Bücherwürmer kaufen 400 Millionen Bücher

Im Kampf um die Aufmerksamkeit der Konsumenten behauptet sich das Buch trotz starker Konkurrenz durch Fernsehen und Computer. Sage und schreibe 400 Millionen Bücher hätten die Deutschen laut GfK im letzten Jahr gekauft und damit sogar im Krisenjahr 2009 dem Buchmarkt ein Umsatzplus von 2% beschert.

Dieser Zuwachs erstaunt nicht nur vor dem Hintergrund des von Konsumzurückhaltung geprägten Jahres 2009, sondern noch viel mehr, wenn man bedenkt, wie häufig in den Medien vom Buch auf Papier als einem Relikt der Vergangenheit berichtet wird. E-Book hin oder her, das klassische Buch hat nach wie vor eine riesige Fangemeinde.  Schaut man sich die Verteilung der Buchverkäufe über die Altersklassen an, finden sich nämlich weitere interessante Fakten: Die Käufe der jüngeren Kundengruppen (10-19 Jahre bzw. 20-29 Jahre) haben einen konstanten Anteil am Gesamtvolumen behauptet. Gerade die jungen Kunden, die sich zum Teil nicht einmal an eine Welt ohne Internet erinnern können, bleiben dem Buch treu, obwohl sie wie keine andere Generation online vernetzt sind.

Vielleicht liegt einer der Erfolgsfaktoren des klassischen Buches ja gerade in seinem fehlenden Online-Zugang. Mit einem Buch verbrachte Freizeit ist Offline-Zeit und eröffnet damit in Zeiten ständiger Erreichbarkeit über Online-Kommunikationswege ganz gezielte Rückzugsmöglichkeiten für den Einzelnen.

Zur Pressemitteilung der GfK