Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur

Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur

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Roman

Kartoniert/Broschiert
DTV, dtv Taschenbücher Bd.13035, 2003, 432 Seiten, Format: 12x19,1x2,3 cm, ISBN-10: 3423130350, ISBN-13: 9783423130356, Bestell-Nr: 42313035A

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Produktbeschreibung

Rosa Masur, 94 Jahre alt, hat alles überlebt: Krieg und Revolution, Hitler und Stalin, Heimat und Exil. Die Erzählung ihres Lebens ist erinnerte Geschichte.

Klappentext:

Ein Stück erlebte Geschichte Russlands

Ausgezeichnet mit dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis 2001 und dem Anton-Wildgans-Preis 2001!

Über neunzig Jahre alt ist Rosa Masur, als sie für ein Jubiläumsbuch, das anläßlich der 750-Jahr-Feier der deutschen Stadt Gigricht erscheint, aus ihrem Leben erzählen soll. Erst wenige Monate zuvor ist sie mit Sohn Kostik und Schwiegertochter Frieda aus Russland ausgewandert; da kommt das Honorar für die Mitarbeit an dem Buch gerade recht.

Und Rosa erinnert sich: an Schmuggler, Menschenfresser und Hexen, Antisemiten und Bürokraten, an den jüdischen Flüchtling Gebels, der 1941 für einen Verwandten von Reichspropagandaminister Goebbels gehalten wird, an den fehlenden Buchstaben in einer Hausübung, der ihren Sohn ins Gefängnis bringt, und an Stalin, mit dem sie eine ganz besondere Geschichte verbindet. Ein Städtl im polnisch-russischen Grenzgebiet, in dem die kleine Rosa aufwächst, die Pogrome während des Bürgerkriegs, die Stadt Leningrad in der "Aufbauphase" des Kommunismus, der polnische Terror der dreißiger Jahre, die Leningrader Blockade im Zweiten Weltkrieg und Stalins Judenverfolgung bilden den Hintergrund für dieses russisch-jüdische Frauenschicksal.

Und immer wieder verwischen sich die Grenzen der Erinnerung, begleitet von den Schilderungen des oft absurden Immigrantenalltags im Deutschland der Gegenwart.

Rezension:

"Entstanden ist dabei ein Buch voller Episoden und Szenen eines wahrlich aufregenden, erschütternden und herzzerreißenden Lebens mit einer interessanten Hauptfigur."
ORB Antenne Brandenburg

Autorenbeschreibung

Vertlib, Vladimir
Vladimir Vertlib, geboren 1966 in Leningrad (St. Petersburg), emigrierte 1971 mit seiner Familie nach Israel. Später übersiedelte er nach Österreich, dann wieder zurück nach Israel, in die USA und schließlich wieder nach Österreich, wo er seit 1981 lebt. Er studierte Volkswirtschaftslehre in Wien und lebt heute in Salzburg und Wien. 2001 erhielt er den Förderpreis zum Adelbert-von-Chamisso-Preis sowie den Anton-Wildgans-Preis.