Tatort

Sandra Aglaia am 8. Mai 2012 um 12:22

Er ist eine Institution der deutschen Fernsehkultur: der Tatort. Bereits seit der Erstausstrahlung im Jahr 1970 gehört die Krimireihe Tatort zu den zuschauerreichsten Fernsehreihen des deutschen Fernsehens. Zu Beginn der Tatort-Ausstrahlungen in den 1970er Jahren konnten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk Einschaltquoten bis zur Größenordnung von mehr als 25 Millionen Zuschauern und über 70 % Marktanteil erreicht werden. Seit der Einführung des dualen Rundfunksystems und dem starken Konkurrenzdruck durch die privaten Sender gingen die Einschaltquoten zwar erheblich zurück, dennoch gehört der Tatort an den Sonntagabenden für viele Deutsche zum Pflichtprogramm.
Jede einzelne Rundfunkanstalt der ARD produziert ihren Tatort eigenständig, im Mittelpunkt steht dabei ein Kommissar. Bei der Lösung des Falls sollen die jeweiligen Eigenheiten der Stadt in der ermittelt wird in die Handlung des Krimis einfließen und so soll der Fall auf den Zuschauer möglichst realitätsnah wirken.

Tatort – Borowski und die einsamen Herzen
Der Frühling zieht ein im hohen Norden Deutschlands und lässt auch den eigenbrötlerischen Kommissar Borowski nicht kalt. Doch vollkommen unromantisch wird es als sich kurz nacheinander zwei Messermorde, nach ganz ähnlichem Schema ereignen. Beide Opfer hatten zuvor ähnlich klingende  Kontaktanzeigen über den ‚Kieler Boten’ aufgegeben und genau dort verpsricht sich Borowski hinweise auf den Mörder. . Die Analyse sämtlicher Annoncen des infrage kommenden Zeitraums fördert allerdings nicht viel brauchbares zutage, außer vielleicht dass “Durchschnittsmann” Borowski sehr gut in das Beuteschema des vermeintlichen Serienkillers passt…

Tatort – Erntedank
Nach der Geburt ihres Sohnes zieht sich Hauptkommissarin Charlotte Lindholm für die Dauer des Mutterschutzes in eine idyllische Schrebergartenlaube zurück. Mit der erhofften Ruhe und Entspannung ist es jedoch vorbei, als Albrecht Leimen, der Vorstand der Schrebergartenkolonie überraschend stirbt. Man geht von einer natürlichen Todesursache aus, aber Charlotte macht Beobachtungen, die ihren Verdacht auf ein Verbrechen schüren. Als eine weitere Bewohnerin des Schrebergartens auf groteske Weise zu Tode kommt, beginnt Charlotte zu ermitteln und kommt einem Verbrechen auf die Spur, das viele Jahre zurückliegt …

Und für alle Tatort-Fans die noch mehr Fakten über die erfolgreichste deutsche Krimiserie erfahren möchten haben wir im Shop das Tatort-Lexikon, mit allen alle Folgen, allen Kommissaren im Kurzporträt, allen Schauspielern, Regisseuren und vieles mehr.

Spannende Bücher und Hörbücher von Mo Hayder

Sandra Aglaia am 20. März 2012 um 13:00

Die englische Krimiautorin Mo Hayder verließ bereit im Alter von 15 Jahren ihre Heimat in Essex und zog nach London. Dort arbeitete sie einige Jahre in Bars und Kneipen. Nachdem Mo Hayder geheiratet hatte zog sie nach Japan, wo sie unter anderem als Englischlehrerin arbeitete. In Asien bereiste Sie weite Teile des Kontinents bevor sie in die USA zog um an der American University in Washington DC Film zu studieren und mit einem MA abzuschließen. Daran schloss sie ein zweites Studium an der Bath Spa University an und machte dort den MA in ‚Creative Writing’. Und damit war der Grundstein für Ihre Karriere als Schriftstellerin gelegt. Heute lebt Mo Hayder, die inzwischen 50 Jahre alt ist mit ihrem Lebensgefährten und ihrer Tochter in Somerset im Südwesten von England und schreibt spannende Kriminalromane und Psychothriller, die sich häufig um Grenzbereiche menschlicher Erfahrung mit Gewalt und Grausamkeit drehen.

Verderbnis
An einem kühlen Novemberabend wird auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Nähe von Bristol ein Auto entwendet. Mit Gewalt – und mit der elfjährigen Martha Bradley auf dem Rücksitz. Detective Inspector Jack Caffery hofft zunächst, dass der Täter nur das Auto und nicht das Kind wollte. Doch er wird eines Besseren belehrt. Martha Bradley bleibt verschwunden, spurlos. Und der Täter lässt ihn wissen, dass er es wieder tun wird. Jack Caffery spürt, dass er es mit einem sehr starken Gegner zu tun hat, einem Gegner, der ihn vorführt, ihm immer einen Schritt voraus ist. Und der seine Drohungen wahr macht. Denn kurz darauf entführt er ein weiteres kleines Mädchen. Und mit jeder Stunde, die vergeht, wird es unwahrscheinlicher, dass Caffery und sein Team die Kinder noch lebend retten können …

Der Vogelmann

London im Frühling. In der Nähe der Themse werden die Leichen von fünf Frauen gefunden, die offenbar einem Serienmörder zum Opfer fielen. Die Öffentlichkeit ist schockiert, und Detective Inspector Jack Caffery ermittelt mit seiner Spezialeinheit fieberhaft, um dem mysteriösen “Vogelmann” auf die Spur zu kommen. Hinweise führen ihn schließlich nach Greenwich, wo Jack die junge Malerin Becky kennenlernt, für die er bald mehr als nur berufliches Interesse entwickelt. Als es der Polizei schließlich gelingt, einen Verdächtigen festzunehmen, hoffen alle auf ein Ende des Alptraums. Doch das Morden geht weiter. Und auf einmal ist Becky spurlos verschwunden. Das Hörbuch zum Erfolgskrimi aus dem Goldmann Verlag wird gesprochen von Tatort-Kommissar Dietmar Bär, der den mürrisch-liebenswerten Kollegen Freddy Schenk spielt.

