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Hörspiele

Kartoniert/Broschiert
Fischer Taschenbuch, Fischer Taschenbücher Bd.11046, 1991, ISBN-10: 3596110467, ISBN-13: 9783596110469, Bestell-Nr: 59611046M
Zustand des Artikels: Gut
Details zum Zustand: Hierbei handelt es sich um unbenutzte Bücher mit leichten bis stärkeren Beschädigungen, wie Einschnitten, tiefen Kratzern oder Stanzungen im Umschlag, die zum Teil mehrere Seiten betreffen. Die Bücher sind als Mängelexemplar mit einem Stempelaufdruck als solche im Buchschnitt markiert.

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Produktbeschreibung

Schon lange vor dem Entstehen des "Neuen Hörspiels" hatte Ilse Aichinger in ihrem Hörspiel Besuch im Pfarrhaus (1961) ein fließendes Spiel aus Stimmen komponiert, ein Spiel, das die Gespräche eines Nachmittags, das Einsamkeit, Trauer und Tod in schwebender Polyphonie gegenwärtig macht. Ernst Jandl gehört zu den frühen Bewunderern dieser "Folge von Wörtern und Sätzen ... die Beziehungen aufnahm zu Dingen außerhalb, zur Welt, zum Leben". Rosalie in Die Schwestern Jouet (1967) findet dieses "Außerhalb" aber nicht mehr erträglich. Sie erfindet sich die Welt einfach neu: Giraffen mit kurzen Hälsen, päpstliche Gesandte, die ständig erkältet sind, Jäger ohne Jagdlust. Von ihrer keifenden Schwester Josefa läßt sie sich dabei kaum bremsen: Ein Gespräch über das Schreiben, als würde es geführt im Haushalt der Schwestern Bronte. Nach dem radikalen Stück aus Stimmen Auckland (1969) treibt Gare maritime die Kritik an bestehender Wirklichkeit ins Extrem: Joan und Joe, ein durchaus unnützes Liebespaar, versuchen gemeinsam das Atmen zu verlernen, um in einem Milieu der "Blockschließer" noch unnützer zu werden:
"Diese Welt und diese Gesellschaft, in der die Wertmaßstäbe der Effektivität, der ungeduldigen Nützlichkeit ausschließlich zu werden drohen, könnte die Chance ihrer Erneuerung bei denen haben, die sie unnütz nennt", heißt es in Ilse Aichingers - hier erstmals veröffentlichter - Vorbemerkung zu Gare maritime .
"Gerade die Reden, die am rätselhaftesten erscheinen, bewältigen das Konkrete, die konkrete Verstörung und Zerstörung, die Verzweiflung, den Tod." (Helmut Heißenbüttel)

Autorenbeschreibung

Ilse Aichinger, geb. 1921 in Wien, erhielt für ihren Roman, ihre Gedichte, Hörspiele und Prosastücke, zahlreiche literarische Auszeichnungen, u. a. 1952 den Preis der Gruppe 47, 1982 den Petrarca-Preis, 1983 den Franz-Kafka-Preis, 1995 den Österreichischen Staatspreis für Literatur. Ilse Aichinger lebt in Wien.Richard Reichensperger, geboren 1961, Studium der Rechtswissenschaft, anschließend Germanistik in Wien, Salzburg und Bonn. Dissertation über Robert Musil. Herausgeber der Werke von Ilse Aichinger. Schrieb seit 1989 für den "Standard" über Literatur, Theater und Philosophie. Der Autor verstarb 2004.


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