Nachschlag zum Krimifestival in München

Sandra Aglaia am 19. Mai 2011 um 12:12

Eigentlich fand das Krimifestival in München vom 15. bis zum 31. März statt, doch weil es so schön war gibt es bis zum Herbst noch einen Nachschlag.

Die zwei Wochen des Krimifestivals waren ein voller Erfolg: An verschiedensten Tatorten in München, wie der BMW Welt, dem Literaturhaus, im Institut der Rechtsmedizin und auch im Polizeipräsidium, fanden spannende Lesungen von renommierten Krimi-Autoren statt.

Nach dem Erfolg im März gibt es in den Monaten Mai, Juni, Juli und September noch einmal einen Nachschlag zum Krimifestival. Im Mai präsentierte schon Martin Walker seinen kulinarischen Krimi Black Diamond. Er handelt von einem neuen Fall für den unvergleichlichen Chef de Police, Bruno Courreges. Bruno bekommt es in seinem dritten Fall mit einer geballten Masse an Kriminalität zu tun: Der wertvolle Trüffel aus dem Perigord, der schwarze Diamant der französischen Küche, wird von billigen chinesischen Trüffeln verdrängt und plötzlich wird auch noch Hercule, ein guter Freund von Bruno, ermordet.

Am 13.09. schließt die Autorin Kathy Reichs mit einem Einblick in ihren neuen “Tempe Brennan” Krimi Fahr zur Hölle, das Krimifestival in München ab. Im Institut der Rechtsmedizin liest sie aus ihrem neuesten Werk: Nachdem Leichenteile in einem alten Teerfass gefunden wurden, untersucht die Forensikerin Tempe Brennan das Verschwinden eines Pärchens, das bereits zwölf Jahre zurückliegt. Handelt es sich bei der Leiche um die junge Cindi oder um ihren Freund Cales? Und warum wurde der Fall damals so schnell ad acta gelegt? Tempe vermutet eine Vertuschung.

Wer noch Karten für die letzten Veranstaltungen des Krimifestivals in München ergattern will muss schnell sein. Die Plätze sind sehr begehrt und schnell ausverkauft! Weitere Infos und Termine finden Sie auf der offiziellen Homepage des Krimifestival München!

MärchenErzählFestival auf der ruhr.2010

Sandra Aglaia am 13. September 2010 um 11:09

Im Zuge des Kulturrahmenprogramms der ruhr.2010 werden an über 50 Tagen und an vielen verschiedenen Veranstaltungsorten Festivals rund um die „Kraft des Erzählens“ angeboten. Mit dem MärchenErzählFestival.2010 sollen literarische Angebote unter dem Leitgedanken „Das Märchen als Brücke für Menschen und Kulturen“ angeboten werden. Dabei steht der interkulturelle und völkerverbindende Faktor der Märchentradition im Vordergrund.

HÖR MAL – das Fest der Geschichtenerzähler auf Consol
Einleitend zum Festival werden am 11. und 12.September 2010 an sieben Veranstaltungsorten im Kulturgebiet Consol 14 Erzähler ihre Geschichten zum Besten geben. Bei der Veranstaltung „HÖR MAL“ werden in einem abschließenden Höhepunkt alle Geschichtenerzähler gemeinsam auf der Bühne stehen.

1. Gelsenkirchener Figurentheatertage
An Kindertage kann man sich vom 13.09. bis zum 19.09. zurückbesinnen. Im Zuge dessen werden 11 Figurentheater in 16 Aufführungen präsentieren, wie Märchen aus verschiedenen Landen unterschiedlich präsentiert werden können. Vormittags werden im Consol Theater für Kindergärten und Schulen Veranstaltungen angeboten, nachmittags gibt es Aufführungen für Familien und Abends für Erwachsene.

Internationales Erzählfestival
Am 8. und am 9. Oktober werden bei einem Story-Dinner erst einmal Gaumen und Geist bei einem köstlichen Menü, begleitet von Geschichten namhafter Erzähler bezirzt. Bei einem Kindernachmittag und „Der langen Nacht der Geschichten“ geht es mit Vorträgen internationaler Erzähler weiter.

Zu den weiteren Highlights des MärchenErzählFestival.2010 gehören unter anderem  die Auftritte von Muhsin Omurca, der am 22.09.2010 sein Kabarettprogramm “Türkenhimmel – Schuld ist das Feigenblatt” präsentiert, ebenso wie vom Schriftsteller Rafik Schami, der am 03.10. den Abschlussvortrag zum Interkulturellen Märchenkongress hält um 19 Uhr einen Erzählabend präsentiert.

