Klassische Musik von Richard Wagner

Sandra Aglaia am 9. Dezember 2010 um 12:38

Bekannt ist Richard Wagner als einer der berühmtesten und erfolgreichsten deutschen Komponisten. Seine Talente reichen jedoch noch viel weiter. Neben seinem Schaffen als Komponist und Dirigent, arbeitete Richard Wagner auch als Dramatiker, Schriftsteller und Theaterregisseur. Durch seine Musikdramen galt er in Europa als Reformator musikalischer Bühnenkunst. Bereits in jungen Jahren war er von der Idee beherrscht, Musik und Drama zu verknüpfen und in Anlehnung an die griechische Tradition der Tragödie eine neue Kunstrichtung zu begründen. Er initiierte grundlegende Veränderungen in der romantischen Musik und unterzog die theoretischen und praktischen Grundlagen der Oper einem essentiellen Wandel. Unter seinem Schaffen wurde die dramatische Handlung und die Musik auf der Bühne zu einem Gesamtkunstwerk. Er selbst verfasste zu seinen Opern  den Text, die Musik sowie Bühnen- und Regieanweisungen. Alle Teile der Oper waren untrennbar miteinander vereint.
Schon als junger Mann war Wagner von seiner Genialität überzeugt und behauptete von sich selbst: „In fünfzig Jahren werde ich der Beherrscher der musikalischen Welt sein.“ Mit dieser Prophezeiung sollte er recht behalten, obwohl er ein stark polarisierender Charakter war, sowohl künstlerisch als auch persönlich. Kaum jemand hat so uneingeschränkte und glühende Bewunderung, ja Verehrung und gleichzeitig so vehemente Ablehnung bis hin zu Hass hervorgerufen. Neben zahlreichen Sympathisanten – der berühmteste unter ihnen wohl König Ludwig der II, musste sich Wagner auch vielen Kritikern stellen.

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Mit dieser Edition werden Gesamtaufnahmen aller Opern von Richard Wagner veröffentlicht. Darunter auch die sehr selten aufgeführten Frühwerke: Die Feen, Das Liebesverbot und Rienzi. Die Edition besteht aus
historischen und neuen Gesamtaufnahmen inklusive berühmter Aufnahmen der Schallplattengeschichte.
Erwähnt sei nur die Aufnahme von Tristan und Isolde mit Ludwig Suthaus und Kirsten Flagstad in den Titelpartien unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler. Diese Aufnahme aus dem Jahre 1952 zählt immer noch zu den Glanzlichtern und gilt als Referenzaufnahme.

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Mit seinen Opern stellt Richard Wagner sogar die besten Tenöre, die tenore heroico vor schwierige Aufgaben. Deshalb ist es von großem Reiz, die Entwicklung des Wagner-Gesangs von den frühen Jahren Bayreuths unter der Leitung von Cosima Wagner über Siegfried und Winifred Wagner bis in die Nachkriegsära von Neu-Bayreuth unter den Wagner-Enkeln Wieland und Wolfgang anhand klingender Beispiele verfolgen zu können.

Zauberhafte Opern von Maria Callas

Sandra Aglaia am 30. November 2010 um 12:39

Obwohl sie nur eine vergleichsweise kurze Karriere hatte, gilt die Opersängerin Maria Callas bei vielen als die bedeutendste Sopranistin des italienischen Fachs.
Als Tochter griechischer Einwanderer wurde Maria Callas am 2. Dezember 1923 in New York geboren. Nach der Scheidung ihrer Eltern kehrte sie zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester zurück zu den griechischen Wurzeln der Familie, nach Athen. Dort studierte sie am Athener Konservatorium bei Maria Trivella und hatte im November 1938 im Alter von 15 Jahren ihren ersten Auftritt in der Cavalleria Rustica. Mit ihrem unglaublichen Stimmumfang brillierte Maria Callas in vielen Rollen. Im Jahr 1951 verzauberte sie ihr Publikum regelrecht mit ihrer Interpretation der Aida im Palast der schönen Künste in Mexiko-Stadt, als sie am Ende der Siegerszene im 2. Akt eigenmächtig von der Partitur abwich und sie mit einem glasklaren es beschloss. Zu ihren bekanntesten Interpretationen gehören Cherubinis Medea, die Violetta in Verdis La Traviata (1951 ff.) und Bellinis Norma (1948 ff.). Die Constanze aus der Entführung aus dem Serail ist die einzige von ihr präsentierte Mozart-Partie. Es liegt in ihrem Verdienst, dass die Opern von Belcanto, Rossini, Donizetti und Bellini wiederentdeckt und wiederbelebt wurden. Mit ihren Auftritten in Rossinis „Il turco in Italia“ und „Armida“, Donizettis „Anna Bolena“ und „Lucia di Lammermoor“ oder Bellinis „Norma“ und „Il Pirata“ gab sie den Stücken wieder neuen Glanz und brachte sie zurecht zurück auf die Bühne und in das Bewusstsein der Opernwelt.  Vielen ihrer Auftritte wurden aufgezeichnet und auf Schalplatte herausgegeben. Heute wurden die Stücke akustisch überarbeitet und sind auf CD erhältlich.

Maria Callas gilt bis heute als unerreichte „Primadonna assoluta“ des 20. Jahrhunderts.

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