Patricia Shaw: Die Chronistin Australiens

Sandra Aglaia am 22. März 2012 um 17:25

Erst im Alter von 52 Jahren entschied sich die Australierin Patricia Shaw dazu Bücher zu schreiben und so veröffentlichte sie im Jahr 1989 ihren ersten Roman Südland.  Bevor sie mit dem Schreiben von Romanen begonnen hatte arbeitete Patricia Shaw als Assistentin des Gouverneurs von Queensland und schrieb einige Reportagen und Kurzgeschichten und leitete ab 1983 die Abteilung für ‚Oral History’ in der Parlamentsbibliothek.
Die Romane von Patricia Shaw beschäftigen sich meist mit Familiensagen zur Zeit  der Besiedelung des australischen Hinterlandes, aus diesem Grund konnte Patricia Shaw den Titel ‚Die Chronistin Australiens’ für sich gewinnen. Für ihren Roman Wind des Südens erhielt die Australierin im Jahr 2004 den internationalen Buchpreis ‚Corine’.

Im Land der tausend Sonnen
Im Jahr 1874 macht sich Pastor Beitz mit einigen seiner Landsleute nach Australien auf, um dort ein neues Leben zu beginnen. Doch das erhoffte Paradies gleicht eher einem Dschungel. Als die Gemeinde nach anfänglichen Problemen aufblüht, wird sie plötzlich von einem Neuankömmling bedroht – und nur der eingeborene Seher Tibbaling durchschaut dessen Plan…

Im Tal der Mangobäume
Im Jahr 1878 entbrannt in Brisbane ein heftiger Streit um das Familienerbe zwischen drei ungleichen Brüdern. John, Paul und Duke erben eine Farm. Als Duke eine Hypothek aufnimmt, um das Land Mango Hill zu erwerben erhärten sich die Fronten zwischen den Brüdern. Außerdem eskalieren der Konflikt zwischen Aborigines und den weißen Siedlern. Ein weites Land, das Blutvergießen am Horizont aufsteigen lässt. Dieses Australien-Epos voller Gefahren, heimlicher Leidenschaften und falscher Versprechen verspricht ein mitreißendes Leseerlebnis.

Sterne im Sand
Als Austin Broderick in den Westen Australiens kommt, besitzt er nicht viel mehr als die Kleidung die er am Leib trägt. Mit harter Arbeit und einem eisernen Willen gelingt es ihm, sich eine Existenz aufzubauen. Dreißig Jahre später ist er der stolze Besitzer von Springfield, einer der größten Schaffarmen des Kontinents. Doch sein Erfolg hatte einen hohen Preis …

Martha Grimes schreibt klassisch britische Krimis

Sandra Aglaia am 1. März 2012 um 13:00

Für Martha Grimes ist es sicherlich eine Ehre, dass ihre Romane häufig mit denen von Agatha Christie verglichen werden. Ihre Werke werden der besten Krimi-Tradition zugeschrieben und damit gilt die Autorin als eine Meisterin des klassischen britischen Krimis.

Martha Grimes stammt aus Pittsburgh in Pennsylvania. Sie studierte an der University of Maryland Anglistik. Später unterrichtete Martha Grimes selbst kreatives Schreiben und Literatur als Professorin an der Johns-Hopkins-Universität und am Montgomery College in Tahoma Park, Maryland.
Martha Grimes begann ihr schriftstellerisches Schaffen zunächst mit Gedichten, bis sie 1981 ihren ersten Roman über Inspektor Jury veröffentlichte. Bis heute setzt sie die Romanreihe um den melancholischen Superintendent fort und im Laufe der Zeit entwickelten sich in der Inspektor Jury Reihe amüsante Nebengeschichten, die sich mit trockenem Humor rund um die Abenteuer des ganz normalen Lebens ranken. Alle Titel der englischen Originalfassungen der Inspektor Jury Reihe sind nach real existierenden Pubs benannt.