Die Behandlung
Im beschaulichen Londoner Vorort Brookwell Park spielt der Folgeroman zu „Der Vogelmann“. Mitten im Sommer ereignet sich ein seltsamer Kriminalfall. Ein Ehepaar wird gefesselt in seinem Haus gefunden. Die zwei sind schwer misshandelt worden, und der Ehemann steht kurz vor dem Tod. Ihr neunjähriger Sohn wird vermisst. Inspektor Jack Caffery untersucht den Fall und stößt bald auf Ähnlichkeiten zu Ereignissen in seiner eigenen Vergangenheit. Damals verschwand sein jüngerer Bruder, und dieser Umstand macht es ihm unmöglich, seine Ermittlungen mit der notwendigen Distanz zu führen. Eigenwillig und unglaublich spannend knüpft Mo Hayder an den Erfolg des Romans „Der Vogelmann“ an. Gesprochen wird die Hörbuchfassung von Dietmar Bär, der im Genre des Krimis groß geworden ist, und sein Talent nicht zuletzt im Hörbuch „Der Vogelmann“ bewiesen hat.

Martha Grimes schreibt klassisch britische Krimis

Sandra Aglaia am 1. März 2012 um 13:00

Für Martha Grimes ist es sicherlich eine Ehre, dass ihre Romane häufig mit denen von Agatha Christie verglichen werden. Ihre Werke werden der besten Krimi-Tradition zugeschrieben und damit gilt die Autorin als eine Meisterin des klassischen britischen Krimis.

Martha Grimes stammt aus Pittsburgh in Pennsylvania. Sie studierte an der University of Maryland Anglistik. Später unterrichtete Martha Grimes selbst kreatives Schreiben und Literatur als Professorin an der Johns-Hopkins-Universität und am Montgomery College in Tahoma Park, Maryland.
Martha Grimes begann ihr schriftstellerisches Schaffen zunächst mit Gedichten, bis sie 1981 ihren ersten Roman über Inspektor Jury veröffentlichte. Bis heute setzt sie die Romanreihe um den melancholischen Superintendent fort und im Laufe der Zeit entwickelten sich in der Inspektor Jury Reihe amüsante Nebengeschichten, die sich mit trockenem Humor rund um die Abenteuer des ganz normalen Lebens ranken. Alle Titel der englischen Originalfassungen der Inspektor Jury Reihe sind nach real existierenden Pubs benannt.

Karneval der Toten
Als Inspektor Jury an einem kühlen Märztag an den Ort eines Verbrechens in London gerufen wird, ist er fassungslos. Denn das Opfer, das durch einen heimtückischen Schuss in den Rücken getötet wurde, trägt ein geblümtes Kleidchen – und ist fünf Jahre alt. Der gebeutelte Inspektor hat in seiner Laufbahn schon einiges gesehen, doch die grausame Ermordung des kleinen Mädchens lässt ihn beinahe die Fassung verlieren. Eine erste Spur führt Jury nach Cornwall auf den stattlichen Landsitz Angel‘s Gate. Dort hatte sich kurz darauf in dem weitläufigen Park ein weiterer Mord ereignet. Ist die unbekannte Tote der Schlüssel zu der Ermordung des kleinen Mädchens?

Inspektor Jury kommt auf den Hund
Als Inspektor Jury eines Abends im Pub von einem äußerst redseligen Fremden angesprochen wird, will er eigentlich nur eines: In Ruhe ein Glas Wein trinken. Daraus wird jedoch nichts, denn die Geschichte, die dieser Mann namens Harry Johnson zu erzählen hat, zieht Jury sofort in ihren Bann. Johnson erzählt nämlich von seinem Freund Hugh Gault, dessen Frau, Kind und Hund ein Jahr zuvor auf mysteriöse Weise in der ländlichen Idylle Surreys verschwunden waren. Jury kann nicht anders und schaltet sich in die Ermittlungen ein. Keine Sekunde zu spät, wie sich herausstellt: Denn als Jury nicht nur mit Hugh Gault, sondern auch mit dessen tot geglaubter Ehefrau zusammentrifft, zählt er bereits eine Leiche zuviel und zwei Personen zu wenig im Umkreis von Harry Johnson …

All die schönen Toten
Superintendent Richard Jury von der Londoner Metropolitan Police ist wenig erbaut, als er zu einem Tatort gerufen wird, der eigentlich gar nicht in seinem Zuständigkeitsbereich liegt: In dem kleinen Städtchen Chesham wurde eine junge Frau in einem Designerkleid und mit erlesenen Jimmy-Choo-Sandalen an den Füßen ermordet aufgefunden. Die Frau wurde auf der Terrasse des Dorfpubs erschossen. Und es gibt keine Zeugen. Außer vielleicht der schwarzen Katze des gleichnamigen Pubs. Aber diese schweigt sich aus und verschwindet schließlich ganz. Ohne Zeugen, ohne konkrete Hinweise und ohne die Identität der Toten zu kennen, muss Jury sich allein auf sein feines Gespür verlassen. Vor allem als eine zweite junge Frau tot aufgefunden wird, auch sie exquisit gekleidet und beschuht, und es scheinbar keine Verbindung zum ersten Opfer gibt …

Liebeskind Verlag – Cool, lässig und höchst spannend

Christian Ebernickel am 24. Februar 2012 um 11:34

Einer meiner persönlichen Lieblingsverlage ist der Münchener Liebeskind Verlag. Der Verlag ist noch recht jung – er wurde erst 2000 von Hans Liebeskind und Jürgen Christian Kill gegründet. Spezialisiert hat man sich auf zeitgenössische Literatur mit einem Schwerpunkt auf hochwertige Krimis.

