Master Pongo oder Ein Gorilla erobert Europa

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Transit, 2013, 128 Seiten, Format: 24 cm, ISBN-10: 3887472853, ISBN-13: 9783887472856, Bestell-Nr: 88747285
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Produktbeschreibung

Kurztext:

Opulent illustriert, spannend erzählt: die spektakuläre Ankunft des ersten lebenden Gorillas in Europa, neugierig beobachtet von aufgewühlten Menschen, die in ihm ihren Vorfahren erkannten.

Infotext:

Liverpool Juni 1876, am Hafen drängen sich Tausende. Angekündigt ist der "gewaltigste Affe, den die Zoologie kennt", oder wie es im Brockhaus heißt: "eines der scheußlichsten Geschöpfe". Schon seit den ersten Afrikafahrern kursierten Gerüchte: "Riesen in Menschengestalt, unbezähmbare Killer", so der Tenor.Inzwischen hatte sich aber etwas Entscheidendes verändert. Nachdem einige Jahre zuvor Darwin seine Evolutionstheorie veröffentlicht hatte (ein europäischer Bestseller), galten die Gorillas als die Vorstufe der menschlichen Wesen. Das steigerte natürlich die Neugier ins Unermessliche und tatsächlich wurde aus dem kleinen, jungen Gorilla, der einem deutschen Expeditionsarzt in Afrika geschenkt worden war, ein Medienstar. Für 20 000 Reichsmark, ein Vermögen damals, hatte ihn das Berliner Aquarium als Attraktion eingekauft; die Rechnung ging auf, die Neugierigen standen Schlange, der Gorilla wurde zum Liebling seines Publikums nicht nur in Berlin, sondern auch auf teuren Tourneen inganz Europa. Auch die bedeutendsten Wissenschaftler wie Rudolf Virchow waren elektrisiert und studierten den "Urahn". "Affe oder nicht Vater? Onkel?", fragte die satirische Zeitschrift "Kladderadatsch". Das Spektakel dauerte anderthalb Jahre dann war der Affe tot, er starb an Tuberkulose. Doch das Interesse an fremden Tieren und Kontinenten war geweckt und wuchs immens Wissen wurde populär.

Leseprobe:

"Die ganze ungeheure Stadt war in Aufregung. An den Fenstern unseres Hotels wogten schwarze Massen auf und ab, während die besser Situierten, darunter die Spitzen der Stadt und die ersten Gelehrten, uns persönlich ihre Aufwartung machten und der greise Darwin brieflich seinen Glückwunsch übermittelte", erinnert sich Falkenstein Wochen später. Ob der ansonsten eher nüchterne und pragmatische Arzt hier von den eigenen Emotionen überwältigt wird, wissen wir nicht. Auf alle Fälle erscheinen nach der Ankunft des Schiffes eine Reihe weiterer Artikel, publizieren der "Hampshire Telegraph", die "Liverpool Post" und andere Zeitungen kleinere Berichte. In der "London Times", einem der wichtigsten Blätter des Landes, meldet sich Thomas J. Moore, der Kurator des Liverpool Free Public Museum zu Wort. Auf seine Bitte hin hat man Pongu in das Museumsgebäude gebracht, wo er einem ausgestopften Gorilla gegenübergestellt wird. Zur Enttäuschung der Wissenschaftler verläuft die Begegnung ohne Ergebnis, lässt sich Pongo zu keinerlei Emotionen hinreißen. Stattdessen turnt er zwischen den Beinen von Falkenstein herum und treibt seinen Schabernack mit den Anwesenden.

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