Karneval der Toten
Als Inspektor Jury an einem kühlen Märztag an den Ort eines Verbrechens in London gerufen wird, ist er fassungslos. Denn das Opfer, das durch einen heimtückischen Schuss in den Rücken getötet wurde, trägt ein geblümtes Kleidchen – und ist fünf Jahre alt. Der gebeutelte Inspektor hat in seiner Laufbahn schon einiges gesehen, doch die grausame Ermordung des kleinen Mädchens lässt ihn beinahe die Fassung verlieren. Eine erste Spur führt Jury nach Cornwall auf den stattlichen Landsitz Angel‘s Gate. Dort hatte sich kurz darauf in dem weitläufigen Park ein weiterer Mord ereignet. Ist die unbekannte Tote der Schlüssel zu der Ermordung des kleinen Mädchens?

Inspektor Jury kommt auf den Hund
Als Inspektor Jury eines Abends im Pub von einem äußerst redseligen Fremden angesprochen wird, will er eigentlich nur eines: In Ruhe ein Glas Wein trinken. Daraus wird jedoch nichts, denn die Geschichte, die dieser Mann namens Harry Johnson zu erzählen hat, zieht Jury sofort in ihren Bann. Johnson erzählt nämlich von seinem Freund Hugh Gault, dessen Frau, Kind und Hund ein Jahr zuvor auf mysteriöse Weise in der ländlichen Idylle Surreys verschwunden waren. Jury kann nicht anders und schaltet sich in die Ermittlungen ein. Keine Sekunde zu spät, wie sich herausstellt: Denn als Jury nicht nur mit Hugh Gault, sondern auch mit dessen tot geglaubter Ehefrau zusammentrifft, zählt er bereits eine Leiche zuviel und zwei Personen zu wenig im Umkreis von Harry Johnson …

All die schönen Toten
Superintendent Richard Jury von der Londoner Metropolitan Police ist wenig erbaut, als er zu einem Tatort gerufen wird, der eigentlich gar nicht in seinem Zuständigkeitsbereich liegt: In dem kleinen Städtchen Chesham wurde eine junge Frau in einem Designerkleid und mit erlesenen Jimmy-Choo-Sandalen an den Füßen ermordet aufgefunden. Die Frau wurde auf der Terrasse des Dorfpubs erschossen. Und es gibt keine Zeugen. Außer vielleicht der schwarzen Katze des gleichnamigen Pubs. Aber diese schweigt sich aus und verschwindet schließlich ganz. Ohne Zeugen, ohne konkrete Hinweise und ohne die Identität der Toten zu kennen, muss Jury sich allein auf sein feines Gespür verlassen. Vor allem als eine zweite junge Frau tot aufgefunden wird, auch sie exquisit gekleidet und beschuht, und es scheinbar keine Verbindung zum ersten Opfer gibt …

Kai Meyer – Der Meister des magischen Realismus

Sandra Aglaia am 14. Februar 2012 um 13:15

Der erfolgreiche Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist, Kai Meyer, wurde 1969 in Lübeck geboren. Nach seinem Abitur studierte  er zunächst einige Semester Film,  Theater und Philosophie, bevor er ein Volontariat bei einer Tageszeitung antrat. Nach seiner Ausbildung arbeitete Kai Meyer einige Jahre als Journalist und Filmkritiker. Nachdem er 1993 bereits seinen ersten Roman der Kreuzworträtsel-Mörder veröffentlicht hatte, beschloss er dann 1995 nachdem ihm mit seinem Roman Die Geisterseher der Durchbruch gelang, den Journalismus zu verlassen und als freier Schriftsteller tätig zu werden. Seitdem schrieb und veröffentlichte Meyer eine beachtliche Anzahl an international erfolgreichen Romanen und Serien, wie beispielsweise die Trilogie Doktor Faustus und Die Wellenläufer. Seine Romane werden in 27 Sprachen übersetzt und weltweit beträgt seine Auflage mehrere Millionen Exemplare.

Für seinen Roman Arkadien erwacht erhielt er beim “Leserpreis – die Besten Bücher 2009″ die Silbermedaille in der Kategorie Fantasy.
Kay Meyer gilt unter den Fantasy Autoren als ein Vertreter des „magischen Realismus“. In seinen Büchern verbindet er häufig historische Ereignisse und Personen mit fantastischen Elementen.