Schon für die erste Krimi-Veröffentlichung – “1974″ von David Peace – konnte der Verlag den begehrten Deutschen Krimi Preis entgegennehmen. James Sallis’ Debütroman “Driver” erschien in der deutschen Übersetzung bei Liebeskind und wurde vom dänischen Regisseur Nicolas Winding Refn verfilmt. Der Film wurde im letzten Jahr in Cannes ausgezeichnet und läuft seit Ende Januar in unseren Kinos.

Daneben fördern Hans Liebeskind und Jürgen Christian Kill auch echte Perlen der zeitgenössischen amerikanischen Literatur zutage. Zum Beispiel der Roman “Stimmen der Straße” von Philip K Dick:
Der Autor erlangte als Science-Fiction Autor Berühmtheit, vor allem durch Ridley Scott’s Verfilmung “Blade Runner” und Steven Spielberg’s “Minority Report”, deren Vorlagen beide von Dick stammen.
Doch posthum wurde der 1953 von ihm im Alter von nur 25 Jahren geschriebene Gesellschaftsroman “Stimmen der Straße” veröffentlicht: Dick überführt den Amerikanischen Traum als fatale Illusion und konfrontiert den Leser mit Fragen nach der eigenen Identität. Ein Buch, das einem weitaus älteren Autor zur Ehre gereicht hätte, doch bereits mit 25 Jahren so etwas zu schreiben, grenzt an eine Sensation!

Einige Titel möchte ich schon hier vorstellen, alle bei uns lieferbaren Titel vom Liebenskind Verlag finden Sie hier.

Deine Augen hat der Tod von James Sallis

In seinem früheren Leben war David Agent einer Eliteeinheit, ein Killer im Auftrag des Staates. Nach dem Ende des Kalten Krieges hat er sich eine normale Existenz aufgebaut. Doch als eines Nachts das Telefon klingelt, weiß er, dass man seiner eigenen Geschichte nicht entfliehen kann, egal wohin man geht. Angeblich zieht ein ehemaliger Kamerad eine Blutspur durch Amerika, und nur David kann ihn zur Strecke bringen. Innerhalb von Stunden muss er alles hinter sich lassen, sein Zuhause, seine Frau, seine Zukunft. Der gnadenlose Kampf mit einem Schatten beginnt und eine düstere Odyssee durch die Halbwelt Amerikas, wo Jäger zu Gejagten werden und der Feind zum eigenen Spiegelbild.
In seinem unvergleichlichen Erzählton, der die Rasanz eines tödlichen Duells mit der Melancholie eines Roadmovies verbindet, lässt James Sallis seinen Helden immer tiefer in das amerikanische Herz der Finsternis vordringen, zu einem letzten Showdown mit den Geistern der Erinnerung. [mehr]

Stimmen der Straße von Philip K Dick

Kalifornien, Anfang der fünfziger Jahre. Eigentlich führt Stuart Hadley ein glückliches Leben. Er stammt aus einer wohlsituierten Familie, sein Job bietet gute Perspektiven und seine Frau wird bald ihr erstes Kind zur Welt bringen. Aber Stuart Hadley ist ein Getriebener, unzufrieden mit seinem vermeintlich so vollkommenen Leben. Ständig ist er auf der Suche, ohne zu wissen, wonach. Als er sich mit einer rätselhaften Frau namens Marsha Frazier einlässt, die eine neofaschistische Zeitschrift herausgibt, gerät sein Leben außer Kontrolle. Durch sie lernt Hadley den charismatischen Sektenführer Theodor Beckheim kennen, der ihm helfen soll, endlich zu sich selbst zu finden …
In Philip K. Dicks frühen Gesellschaftsromanen findet sich jene Thematik, die ihn später als Science-Fiction-Autor berühmt machen sollte: die Suche nach Identität in einer trügerischen Welt. So demaskierte er bereits in seinem 1953 abgeschlossenen, erst posthum veröffentlichten Roman “Stimmen der Straße” den Amerikanischen Traum als fatale Illusion, die dunklen, subversiven Mächten das Feld bereitet. [mehr]

Der Elektrische Michelangelo von Sarah Hall

Cyril Parks wächst Anfang des letzten Jahrhunderts an der Nordwestküste Englands auf. Nach dem Tod seiner Mutter wird er als Lehrling von dem Tätowierer Eliot Riley aufgenommen, einem notorischen Trinker und Querulanten, der zugleich ein begnadeter Künstler ist. Bei ihm lernt er alles über die Abgründe des Lebens und die hohe Kunst des Tätowierens. In den dreißiger Jahren verläßt Cyril Parks seine Heimatstadt und schifft sich nach Amerika ein, wo er sich auf Coney Island als “Elektrischer Michelangelo” niederläßt. Auf dem ewigen Jahrmarkt vor den Toren New Yorks, zwischen Freakshows und Achterbahnen, verliebt er sich in die Zirkusakrobatin Grace, die mit einem ungewöhnlichen Auftrag an ihn herantritt…
Sarah Halls von der englischen Kritik gefeierter Roman ist ein atmosphärisch dichtes, virtuos erzähltes Buch voller skuriller Figuren und Begebenheiten, in denen sich das universelle Drama der Menschheit widerspiegelt. [mehr]

Willkommen, Mr. Mackenzie von Neil Bissoondath

Geschichten über Freundschaft und Liebe, über Vergangenheit und Erinnerung: In seinem Roman Willkommen, Mr. Mackenzie zeichnet Neil Bissoondath ein bewegendes Bild des Lebens, humorvoll und hintersinnig, voller Melancholie und Hoffnung.
Alistair Mackenzie, emeritierter Professor für englische Literatur, lebt seit dem Tod seiner Frau allein. Zu seiner Tochter Agnes hat der eigensinnige Witwer ein gespanntes Verhältnis. Als sein Haus bei einem Feuer zerstört wird, ist er jedoch gezwungen, bei ihr und ihrer Familie einzuziehen. Mackenzie hat es nicht einfach, sich in seiner neuen Umgebung zurechtzufinden, und flüchtet in Erinnerungen an frühere Jahre. In Gedanken läßt er Menschen vorüberziehen, die seinen Weg kreuzten oder sein Leben teilten. Er erinnert sich an seine Schwester, die mit einem Zirkusakrobaten durchbrannte, an seinen Schwager, der hoch über den Wolken auf einem Flugzeugflügel spazierenging, an den Gärtner, der für seinen Nachbarn zum Mörder wurde … und an seine Frau Mary, die er ein Leben lang liebte und beinahe für immer verloren hätte.
Kunstvoll verknüpft Neil Bissoondath verschiedene Episoden zu einem faszinierenden Roman über einen Mann, der alles hinter sich lassen mußte, um endlich bei sich selbst anzukommen. [mehr]

