wie eine Fliege der Fliegenklatsche
Das ist das erste, was ich dachte, als ich sie sah: kleines Luder.
Ich dachte nicht: schnuckeliges Ding (denke ich oft), ich dachte nicht nichts (noch öfter). Ich dachte nicht an die Frau, die letzte Woche in meinem Bett lag und deren Namen ich bereits zu vergessen begann, nicht an die Frau, die mir neulich ihren Körper verweigert und deren Namen ich an diesem Morgen unter der Duschebenutzt hatte.
Ich dachte auch nicht an den Tag, der noch vor mir lag, an die Arbeit, die zu tun war, die Leute, die zu begrüßen und aufzunehmen waren, das Boot, das ich aus dem Unterstand holen, die Seile, die ich bereitlegen mußte, und auch nicht an Hammer und Pickel und Karabinerhaken. Ich dachte nicht an die Kisten mit Lebensmitteln für den Tag, die in der Morgensonne unter der orangen Plastikfolie vor sich hin schwitzten und die ich in den Fliegenschrank bringen mußte. (Kannst du mir tragen helfen? höre ich mich sagen, charmantestes Lächeln - wir müssen noch tagelang miteinander auskommen -, aber ich sage nichts, vorerst nichts.)
Ich dachte nicht viel mehr, als meine Augen in diesem Moment sahen: kleines Luder.
"Kannst du mal ein Foto von mir machen?"
Sie hat sich vor dem Gebäude postiert, von dem aus wir an diesem Tag aufbrechen werden, geschützt vor dem beißenden Sonnenlicht unter dem schattenwerfenden Überhang der Veranda, un


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