Arkadien erwacht
Schon bei ihrer Ankunft auf Sizilien fühlt sich Rosa, als wäre sie in einen alten Film geraten – der Chauffeur, der ihre zufällige Reisebekanntschaft Alessandro am Flughafen erwartet, der heruntergekommene Palazzo ihrer Tante und dann die Gerüchte um zwei Mafiaclans, die seit Generationen erbittert gegeneinander kämpfen: die Alcantaras und die Carnevares, Rosas und Alessandros Familien. Trotzdem trifft sich Rosa weiterhin mit Alessandro. Seine kühle Anmut, seine animalische Eleganz faszinieren und verunsichern sie gleichermaßen. Doch in Alessandro ruht ein unheimliches Erbe, das nicht menschlich ist …

Arkadien brennt
Menschen, die sich in Tiere verwandeln, Blutfehden zwischen Mafiaclans, die verbotene Liebe zu Alessandro: In Arkadien brennt setzt Kai Meyer die romantische, aber dennoch Gefährliche Liebesgeschichte zwischen Rosa und Alessandro fort.
Rosa braucht dringend Abstand zu den Ereignissen auf Sizilien. Auf den Spuren ihres alten Lebens reist sie zurück nach New York. Aber auch dort kommt sie nicht zur Ruhe. Die mächtigen Stellvertreter der amerikanischen Clans erwarten sie bereits. Dann stößt Rosa auf beunruhigende Details über ihre Vergangenheit. Und über ihren toten Vater. Aber warum spielt dabei immer wieder Alessandro eine Rolle? In Rosa keimt ein schrecklicher Verdacht …

Doris Lessing und ihre Romanreihe ‘Kinder der Gewalt’

Sandra Aglaia am 24. Januar 2012 um 14:00

Die britische Schriftstellerin Doris Lessing wurde am 22. Oktober 1919 als Doris May Tayler in Kermanschah im heutigen Iran geboren. Als Tochter eines britischen Kolonialoffiziers und einer Krankenschwester, erlebte Doris Lessing eine schwere und unglückliche Kindheit. Als Doris Lessing sechs Jahre alt war zog sie mit ihren Eltern nach in die britische Kolonie Südrhodesien, im heutigen Simbabwe. Dort besuchte sie eine katholische Klosterschule in der Hauptstadt Salisbury, brach die Schule jedoch mit 14 Jahren ab. In einigen ihrer Werke verarbeitete Doris Lessing ihre Kindheitserfahrungen. Viele Texte der Autorin handeln über das Leben in den britischen Kolonien Afrikas und verarbeiten voller Mitgefühl das inhaltsleeren Dasein vieler britischen Siedler und die trostlose Lage der einheimischen Bevölkerung.
Das literarische Schaffen von Doris Lessing kann in drei Phasen gegliedert werden. In den Jahren 1944 bis 1956 verarbeitete sie das kommunistische Thema, in dem sie radikale Gedanken über soziale Fragen stellt. Daraufhin schrieb sie bis zum Ende der 1960er Jahre Bücher in denen sie psychologische Themen verarbeitete und ab 1970 beschäftigte sie sich mit in dem fünfbändigen Science-Fiction-Romanzyklus Canopus im Argos mit der islamischen Mystik.
Im Jahr 2007 erhielt Doris Lessing den Nobelpreis für Literatur. Die Entscheidung des Komitees kam eher überraschen, da Doris Lessing nicht zu den Favoriten für den Preis zählte. Die Jury begründete ihre Entscheidung vor allem mit dem beeindruckenden Werk Das Goldene Notizbuch, das 1969 veröffentlicht wurde.
In ihrer Romanserie Kinder der Gewalt, die zwischen 1952 und 1969 entstand, thematisiert sie anhand der Protagonistin Martha Quest den Krieg als Symbol und Ausdruck von Gewalt. Geboren kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs durchlebt die Protagonistin den Zweiten Weltkrieg und stirbt schließlich im Chaos eines imaginären Dritten Weltkriegs um die Jahrtausendwende.