Die Gabe der Geschwindigkeit von Steven Carroll

Im Sommer 1960 lebt der sechzehnjährige Michael nur für einen einzigen Traum. Er möchte ein großer Kricketspieler werden, der beste und schnellste Werfer, den Australien je gesehen hat. Alles, was er braucht, um dem tristen Ort seiner Kindheit zu entfliehen, ist die Gabe der Geschwindigkeit, der eine perfekte Wurf, der ihn berühmt machen wird. So verbissen verfolgt er sein Ziel, dass er kaum mitbekommt, wie die Welt um ihn herum aus den Fugen gerät. Sein Vater plant insgeheim, die Familie zu verlassen, und seine Großmutter enthüllt ein Geheimnis, das sie ihr Leben lang bewahrt hat. Doch dann begegnet Michael Kathleen Marsden, die in einem Heim für elternlose Kinder lebt, und plötzlich erkennt er, dass es noch anderes gibt, wofür es sich zu kämpfen lohnt.
Mit seiner ganz eigenen Erzählweise, die so poetisch und dicht ist wie ein Tagtraum, kreist Steven Carroll immer enger um die Geheimnisse einer Familie und den magischen Augenblick, in dem man seine Kindheit für immer hinter sich lässt. [mehr]

Tokio im Jahr Null von David Peace

Tokio, 1946: die Hölle auf Erden. Die Stadt liegt in Trümmern, ebenso wie die Seelen ihrer Bewohner. Es herrschen Angst und Korruption, niemand ist der, der er zu sein vorgibt. Inmitten der Schuttberge geht ein brutaler Serienmörder um, der junge Frauen missbraucht und erdrosselt. Die Polizei verhaftet schnell einen Verdächtigen, der aber nur einen der Morde gesteht. Inspektor Minami ist gezwungen, ältere Fälle neu aufzurollen, um den Täter zur Strecke zu bringen. Doch dabei verstrickt er sich in einem Netz aus Lügen und nackter Gewalt. Die Machenschaften des organisierten Verbrechens werden für ihn zur tödlichen Gefahr, genau wie die Intrigen innerhalb des Polizeiapparats. Langsam zerfließen die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit, und die Taten der Vergangenheit kommen ans Tageslicht. Denn auch auf Minamis Schultern lastet eine schwere Schuld … [mehr]

Stehle von Andreas Münzner

Als Robert und seine Mitbewohner einen Raum in ihrer WG vermieten wollen, kommt der bescheidene Einzelgänger Stehle auf den ersten Blick gerade recht. Er ist hilfsbereit, ordentlich, ein wenig seltsam vielleicht, aber liebenswert. Doch mit Stehle hält unmerklich noch etwas anderes Einzug, etwas subtil Bedrohliches, eine stille Zerstörungskraft. Erst verschwinden Kleidungsstücke, dann erfolgen Übergriffe auf Roberts Computer, und manchmal machen es sich wildfremde Besucher in der Wohnung bequem. Langsam bemächtigt sich Stehle des Alltags der anderen mit scheinbar unbekümmerten, aber immer dreisteren Grenzüberschreitungen. Roberts schön geordnetes Leben löst sich mehr und mehr in Chaos auf: die Wohngemeinschaft zerbricht, sein Arbeitsplatz geht verloren und schließlich verbündet sich auch noch die Freundin mit Stehle …
Mit einem meisterhaften Sprachsog der Beiläufigkeit beschwört Andreas Münzner die Geschichte einer grotesken Eskalation. Er liefert den Leser an eine aberwitzige literarische Figur aus, einen Fabulierkünstler, Hochstapler und schillernden Sonderling, den man einfach gernhaben muss – solange er nicht vor der eigenen Wohnungstür steht. [mehr]

Das finstere Tal von Thomas Willmann

In einem abgelegenen Tal, eingekesselt von mächtigen Bergen, lebt eine verschworene Dorfgemeinde. Eines Tages kommt ein Fremder namens Greider in die Ebene. Er gibt sich als Maler aus und bittet um Quartier für den Winter. Nach langem Zögern weisen ihm die Dorfbewohner eine Unterkunft im Haus der Witwe Gader zu. Bald schon nach Greiders Erkundungszügen durchs Tal kommt der erste große Schnee und schneidet ihm den Rückweg ab. Das Leben im Dorf kommt langsam zur Ruhe bis eine mysteriöse Todesserie die Leute aufschreckt. Erst verunglückt der jüngste Sohn vom Brenner Bauern, dem heimlichen Herrscher des Tals, beim Holzmachen. Dann wird einer seiner Brüder tot im Mühlbach gefunden …
In “Das finstere Tal” nimmt Thomas Willmann die Erzählmuster der klassischen Heimatliteratur auf und kleidet diese in eine kunstvolle, bildmächtige Sprache. So entsteht ein atmosphärisch dichter, spannender Roman, in dem die Vergangenheit zur Gegenwart wird und eine einfache Rachegeschichte zu außergewöhnlicher Literatur. [mehr]

Manfred Bomm und sein Kommissar Häberle

Sandra Aglaia am 24. November 2011 um 16:06

In seiner Heimatregion in Schwaben ist Manfred Bomm als freier Journalist und Polizeireporter tätig. Er berichtet unter anderem auch über Gerichtsverhandlungen und kommunalpolitische Themen. Diese Karriere ist natürlich die ideale Grundlage für sein schriftstellerisches Schaffen. Bomms Kriminalromane situieren sich ausgehend vom Raum Göppingen, zwischen Ulm und Stuttgart. Dort steht sein Protagonist Kriminalhauptkommissar August Häberle mit seinen Ermittlungen im Mittelpunkt. Häufig orientieren sich Bomms Kriminalromane an aktuellen Ereignissen und so kann er seine journalistischen Arbeiten in seine literarischen Werke einfließen lassen.

