Scheinselbständigkeit als Straftat

Scheinselbständigkeit als Straftat

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Dissertationsschrift

Kartoniert/Broschiert
Duncker & Humblot, Schriften zum Strafrecht Bd.269, 2014, 231 Seiten, Format: 15,6x23,3x1,1 cm, ISBN-10: 3428143779, ISBN-13: 9783428143771, Bestell-Nr: 42814377M
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Produktbeschreibung

Werden für vermeintlich "freie" Mitarbeiter über Jahre hinweg keine Sozialversicherungsbeiträge abgeführt, erscheint dies auf den ersten Blick nur als ein Problem des Sozialversicherungsrechts. Der Arbeitgeber sieht sich in solchen Fällen aber nicht nur mit teils existenzbedrohenden Beitragsnachforderungen konfrontiert, sondern muss auch strafrechtliche Konsequenzen fürchten.

Zwar gibt es keinen Straftatbestand der "Scheinselbständigkeit", doch knüpfen Strafnormen an die Missachtung von sozial- und steuerrechtlichen Pflichten an, die das in Wahrheit bestehende Beschäftigungsverhältnis mit sich bringt.

Denis Lanzinner untersucht erstmals die einschlägigen Tatbestände umfassend und stellt sie im Zusammenhang dar, wobei auch eine mögliche Beteiligung des Scheinselbständigen in den Blick genommen wird. Neben der Verzahnung des Strafrechts mit dem Steuer- und Sozialversicherungsrecht (Akzessorietät) und der Bindung an behördliche und gerichtliche Feststellungsentscheidungen, behandelt Lanzinner Fragen der Beschäftigung scheinselbständiger (EU-)Ausländer und macht abschließend Vorschläge zu einer Reform des Beitragsstrafrechts.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung

1. Grundlagen

Terminologie - Vorstrafrechtliche Grundlagen - Aktuelle Bedeutung und Verbreitung - Strafrechtliche Problemstellung

2. Einzelne Straftatbestände

Beitragsstrafrecht,
266a StGB - Steuerstrafrecht,

370 ff. AO

3. Auswirkungen behördlicher Feststellungsverfahren

Bedeutung des Anfrageverfahrens nach
7a SGB IV - Die Lohnsteuer-Anrufungsauskunft nach
42e EStG

4. Konstellationen mit Ausländern

Beitrags- und Steuerstrafrecht - Illegale Ausländerbeschäftigung - Unionsrechtliche Grundfreiheiten

5. Schlussbetrachtung

Reformüberlegungen zum materiellen Beitragsstrafrecht - Zusammenfassung und Resümee

Literatur- und Sachverzeichnis

Rezension:

»Die Arbeit setzt sich umfangreich und detailliert mit der aktuellen THematik der Scheinselbständigkeit auseinander und schlüsselt die einzelnen Aspekte systematisch auf. Der Leser kann sich hier einen Überblick verschaffen, gezielt einzelne Aspekte herausgreifen oder tiefer in das Phänomen der Scheinselbständgkeit mit all seinen Facetten und Erscheinungsformen einarbeiten.« Dr. Sascha Straube, in: Journal der Wirtschaftsstrafrechtlichen Vereinigung, Ausgabe 2/2017

Autorenbeschreibung

Denis Lanzinner studierte Rechtswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München, gefördert durch die Studienstiftung des deutschen Volkes. Er war am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Deutsches, Europäisches und Internationales Unternehmensrecht als studentischer und nach Abschluss des ersten Staatsexamens als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Seinen Referendardienst leistete er am Oberlandesgericht München ab. Nach der Zweiten Juristischen Staatsprüfung wurde er 2011 zur Rechtsanwaltschaft zugelassen. Schwerpunkt seiner anwaltlichen Tätigkeit ist das Arbeits- und Sozialversicherungsrecht. Im Jahre 2014 wurde er von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zum Dr. jur. promoviert.


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