Martha Quest
Der erste Band der Romanfolge Kinder der Gewalt

Im ersten Band ihrer Reihe Kinder der Gewalt erzählt Doris Lessing von den stürmischen Jahren im Leben der jungen Martha Quest. Die intelligente und idealistische Titelheldin will sich den Konventionen in der britischen Kolonie in Rhodesien nicht länger beugen und verlässt die Farm ihrer Eltern im afrikanischen Busch, um in der Stadt ein unabhängiges, eigenes Leben zu führen.

Eine richtige Ehe
Der zweite Band der Romanfolge Kinder der Gewalt

Das Buch beschreibt die fünf entscheidenden Jahre der Marha Quest nachdem sie die Farm ihrer Eltern verlassen und geheiratet hat, die Geburt des Kindes, die alles verändernde Kriegseuphorie, die plötzliche, schwärmerische Hinwendung zu Russland und dem Kommunismus und das Zerbrechen schließlich das Zerbrechen ihrer Ehe.

Sturmzeichen
Der dritte Band der Romanfolge Kinder der Gewalt

Der Krieg der in Europa wütet, geht zwar seinem Ende entgegen, doch selbst im entlegenen Rhodesien hinterlässt er seine Spuren: Die einstmals fest gefügte Ordnung, die das Nebeneinander von Siedlern und Eingeborenen scheinbar reibungslos regelte, hat Risse bekommen. Neue Ideen, von den Soldaten aus dem Mutterland, von den im Exil lebenden Intellektuellen mitgebracht, erzeugen eine explosive Aufbruchstimmung.
Martha, ohnehin begeistert von der kommunistischen Idee, findet in dem veränderten politischen Klima und unter den neuen Freunden die Erfüllung, die sie sucht: Sie engagiert sich für das Ideal einer besseren Welt, für den reinen Kommunismus.

Landumschlossen
Der vierte Band der Romanfolge Kinder der Gewalt

Der zweite Weltkrieg ist beendet, doch das erleichterte Aufatmen, die erhoffte Wende findet nicht statt: Der Krieg hat zerschlagen was an Wertvorstellungen vorhanden gewesen war, und neues ist nicht in Sicht.  In diesem Roman erzählt Doris Lessing von Martha Quests Sehnsucht nach Rettung aus ihrem sinn- und ziellosen Leben auf der vom tosenden Meer umspülten Felseninsel.
Die einzige Hoffnung, die sie in sich hat, liegt in der Vorstellung einer Reise in die zweite Heimat, nach England, wohin sie etwas begleiten wird, das ihr die Pforten der Wahrheit öffnet: Aufzeichnungen des Thomas Stern, ihres ehemaligen Geliebten, der die Realität nicht ertrug und verrückt wurde.

Fantasy für Jugendliche von Marcus Sedgwick

Sandra Aglaia am 17. Januar 2012 um 14:00

Bevor sich Marcus Sedgwick auf das Schreiben seiner eigenen Bücher konzentrierte, hatte er sehr viel mit den Büchern anderer Autoren zu tun. Viele Jahre arbeitete er als Buchhändler und Verlagsdirektor für einen Kinderbuchverlag. Seit 1994 verfasst der Engländer selbst hauptsächlich Fantasy- und Gruselromane für Jugendliche. Für seinen ersten Jugendroman „Floodland“ erhielt er im Jahr 2001 den Branford Boase Award. Einige seiner Bücher hat er sogar selbst illustriert, Marcus Sedgwick ist nämlich ein vielseitiges Talent, er ist nicht nur ein begabter Schriftsteller, sondern zählt zu seinen größten Hobbys auch das Anfertigen von Holzschnitten und das Gitarrenspiel in einer Abba-Cover-Band. So kennt die vielseitige Kreativität von Marcus Sedgwick keine Grenzen.
Geboren wurde der Engländer 1968 in Kent, heute lebt er in einem kleinen Dorf in der Nähe von Cambridge und verbringt viel Zeit in den Schweizer Alpen.