Irrflug

Als die Sekretärin der Motorflugschule an einem frühen Sommermorgen zu ihrem Büro fährt, macht sie einen grausamen Fund: Vor einer Flugzeughalle liegt eine tote Frau, eine zweisitzige Cessna ist im Laufe der Nacht spurlos verschwunden. Im nahegelegenen Göppingen führt die Polizei unter einigen der Hobby-Piloten ihre Befragungen durch. Dort übernimmt der in kniffligen Fällen erfahrene Kriminalist August Häberle den Fall ein Praktiker, kein Schwätzer, einer, der Land und Leute und deren Mentalität kennt. Stück für Stück puzzelt er aus einer Vielzahl von Merkwürdigkeiten die wahren Hintergründe des Falls zusammen…

Trugschluss
Der dritte (sehr außergewöhnliche) Fall für August Häberle
Auf den Hochflächen der Schwäbischen Alb, neben einer militärischen Funkanlage, wird eine verkohlte Leiche gefunden, die weder identifiziert nicht identifiziert werden kann. August Häberle übernimmt den mysteriösen Fallund schnell stellt er fest, dass er bis in die höchsten Ebenen der Politik hineinreicht. Während er fast schon befürchtet, das Verbrechen ungelöst zu den Akten legen zu müssen, spielen sich in Florida und Lugano seltsame Dinge ab. Als dann auch noch auf der Schwäbischen Alb in die Wohnung einer Frau eingestiegen wird, die seit Jahren über das Brummton-Phänomen klagt, bekommt der Fall eine neue Wende…

Mordloch
Der vierte Fall für August Häberle
Der Ortsvorsteher eines Dorfes auf der Schwäbischen Alb handelt sich großen Ärger ein, denn ausgerechnet er will einen riesigen Schweinestall bauen und zieht sich damit den Unmut der Einwohnerschaft zu. Die wirtschaftlichen Interessen der beteiligten prallen aufeinander: Bauern bangen um ihre Zukunft, andere streben nach mehr Tourismus und die Betreiber von Windkraftanlagen versprechen sich zudem reichlich Rendite. Als eines Tages in einer nahen Höhle – dem so genannten “Mordloch” – die Leiche eines Dorfbewohners gefunden wird, muss Kommissar August Häberle erkennen, dass die Welt in der kleinen Gemeinde alles andere als in Ordnung ist …

Schusslinie
Der fünfte Fall für August Häberle
Deutschland muss 2006 im eigenen Land Fußballweltmeister werden! Dass man dies nicht dem Zufall überlassen darf, darüber sind sich einige Wirtschaftsbosse und Politiker in Berlin längst einig. Im Hintergrund werden Fäden gesponnen, die bis in die schwäbische Provinz reichen. So findet sich auch Kriminalkommissar August Häberle bei seinen Ermittlungen um einen mysteriösen Mordfall in einem Geflecht aus Erpressung und Intrigen wieder…

Beweislast
Der sechste Fall für August Häberle
Kommissar Häberles neuer Fall scheint klar: Der in einem abgeschiedenen Tal am Rande der Schwäbischen Alb tot aufgefundene Berater der Agentur für Arbeit wurde von einem Klienten  ermordet. Eine ganze Reihe von Indizien, aber auch DNA-Spuren am Tatort, weisen zweifelsfrei auf Gerhard Ketschmar hin. Der 55-jährige Bauingenieur ist nach über einem Jahr erfolgloser Stellensuche psychisch und physisch am Ende und voller Hass, weil man ihn auf das Abstellgleis Hartz IV zu schieben droht. Doch während sein Prozess vor der Schwurgerichtskammer des Ulmer Landgerichts vorbereitet wird, kommen August Häberle erhebliche Zweifel…

Schattennetz
Der siebte Fall für August Häberle
Sechzehn Jahre nach der politischen Wende werden in der schwäbischen Kleinstadt Geislingen zwei Männer von ihrer DDR-Vergangenheit eingeholt. Nach langer “Waffenruhe” scheinen plötzlich alte Rivalitäten wieder auszubrechen. Kurz vor dem jährlichen Stadtfest wird einer der Kontrahenten tot im Turm der Stadtkirche aufgefunden. Kommissar August Häberle erkennt schnell, dass er es mit einem raffiniert eingefädelten Verbrechen zu tun hat…

Notbremse
Der achte Fall für August Häberle
In einem ICE geschieht auf der Bahnstrecke zwischen Ulm und Stuttgart ein Mord. Abrupt kommt der Zug an der Geislinger Steige zum Stehen. Ein Mann flieht panikartig und verschwindet im Steilhang der Schwäbischen Alb. Kommissar August Häberle tappt lange im Dunkeln, denn die Identität des Ermordeten ist unklar. Sein einziger Anhaltspunkt ist das Notizbuch des Toten. Doch führen die darin enthaltenen Adressen von Ärzten und Apothekern wirklich zum Täter? Häberle läuft die Zeit weg, denn bereits in der folgenden Nacht findet er eine weitere Leiche…

Glasklar
Der neunte Fall für August Häberle
Der Wasserberg am Rande der Schwäbischen Alb. Nach einer privaten Sonnwendfeier einer Gruppe ehemaliger Schulkameraden findet man einen der Gäste tot auf. In den Verdacht geraten sowohl die früheren Mitschüler und der alte Lehrer des Ermordeten als auch deren Angehörige. Doch Kommissar Häberle findet heraus, dass in jener Sommernacht noch viele andere Menschen im Gelände unterwegs waren, die eine gemeinsame Vergangenheit mit dem Opfer haben …