Ingeborg-Bachmann-Preis

Sandra Aglaia am 24. Juni 2010 um 16:45

Der Ingeborg-Bachmann-Preis wurde von Stadt Klagenfurt in Österreich gestiftet und wird seit dem Jahr 1977 jährlich im Laufe der “Tage deutschsprachiger Literatur” verliehen. Im Zuge der dreitägigen Veranstaltung lesen, im Vorhinein ausgewählte Bewerber ungefähr 25 Minuten aus ihrer Prosa vor. Von einer siebenköpfigen Jury wird dann der Überzeugendste aus vierzehn Textausschnitten gewählt. Allerdings fanden nicht alle an dem mit 25.000 Euro dotierten Literaturpreis Gefallen. Kritiker bemängelten, dass es bei der Veranstaltung eher um Show ginge, als um Qualität und Talent. Auch einige Eklats, Fauxpas und Fehltritte führten dazu, dass der Ingeborg-Bachmann-Preis zunehmend durch Negativ-Schlagzeilen und Boykott-Versuche einiger Autoren auf sich aufmerksam machte.

Zu den Gewinnern des Ingeborg-Bachmann-Preises gehört unter anderem der letztjährige Gewinner Jens Petersen, der mit seinem Roman „Bis dass der Tod“ bei den Tagen deutschsprachiger Literatur 2009 die Jury überzeugen konnte. In den vorangegangenen Jahren konnten die Schriftsteller Tilmann Rammstedt und Lutz Seiler die Jury für sich und ihre Werke gewinnen. Zu den früheren Gewinnern des Ingeborg-Bachmann-Preises gehören auch Uwe Tellkamp (2004), Emine Sevgi Özdamar (1991), Sten Nadolny (1980) und Gert Hofmann (1979).

Gestern Abend begann in Klagenfurt der Wettstreit um den besten Prosaausschnitt des Jahres 2010. Nachdem alle Autoren Ihre Prosa zum Besten gegeben haben, wird der Ingeborg-Bachmann-Preis in diesem Jahr am 24. Juni zum 34. Mal verliehen.

Die österreichische Lyrikerin und Erzählerin Ingeborg Bachmann, im Jahre 1973 verstorben, gilt bis heute als eine der wichtigsten deutschsprachigen Prosa Schriftstellerinnen und würde am 25. Juni ihren 74. Geburtstag feiern.

Das Gedächtnis der Literatur

Sandra Aglaia am 22. April 2010 um 13:16

Ein Literaturabend mit Marion Poschmann, Péter Nádas und Inci Aral

Im Ruhrpott wird Industriekultur zur Kulturindustrie: Für das Jahr 2010 wurde Essen und das Ruhrgebiet zur Kulturhauptstadt Europas gewählt. Als Europäische Kulturmetropole kann der Ruhrpott in diesem Jahr mit einer Vielzahl an Veranstaltungen aus den Bereichen Kultur, Kunst und Literatur aufwarten. Mitunter präsentiert das Projekt Ruhr.2010 zusammen mit dem P.E.N.-Zentrum am 23. April einen internationalen Literaturabend in Mülheim, bei dem sich hochkarätige Autoren die Klinke in die Hand und sich selbst und ihre Werke zum Besten geben.
Die Moderation des Literaturabends wird von dem renommierten ungarischen Literaturwissenschaftler, Essayisten und Kunsttheoretiker László Földényi übernommen. „Das Gedächtnis der Literatur“ präsentiert seinem Publikum bisher noch unveröffentlichte Texte, unter anderem Auszüge aus dem Roman „Parallelgeschichten“ des ungarischen Autors Péter Nádas. Die Schriftstellerin Marion Poschmann liest aus Ihrem „Schwarzweißroman“, sowie aus dem neuen Gedichtband „Geistersehen“, der bereits drei Tage vor der Lesung im Suhrkamp Verlag veröffentlicht wird. Die türkische Autorin İnci Aral präsentiert Auszüge aus Ihrer Erzählung „Die Flucht“ und anderen Werken.
„Das Gedächtnis der Literatur“ vereint drei Autoren, die in Ihren Werken mit einem kritischen Blick auf die Vergangenheit, die Tiefen des 20. Jahrhunderts beleuchten. Am 23.04.2010 können Sie sich ab 19.30 im Theater an der Ruhr von der Subtilität der drei Autoren und ihrer Werke überzeugen.