Der Todeskuss
Als Marko einen rätselhaften Brief erhält, der ihm berichtet, sein Vater sei in Venedig in allergrößter Gefahr, macht er sich auf die Reise dorthin. Er trifft auf Sorrel, deren Vater einem unerklärlichen Wahnsinn verfallen ist und nur von Markos Vater geheilt werden kann. Sie machen sich auf eine gefährliche Suche, die sie beinahe das Leben kosten wird, und geraten an einen merkwürdigen alten Mann mit anscheinend übermenschlichen Kräften. Von ihm erfahren sie, welch bedrohlichem Feind sie gegenüberstehen: Die Schattenkönigin hat begonnen, ihre Armee von Vampiren zu versammeln und Markos Vater zu vernichten, um die Herrschaft über die Stadt zu erlangen.

Rot wie Blut – Weiß wie Schnee
Russland, schon allein das Wort übt auf den jungen Arthur Ransome eine ungeheure Faszination aus. Also macht er sich auf den Weg dorthin und erlebt hautnah die Bolschewiki, die Ermordung der Romanows und die Geburtsstunde der Sowjetrepublik. In diesem ganzen Durcheinander verliebt Arthur sich in Evgenia, die Sekretärin eines mächtigen Politikers. In einer Atmosphäre, in der jeder jedem misstraut, finden die beiden Menschen, die sich ganz und gar vertrauen, einen Weg zur gemeinsamen Flucht. Haben etwa die Juwelen, die in Trotzkis Arbeitszimmer verwahrt wurden und für den revolutionären Kampf im Westen eingesetzt werden sollten, bei der Ausreise geholfen?

Der Gesang der Klinge
Ein neuer Vampirroman von Marcus Sedgwick: Als Peter mit seinem wortkargen Vater Tomas in den Ort Chust zieht, ahnt er nicht, dass furchterregende Ereignisse bevorstehen. Warum hackt sein Vater einen Graben in den gefrorenen Boden, so dass ihre Hütte von fließendem Wasser umgeben ist und eine kleine Insel bildet? Und warum schleppt er eine abgenutzte Holzkiste überallhin, deren geheimnisvollen Inhalt Peter nicht sehen darf?

Ulf Schiewe – Historisches im Detail

Sandra Aglaia am 3. September 2011 um 11:00

Ulf Schiewe hat sich als Autor historischer Romane einen Namen gemacht. Seine Romane  spielen im provenzialischen Mittelalter und handeln von Menschen, die in unruhigen Zeiten mit Machtgier, Kriegen und dem Aberglauben vieler Menschen zu kämpfen hatten.

Ulf Schiewe wurde im Jahr 1947 in Niedersachsen geboren. Schon in seiner Kindheit war Ulf Schiewe ein begeisterter Leser und so wuchs in ihm der stille Wunsch selbst einmal einen historischen Roman zu schreiben, sein eigentlicher Traum war es jedoch Künstler zu werden. Schließlich wandte er sich jedoch der Technik zu und wurde Software-Entwickler. Da er hauptsächlich für internationale Unternehmen arbeitete, lebte Ulf Schiewe lange Zeit unter anderem in der Schweiz, Frankreich, Schweden, Belgien und Brasilien. Heute  wohnt Schiewe zusammen mit seiner Frau in München.

Seinen Traum, einen historischen Roman zu veröffentlichen verwirklichte er im Jahr 2009 mit Der Bastard von Tolosa, im Jahr 2011 folgte schließlich sein zweiter historischer Roman “Die Comtessa”. Dabei legt er besonders großen Wert auf eine authentische Darstellung historischer Gegebenheiten. Ulf Schiewe beschreibt die Wirkung guter historischer Romane wie folgt: „Sie sollen, wie alle guten Romane, Gefühle erwecken, das ewig menschliche Drama in Szene setzen, den Leser fesseln und zum Nachdenken bringen – vielleicht gelegentlich sogar den Bogen zu unserer Zeit schlagen.“

Besuchen Sie die Internetprräsenz des Autors um mehr über Ulf Schiewe und seine Bücher zu erfahren.