Kurzschluss
Der zehnte Fall für August Häberle
In einem See am Rande der Schwäbischen Alb wird ein Angestellter des kleinen örtlichen Energieversorgers tot aufgefunden – mit einem Stein um den Hals wurde der Mann im Wasser versenkt. Er hatte die Aufgabe, täglich die Entwicklungen an der Leipziger Strombörse zu verfolgen, um bei günstigen Notierungen den Bedarf für die nächsten Jahre zu ordern. In der Wohnung des Ermordeten findet Kommissar August Häberle mehrere Videofilme. Der Tote hatte offensichtlich Dokumentarfilme über die Energiewirtschaft produziert und erst vor wenigen Tagen ein kritisches Interview mit einer hochrangigen Managerin eines Energieriesen geführt. Als Häberle kurze Zeit später von einem weiteren Leichenfund im fernen Mecklenburg-Vorpommern erfährt, wird er hellhörig: Genau wie in seinem Fall hatte man den Mann mit einem Stein um den Hals auf den Grund des Sees “geschickt” …

Schockierende Thriller von Tess Gerritsen

Sandra Aglaia am 15. November 2011 um 13:00

Tess Gerritsen schafft es wie kaum eine andere ihr erzählerisches Können mit ihrem profunden Wissen medizinischer und wissenschaftlicher Fakten zu verknüpfen. Genau daran liegt es wahrscheinlich, dass die Thriller von Tess Gerritsen so schockierend realitätsnah sind, dass sie dem Leser buchstäblich unter die Haut gehen.

Tess Gerritsen fühlte sich ursprünglich nicht zur Schriftstellerin bestimmt. Sie studierte zunächst Medizin an der Stanford University und der University of California in San Francisco. 1979 legte sie ihr Examen ab und arbeitete danach als Internistin in Honolulu auf Hawaii.
Während sich Tess Gerritsen im Mutterschaftsurlaub befand, schickte sie das erste mal eine Kurzgeschichte für den Literaturwettbewerb einer Tageszeitung ein und gewann auf Anhieb den ersten Preis. Im Jahr 1987 veröffentlichte sie ihren Debütroman Der Anruf kam nach Mitternacht. Seitdem veröffentlichte sie eine beachtliche Anzahl an Romanen aus den Genres Romantic Thriller und Medical Thriller.
Ihren Beruf als Ärztin hat Tess Gerritsen inzwischen schon längst an den Nagel gehängt. Heute hat sich die 58-jährige ihren Ruf als Weltklasse-Autorin mit ihrer Vielzahl an Bestsellern ohne Frage redlich verdient.

Blutmale
Der 6. teuflische Fall für Rizzoli und Dr. Isles: eine junge Frau wird grausam verstümmelt aufgefunden, ihre Leiche wurde mit satanischen Symbolen beschmiert. Ein Detail fällt Pathologin Maura Isles sofort auf: Die abgetrennte Hand, die neben der Toten lag, stammt von einer anderen Frau. Kurze Zeit später taucht eine weitere Frauenleiche auf, auch sie völlig entstellt und mit Satanszeichen geschändet…

Der Roman Blutmale ist als Hörbuch bei Arvelle erhältlich.

Leichenraub
Julia Hamill gräbt gerade den Garten ihres kürzlich erworbenen Hauses um, als sie einen grausigen Fund macht: den skelettierten Schädel eines Menschen. Mit den Mitteln der modernen Gerichtsmedizin kann Dr. Maura Isles die harten Fakten schnell bestimmen: Die Leiche ist knapp zweihundert Jahre alt – eine Frau, die ganz offensichtlich einem Mord zum Opfer fiel. Doch wer ist die unbekannte Tote? Und wer hat sie im Garten des alten Hauses verscharrt? Diese Fragen lassen Julia Hamill keine Ruhe, und sie beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln…

Scheintot
Eine namenlose junge Frau in der Gerichtsmedizin – für Maura Isles nichts Ungewöhnliches. Doch als die Pathologin den Leichensack öffnet, erstarrt sie: Die scheinbar Tote schlägt die Augen auf. Maura reagiert sofort und fährt die unterkühlte Frau ins Krankenhaus. Dort überstürzen sich die Ereignisse: Kaum hat sie sich erholt, tötet die junge Frau einen Wachmann und nimmt erst Maura und, nachdem diese sich retten kann, andere Patienten als Geiseln – darunter Detective Jane Rizzoli, die kurz vor der Niederkunft steht. Lange bleibt unklar, was die Geiselnehmerin mit ihrer brutalen Aktion bezweckt. Erst als es Maura und Janes Ehemann, dem FBI-Agenten Gabriel Dean, gelingt, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften, geraten die Dinge in Bewegung…

Bücher für die kalte Jahreszeit von Gerard Donovan

Sandra Aglaia am 8. November 2011 um 13:30

Die beiden Bücher die wir derzeit von Gerard Donovan im Angebot haben, passen zur Jahreszeit wie die Faust aufs Auge.

Donovan  ist ein Schriftsteller aus Irland, der 1959 in Wexford geboren wurde. Nachdem er seine Kindheit und Jugend in Galway verbrachte studierte er Philosophie und Germanistik. Nach dem Abschluss seines Studiums zog er nach Deutschland wo er zunächst in einer Käsefabrik arbeitete und später an der Technischen Universität in Hannover beschäftigt war.  Zu Beginn der 1980er Jahre zog Donovan zurück nach Irland und studierte sieben Jahre lang klassische Gitarre. An der Johns Hopkins University in Baltimore legte er dann in den 1990er-Jahren den Master ab. Zu dieser Zeit begann er auch seine literarische Arbeit und veröffentlichte seine ersten Kurzgeschichten. Seitdem lehrt er selbst an einem College in Long Island und lebt in New York.

