Das Sehen gehört zu den glänzenden und farbigen Dingen

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Literaturverlag Droschl, Essay Bd.33, 1997, 39 Seiten, Format: 18 cm, ISBN-10: 3854204558, ISBN-13: 9783854204558, Bestell-Nr: 85420455M
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Produktbeschreibung

Thomas Hettche, wichtiger und wortführender Essayist und Kritiker unter den jüngeren deutschen Schriftstellern, legt hier einen Essay vor, der den ganz besonderen Inszenierungen unseres Blicks und den daraus entstehenden Bildern, am Ende der Schriftkultur und Beginn eines Zeitalters der Bilder, nachgeht.

Klappentext:

"Das Sehen gehört zu den glänzenden und farbigen Dingen", heißt es bei Aristoteles. Seit damals beschäftigt uns der Vorgang des Sehens, das Erzeugen von Bildern vor unseren Augen und auf unserer Netzhaut. Heute, da nicht nur Thomas Hettche ein Ende der Schriftkultur, wie wir sie kennen, für absehbar hält und ein neues Zeitalter der Bild-Kommunikation im Entstehen sieht, sind die alten Fragestellungen aktueller denn je: Wissenschaftliche Beobachtung als die scheinbar objektivste Form von Wahrnehmung und Erkenntnis war nie frei von einer bestimmten Inszenierung des Blicks, vom Theatrum anatomicum (dem Amphitheater, in dem Sektionen zu Lehrzwecken stattfanden) und den Lebenden Bildern bis zum Panorama und dem Kino. Thomas Hettches Essay geht nicht nur der Geschichte des Blicks nach, er IST eine Geschichte des Blicks und eine Geschichte der Bilder, angesiedelt vor dem Panorama Venedigs, dessen Bilder sich lange schon verselbständigt und ihre eigenen Geschichten generiert haben.

Leseprobe:

"Was aber wird, wenn Sprache nicht mehr der universale Code sein wird, der die Welt aufschließt? Wenn jene blinkende, tönende und sprachlose Bilderwelt, die einst Natur hieß, wiedererscheinen wird in Form der neuronalen, namenlosen Datennetze, in denen das Selbstgespräch dieses Planeten bald schon stattfinden wird? Wenn Entscheidungen und Denkprozesse die Form von Naturkatastrophen annehmen, Datenstürme und Gigabyte-Fluten um die Erde ziehen und die Gebäude der Sprach-Welt, in der wir noch wohnen, abgebrochen und unter dem Sand der Bilder begraben sein werden? Werden wir noch einmal in jener Welt, in der die Dinge wieder keine Namen haben werden, zu sprechen beginnen wie einst, als vor dem Meer oder unter einem großen Himmel ein einzelnes Wort - und das war das Skandalon von Sprache - plötzlich Bestand hatte gegen die brüllende Allgewalt der Bilder, die in Augen und Ohren stürzten? ... Angesichts des technischen und also existenziellen Paradigmenwechsels, der sich zu ereign en begonnen hat, ist die Suche nach dem, was in der Welt uns benennt und bewahrt, die einzige, die lohnt."

Rezension:

"Thomas Hettche hat sich, seit er vor acht Jahren mit dem Roman Ludwig muß sterben debütierte, noch nie wiederholt, und so macht er auch in seinem neuen Buch wieder etwas ganz Neues: er erzählt einen Essay. Kann man einen Essay erzählen? Hettche kann. ... Erzählen ist ein anatomischer Akt bei Hettche, und dieser erzählte Essay betreibt eine Anatomie des Blicks. Hettches Blick ist ein Blick in den Spiegel; reflektiert wird der menschliche Körper, wahrgenommen wird er von dem Auge, das zu diesem Körper gehört. "... Im Wort erzählt wird eben der Blick, vor allem der auf den Körper: 'Wenn ich onaniere, schließe ich die Augen nicht mehr.' Ende der Literatur? Vonwegen!" (Friedhelm Rathjen in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG)


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