Mit Der Bastard von Tolosa hat Ulf Schiewe einen beeindruckenden Debütroman geschrieben, der erstaunlich gut recherchiert und realitätsnah wirkt und mit einem Umfang von 900 Seiten durchaus Eindruck hinterlässt.
Der Roman handelt von Jaufré Montalban, einem jungen Edelmann, der aus Trotz seine Familie verlässt, die ihn unter Zwang verheiratet hatte. So kommt es, dass Jaufré ausreisst und wie Tausende „Soldaten Christi“ dem Aufruf des Papstes folgt, Jerusalem von den Ungläubigen zu befreien. Erst nachdem er  mit seinen Gefolgsleuten viele grausame Schlachten gekämpft hat, tauchen in ihm erste Zweifel an der Gerechtigkeit dieses Krieges auf. Er erkennt die sinnentleerte Brutalität dieser Kreuzzüge und muss den unnötigen Tod vieler Freunde und Kameraden tatenlos hinnehemen. Als seine Geliebte brutal niedergemetzelt wird, beschließt er, sich auf seine Burg nahe dem heutigen Toulouse zurückziehen. Doch dort erwartet ihn seine Gattin, die er nur unter Zwang geheiratet hatte – und eine tödliche Intrige um das Rätsel seiner Herkunft…

Bernard Cornwell schreibt spannende Romane über längstvergangene Zeiten

Sandra Aglaia am 4. August 2011 um 10:30

Der Autor Bernard Cornwell fesselt mit jedem seiner Romane ein großes Publikum begeisterter Leser immer wieder aufs Neue.

Bernard Cornwell wurde während des zweiten Weltkrieges im Jahre 1944 in London geboren. Sein Vater war ein kanadischer Flieger und seine Mutter war Mitglied der Women’s Auxiliary Airforce. So kam es, dass Bernard zur Adoption freigegeben wurde und bei einer Familie christlicher Fundamentalisten in Essex aufwuchs. Nachdem er als Erwachsener die Familie verließ legte er den Namen der Familie wieder ab und nahm den Namen Cornwell, Geburtsnamen seiner Mutter, wieder an. Es war geradezu eine Flucht vor dieser Familie, die ihn an die University of London trieb, wo er Geschichte studierte. Er arbeitete kurzzeitig als Lehrer und ging daraufhin zur BBC. Über zehn Jahre arbeitete Cornwell für das Fernsehen. Doch als er seine zukünftige Ehefrau, eine Amerikanerin mit dem Namen Judy kennenlernte, plante er schnell die Auswanderung in die USA. Dort verweigerte man Cornwell jedoch die Arbeitserlaubnis und so widmete er sich einer Tätigkeit für die man keine Genehmigung brauchte: dem Schreiben von Romanen. Mit den Romanen über Richarde Sharpe gelang Bernard Cornwell schließlich der schriftstellerische Durchbruch. Über zwanzig Bände zählt diese Romanreihe inzwischen und zudem hat Cornwell noch weitere Romanserien, wie die Artus-Chronik, und einzelne Romane verfasst und erfolgreich veröffentlicht.

Das Zeichen des Sieges
England, 1415: Nicholas Hook, Sohn eines Schäfers, gilt als Nichtsnutz. Doch als Schütze ist er unübertroffen, und so nehmen ihn die Langbogenschützen König Henrys V. auf. Nick zieht mit ihnen gegen die Franzosen. Als in Frankreichs Norden schließlich eine Handvoll Engländer einer Armee hochgerüsteter französischer Ritter gegenübersteht, scheint die Lage aussichtslos. Doch dann lassen Nick und seine Kameraden ihre Pfeile auf den Feind regnen. Die Legende von Azincourt ist geboren …

Der Schattenfürst. Die Artus-Chroniken (Band 2)
Mit dem “Schattenfürst” erscheint der zweite Band von Bernard Cornwells Artus-Trilogie. Nach der großen schrecklichen Schlacht von Lugg Vale hat Arthur endlich die zerstrittenen Stämme Britanniens geeint. Die Erfüllung seines großen Traums von Gerechtigkeit und Ordnung scheint greifbar nahe. Aber etwas hat der charismatische Kriegsherr über seinen kühnen Visionen vergessen – die alten Götter. Nur einer erinnert sich noch an ihre grausame Machtausübung – Merlin, der Druide, der Schattenfürst.