Für seine Bücher wurde Gerard Donovan bereits mehrfach ausgezeichnet, so wurde der Roman „Winter in Maine“ im Jahr 2008 von der Zeitung The Guardian zum „Buch des Jahres 2008“ gewählt.

Winter in Maine

Julius Winsome lebt zurückgezogen in einer Jagdhütte in den Wäldern von Maine. Der Winter steht vor der Tür und er ist mutterseelenallein. Doch zu seiner Beschäftigung hat er über dreitausend Bücher seines Vaters und zur Gesellschaft hat er seinen Hund Hobbes, einen treuen und verspielten Pitbullterrier. Eines Nachmittags, als er gerade vor dem Feuer sitzt und liest, hört er einen Schuss. Eigentlich nichts Besonderes, denn es ist gerade Jagdsaison. Dennoch wundert sich Winsome, weil der Schuss ganz in der Nähe seines Hauses gefallen ist. Als er vor die Tür geht, entdeckt er, dass Hobbes erschossen wurde - offenbar mit Absicht. Daraufhin fast Winsome einen eiskalten Entschluss…

Ein bitterkalter Nachmittag

Ein Nachmittag in einem Dorf irgendwo im winterlichen Europa: Ein Mann gräbt auf einem Feld ein großes Loch, ein anderer wacht über ihn. Der Schnee fällt, Soldaten marschieren vorbei, Lastwagen karren Dorfbewohner an den Waldrand. Während rings umher ein Bürgerkrieg tobt, beginnen die beiden Männer miteinander zu reden. Sie kennen sich, der Bewacher ist der Lehrer, der Mann in der Grube der Bäcker des Dorfes. Sie stehen auf verschiedenen Seiten in diesem nicht näher benannten Konflikt, und sie tasten sich aneinander heran, indem sie über den Menschen, die Zivilisation, die Geschichte des Krieges und über Gewalt reden. Philosophische Dispute, listige Spiegelgefechte, spielerische Anklagen vertreiben die Kälte und verkürzen die Zeit. Und doch muss die Grube gegraben werden, sie dient einem Zweck, der beiden nur allzu klar ist.

William Boyd und die Frage nach der Identität in der modernen Gesellschaft

Sandra Aglaia am 3. November 2011 um 00:46

In seinen Romanen thematisiert William Boyd häufig die Doppelbödigkeit unserer Existenz und wie labil unser Leben doch tatsächlich ist. Bereits kleine Zufälle können unsere Existenz grundlegend verändern, auch wenn wir uns diese Tatsache im Alltag keineswegs bewusst machen.
Der Schotte wurde in Ghana geboren und erlebte dort auch seine Kindheit. Im Alter von 9 bis 17 Jahren ging er auf eine Privatschule in Schottland, verbrachte aber dennoch die Ferien regelmäßig zusammen mit seinen Eltern in verschiedenen afrikanischen Ländern. Die Erfahrungen die er in Afrika machte, unter anderem auch in Nigeria, während des Biafrakrieges, beeinflussten sein schreiben enorm. Nach der Schule studierte er Französisch in Nizza, Philosophie und Englisch an der Universität Glasgow und am Jesus College in Oxford, wo er mit einer Arbeit über Shelley promovierte. In Oxford dozierte Boyd später selbst zeitgenössische Literatur am St.-Hilda-College. Zu dieser Zeit veröffentlichte er auch seinen ersten Roman Unser Mann in Afrika, der mit zwei wichtigen englischen Literaturpreisen geehrt wurde.

Unser Mann in Afrika
Morgan Leafy ist Botschaftssekretär Ihrer Majestät im westafrikanischen Kinjanja. Er soll die kulturelle Souveränität der ehemaligen Kolonialherren repräsentieren. Doch Morgan ist nicht gerade ein diplomatisches Naturtalent: Hoffnungslos verfängt er sich in den Fallstricken der korrupten Lokalpolitik. Die zarte Romanze mit Priscilla, der attraktiven Tochter seines Chefs, findet ein rasches Ende, und dann taucht auch noch eine Leiche auf, die Morgan partout nicht wieder loswird.

Einfache Gewitter
Von einer Sekunde auf die andere muss der angesehene Klimatologe Adam Kindred auf Durchreise in London untertauchen. Jeder Weg zu seinem früheren Leben ist versperrt. Kontakt zur Familie ist nicht möglich, Kreditkarte und Mobiltelefon sind außer Betrieb und das Hotelzimmer ist außer Reichweite. Nur Stunden zuvor hatte er in einem kleinen italienischen Restaurant in Chelsea Philip Wang kennengelernt, den Chef-Entwickler des Pharmakonzerns Calenture-Deutz. Als er ihn wenig später in seinem Apartment aufsucht, um einen vergessenen Ordner vorbeizubringen, findet er einen sterbenden Mann vor. In Panik flieht Adam, denn sämtliche Indizien sprechen gegen ihn. Er muss nun, wie tausend andere in Londoner Untergrund, im Verborgenen leben. Schnell hofft er, seine Unschuld zu beweisen, doch dabei ahnt er nicht, welchen Mächten er gegenübersteht.

Ruhelos
Was geschieht, wenn sich alles, was man über seine Mutter zu wissen glaubte, plötzlich als Trugbild erweist? In dem langen heißen Sommer 1976 erfährt Ruth Gilmartin die ganze Wahrheit über ihre Mutter Sally: Dass sie Eva Delektorskaja heißt. Dass sie eine russische Emigrantin ist. Dass sie im Krieg als Spionin gearbeitet hat. Und dass ihr Leben bedroht ist. Ans Telefon geht sie nur nach vereinbartem Klingelsignal und das Haus verlässt sie im Rollstuhl, obwohl sie laufen kann. Wie gut können wir einen Menschen kennen? Diese Frage stellt William Boyd in diesem gnadenlosen Spionagebestseller.

