Vorlesungen über Don Quijote

Vorlesungen über Don Quijote

53% sparen

Verlagspreis:
34,00€
bei uns nur:
15,99€
Preis inkl. Mwst. zzgl. Versandkosten
In den Warenkorb
Gebunden
Rowohlt, Reinbek, Gesammelte Werke 19, 2016, 464 Seiten, Format: 12,8x19,6x2,9 cm, ISBN-10: 3498046578, ISBN-13: 9783498046576, Bestell-Nr: 49804657M
Verfügbare Zustände:
Neu
34,00€
Gut
15,99€
Details zum Zustand: Hierbei handelt es sich um unbenutzte Bücher mit leichten bis stärkeren Beschädigungen, wie Einschnitten, tiefen Kratzern oder Stanzungen im Umschlag, die zum Teil mehrere Seiten betreffen. Die Bücher sind als Mängelexemplar mit einem Stempelaufdruck als solche im Buchschnitt markiert.

Was Kunden auch gefallen hat, die diesen Artikel gekauft haben

Brecht
18,99€ 8,99€
Gerede
12,00€ 6,99€

Produktbeschreibung

Infotext:

Band 19 der Gesammelten Werke: Vladimir Nabokov bürstet Cervantes gegen den Strich und findet Schätze! Neben seinen Vorlesungen über westeuropäische und russische Literatur nimmt die über Cervantes' "Don Quijote" eine Sonderstellung ein. Er hielt sie nur ein einziges Mal, 1952 als Gastdozent an der Harvard-Universität, und er wusste, dass er seinen Hörern eine ketzerische Ansicht des Weltklassikers zumuten würde. Denn er mochte den Roman nicht. Nicht nur seine oft bemerkte erzählerische Schludrigkeit missfiel ihm, vor allem stieß ihn die Brutalität ab, mit der die Mitmenschen den zwar verrückten, aber edelmütigen und tapferen Pseudoritter traktieren, zur Schadenfreude des Lesers und wohl auch des Autors. Doch siehe da, unter all den Rohheiten entdeckte Nabokov dann nicht nur eine Menge künstlerisch hervorragender Stellen, sondern auch, dass der malträtierte Held längst aus dem zweifelhaften Buch herausgewachsen war und schließlich für alles stand, "was sanftmütig, hilflos, rein, selbstlos und ritterlich ist. Das Spottbild ist zum Leitbild geworden." Überaus lesenswert und unterhaltsam sind Nabokovs Vorlesungen deshalb, weil er eben kein Literaturwissenschaftler war, sondern in erster Linie ein Literaturliebhaber, passionierter Leser und Fan. Und zwar einer mit ebenso starken wie streitbaren Ansichten und einer, der anders als die meisten Akademiker, keine Sekunde davor zurückscheute, diese streitbaren Ansichten so laut und so unversöhnlich wie möglich zu äußern. Mithin kann man hier einem der größten und prägenden Romane der Weltliteratur und zugleich einem ihrer herrlichsten Snobs und Pedanten wiederbegegnen.

Rezension:

Noch jeden Band der von Dieter E. Zimmer international unerreicht edierten 'Gesammelten Werke' haben Nabokov-Süchtige mit der trocken brennenden Kehle von Weinliebhabern erwartet. FAZ

Autorenbeschreibung

Nabokov, Vladimir Vladimir Nabokov wird am 22. April 1899 in St. Petersburg geboren. Nach der Oktoberrevolution flieht die Familie 1919 nach Westeuropa. 1919-1922 in Cambridge Studium der russischen und französischen Literatur. 1922-1937 in Berlin, erste Veröffentlichungen, meist unter dem Pseudonym W. Sirin. 1937-1940 nach der Flucht aus Nazideutschland in Südfrankreich und in Paris, seit 1940 in den USA. 1961-1977 wohnt Nabokov im Palace Hotel in Montreux. Er stirbt am 2. Juli 1977. Zimmer, Dieter E. Dieter E. Zimmer, geb. 1934, ist freier Autor und Übersetzer. Von 1959-1999 war er Redakteur bei DIE ZEIT, davon 1973-1977 Leiter des Feuilletons, danach als Wissenschaftsjournalist mit den Schwerpunkten Psychologie, Biologie, Medizin und Linguistik. Neben zahlreichen weiteren Auszeichnungen erhielt er den Preis für Wissenschaftspublizistik der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Bei Rowohlt ist er u. a. als Herausgeber und Übersetzer für die Nabokov-Gesamtausgabe verantwortlich.