Arthurs letzter Schwur. Die Artus-Chroniken (Band 3)
Im letzten Band der Artus-Reihe neigt sich die Friedensherrschaft Arthurs langsam dem Ende zu und es droht der Untergang der keltischen Reiche.Um die feindlichen Heere abwehren zu können, fordert die Priesterin Nimue ein hohes Opfer. Aber Arthur weigert sich, seinen eigenen Sohn hinzugeben. Mit Merlins Hilfe gelingt ihm das Unmögliche, der Sieg über die Sachsen. Doch längst schwelt die Glut im eigenen Land: Mordred, der Krüppelkönig, hasst seinen Vormund seit langem. Und in der Nacht, in der die Toten auf Erden wandeln, macht sich Nimue daran, mit Feuer und mit Blut die alten Götter wieder einzusetzen.

Die Galgenfrist
London, 1817: Der Porträtmaler Charles Corday ist zum Tode verurteilt und soll erhängt werden. Nun wird Rider Sandman beauftragt das Gnadengesuch des jungen Malers zu untersuchen und schon bald findet er heraus, dass die Beweise gefälscht worden waren. Sieben Tage bleiben Sandman um den unschuldig Verurteilten vor dem Tod zu retten, doch aus den höchsaten Kreisen der gesellschaft kommt bald heftiger Widerstand. Unter Einsatz seines Lebens sucht Sandman nach dem wahren Täter…

Die Outlander-Saga von Diana Gabaldon

Sandra Aglaia am 19. Juli 2011 um 10:00

Bereits mit ihrem ersten Roman Outlander, ins deutsche übersetzt mit dem Titel Feuer und Stein, gelang der amerikanischen Schriftstellerin Diana Gabaldon der Welterfolg.

Nach der Highschool studierte Diana Gabaldon Tiefseebiologie, Ökologie und Zoologie. Nach Abschluss ihres Studiums arbeitete sie als Honorarprofessorin an der Northern Arizona University. Ihren Debütroman veröffentlichte sie 1991. Im Jahre 1995 erschien Feuer und Stein auch in Deutschland. Weltweit schaffte Diana Gabaldon mit dieser Romanreihe den Durchbruch auf die Bestsellerlisten. Die Bücher dieser Reihe lassen sich nur schwerlich einem einzelnen Genre zuordnen, da sie historische und romantische Elemente mit Charakteristika des Kriminalromans und des Science Fiction verbinden.

Weitere Infoirmationen zur Autorin erhalten Sie auf der Website von Diana Gabaldon und auf der Seite des Blanvalet Verlages.

Feuer und Stein
Die Engländerin Claire betritt im Jahr 1945 ein Steinkreis in Schottland und macht einen Zeitsprung ins Jahr 1743. Das Land ist gebeutelt von den Auseinandersetzungen mit dem anglikanischen England. Im Schottland des 18. Jahrhunderts lernt Claire den Highlander Jamie Fraser kennen verliebt sich in ihn. Die beiden verbindet eine Liebe, wildromantisch und stärker als Zeit und Raum. Mit Feuer und Stein schafft Diana Gabaldon den Anfang einer einzigartigen Erfolgsgeschichte.