Spannende Krimis von Val McDermid

Sandra Aglaia am 13. Oktober 2011 um 10:00

Die Schottin Val McDermid versorgt ihre Leser mit spannenden Thrillern und Kriminalromanen.

Nachdem Val McDermid ihr Studium am St. Hildas College abschloss, war sie die erste Absolventin, die zuvor eine staatliche schottische Schule besuchte. Daraufhin arbeitete sie zunächst als Journalistin und erfolgreiche Bühnenautorin. Im Jahr 1987 erreichte sie mit ihrem Krimi „Die Reportage“ dann ihren ersten Romanerfolg.
McDermids bekannteste Figuren sind die lesbische Journalistin Lindsay Gordon und die Privatdetektivin Kate Brannigan. Eine dritte Romanreihe hat den Profiler Tony Hill und Detective Inspector Carol Jordan als Hauptakteure. In ihren fesselnden Romanen greift Val McDermid immer wieder das Thema Homosexualität auf und setzt sich darüber hinaus für die Gleichstellung Homosexueller ein.
Sie selbst lebt in einer homosexuellen Beziehung. Zusammen mit ihrer Lebensgefährtin und ihrem Sohn wohnt die heute 56 jährige in Nordengland.

Auf der Website von Val McDermid können Sie mehr über die Schriftstellerin und ihre Werke erfahren.

Skrupellos
Dies ist der dritte Roman um die Privatdetektivin Kate Brannigan und ihr aktueller Klient ist das Kreditinstitut eines Autoherstellers. Zusammen mit ihrem Freund Richard Barclay tritt Brannigan als Ehepaar auf, das bei einem verdächtigen Händler ein Auto kauft. Eigentlich ein harmloser Job, doch am Ende landet Richard im Gefängnis. Nun muss Kate nicht nur die Unschuld ihres Freundes beweisen, sondern sich auch noch um dessen kleinen Sohn kümmern. Auch in ihrem dritten Fall sticht Kate in ein Wespennest …

Luftgärten

Kate Brannigan ermittelt wieder: An mehreren Einfamilienhäusern verschwinden buchstäblich über Nacht die eben erst angebauten Wintergärten. Die abgebrühte Privatdetektivin hält den Fall für eine kleine Ermittlung und dennoch weckt der sonderbare Fall ihre Neugier. Schon bald stellt sich heraus, dass er gefährliche Dimensionen annimmt und Kate in Lebensgefahr bringt …

Nacht unter Tag
Das Verschwinden von Mick Prentice gibt Detective Inspector Karen Pirie Rätsel auf: Micks Tochter meldet ihn erst nach über zwanzig Jahren vermisst – doch aus der Familie des Bergarbeiters ist nicht viel herauszukriegen. Und auch bei dem steinreichen Sir Brodie, dessen Tochter damals zur selben Zeit zusammen mit ihrem Neugeborenen entführt wurde, stößt Karen auf eine Mauer des Schweigens. Allmählich kommt ihr der Verdacht, dass dies kein Zufall ist …

Die drei ???

Sandra Aglaia am 15. September 2011 um 19:13

Seit Generationen gehören die Geschichten der Drei ??? zum Standardrepertoire in jedem Kinderzimmer.  Die Geschichten handeln von den spannenden und manchmal auch gruseligen Abenteuern von Justus Jonas, dem ersten Detektiv und seinen zwei Mitstreitern Peter Shaw  und Bob Andrews .
Die Jugendbuchserie stammt ursprünglich aus den USA, wurde aber auch in Deutschland, vor allem als Hörspielreihe sehr erfolgreich umgesetzt. Die Serie wurde in den frühen 1960er Jahren vom Krimi-Autor Robert Author ins Leben gerufen, der davon überzeugt war aufgrund seiner Erfahrung im Krimi-Bereich spannendere Kinderkrimis schreiben, als andere Kinder- und  Jugendbuchautoren. In Anbetracht des Erfolges der Drei ??? behielt er damit wohl auch recht. Da  Robert den Drehbuchautor Alfred Hitchkock persönlich sehr gut kannte kam er auf die Idee seinen Namen  für die Kinderbuchserie zu verwenden, um Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Lange Zeit wurde deshalb irrtümlich angenommen, dass Hitchkock selbst der Autor der Drei ??? sei.
Viele weitere interessante Infos zu den Drei ??? finden Sie auf der offiziellen Website.
Die drei ??? und der Automarder
Absicht oder Täuschung? Zersplitterte Autofenster und eine gestohlene Goldmünze sind die einzige Spur eines Vandalen, der in Rocky Beach sein Unwesen treibt. Ratlos tappt die Polizei im Dunkeln, während die drei ??? eine Falle stellen. Sie müssen nur aufpassen, dass sie nicht selbst darin gefangen werden, denn der Gegner ist gefährlich. Es ist, als ob jemand ihre Gedanken lesen kann!?
Die drei ??? und der Phantomsee
Die nach langer Zeit wieder aufgetauchten Aufzeichnungen des Seemanns Angus Gunn müssen ein Geheimnis bergen. Doch welches? Das möchten nicht nur die drei ??? wissen. Immer mehr verdächtige Gestalten tauchen auf. Die vielen rätselhaften Hinweise scheinen zum Phantomsee zu führen, aber liegt dort die Lösung?
Die drei ??? und der gekaufte Spieler
Kaum zu fassen! Trainer Duggan bietet Peter das begehrte Stipendium am Shoremont College an. Die einzige Bedingung: Er soll in der dortigen Basketball-Mannschaft mitspielen. Das ist die Chance für den begeisterten Sportler. Wenig später findet er einen dicken Briefumschlag mit Hundert-Dollar-Scheinen in seinem Auto. Wie sich herausstellt, ist Peter nicht der einzige, der Bestechungsgelder erhält. Wer steckt dahinter? Die drei ??? übernehmen den Fall und zeigen vollen Einsatz. Um den Skandal der gekauften Spieler aufzudecken, wird Justus sogar zum Papagei ..