Die geliehene Zeit
Im zweiten Band der „Outlander“-Reihe kehrt Claire im Jahr 1968, also zwanzig Jahre nach ihrem Zeitsprung, zurück nach Schottland. Zusammen mit ihrer Tochter besucht sie auf einen alten Friedhof in den schottischen Highlands Jamie Frasers Grab.  Zusammen mit Jamie hatte sie, vor ihrer Rückkehr in die Gegenwart 1948 versucht, den Aufstand Prinz Karl Eduard Stuart von Schottland zu verhindern. Schließlich wusste Claire aus der Zukunft, in welcher furchtbaren Niederlage die Schlacht bei Culloden enden würde…

Das flammende Kreuz
North Carolina, 1770. In den Kolonien der Neuen Welt gärt es. Die Kluft zwischen den reichen Aristokraten Amerikas und der wachsenden Zahl von Siedlern, die ums nackte Überleben kämpfen, wird immer unerträglicher. Auch Jamie Frasers Traum von einer neuen Heimat ist bedroht. Denn Claire Randall, die Frau des 20. Jahrhunderts, kennt die Zukunft und weiß, dass der bittere Krieg um die Unabhängigkeit heraufzieht. Und ihre und Jamies Liebe auf die härteste Probe ihres Lebens stellen wird…

Ein Hauch von Schnee und Asche
Im Jahr 1772 häufen sich in Amerika die Anzeichen für eine Revolution. In Boston wird der Tee knapp, und im dünn besiedelten North Carolina gehen abgelegene Blockhäuser in Flammen auf. Doch nur Jamie Fraser weiß die Signale zu deuten – dank der Frau an seiner Seite: Claire Randall, einer Zeitreisenden aus dem 20. Jahrhundert.

Die Sünde der Brüder
Ein Lord-John-Roman
Man schreibt das Jahr 1758, und Lord John Grey, der den Lesern der „Outlander-Romane“ als treuer Freund von Jamie Fraser bekannt ist, und sein älterer Bruder Hal erwarten einen Gast zum Essen: General George Stanley, der ihre verwitwete Mutter heiraten will. Zur Überraschung aller bringt der General einen weiteren Gast mit ihren zukünftigen Stiefbruder Percy Wainwright. Lord John ist wie vom Donner gerührt, denn er ist Percy schon einmal begegnet im »Lavender House«, einem sehr privaten Club für Herren, die die intime Gesellschaft anderer Gentlemen bevorzugen. Doch schon bald sieht sich John jedoch mit einem ganz anderen Konflikt konfrontiert. Mitten in den Wirren des Siebenjährigen Krieges kommt das Geheimnis um den Tod seines Vaters ans Licht, und die Gespenster der Vergangenheit stellen ihn auf die Probe.

Fantastisches und viktorianisches von Gordon Dahlquist

Sandra Aglaia am 26. Mai 2011 um 11:41

Der amerikanische Schriftsteller Gordon Dahlquist wurde eigentlich als Bühnenautor und Dramaturg kleinerer Theaterstücke tätig, doch mit seinem Debüt-Roman „Die Glasbücher der Traumfresser“, eine Mischung aus Kriminalroman, Fantasy und Gothic Novel im viktorianischen England, landete er international einen großen Erfolg. Gordon Dahlquist, der nach seiner Ausbildung am Reed College an der Columbia University in New York Dramaturgie studierte, wirkt mit seinem ergrauten Schnauzbart und seiner Rahmenlosen Brille wirkt er selbst wie ein Relikt aus dem viktorianischen Zeitalter.

Sein Erstlingswerk Die Glasbücher der Traumfresser wurde in den USA unmittelbar zum Bestseller und der Verlag Bantam war von dem Werk so angetan, dass es Dahlquist zwei Millionen Dollar zahlte, um sich die Rechte an dem Roman und seiner Fortsetzung zu sichern. Das Werk erinnert an eine Mischung aus Jules Verne und Edgar Ellan Poe und verschmilzt beides in ein rückwärtsgewandtes Abenteuer, eine Tour de Force durch das viktorianische England. Eine sitzengelassene junge Lady, ein professioneller Killer und der Leibarzt eines mecklenburgischen Prinzen entdecken in einem alten Herrenhaus erotische und haarsträubende Geheimnisse.  Temple, Doktor Svenson und der sogenannte Kardinal, kommen der Verschwörung der „Traumfresser“ auf die Spur, die mittels blauer Glasbücher Erinnerungen und Gefühle andere festhalten und so versuchen die Weltherrschaft an sich zu reissen. Die Abeteurer riskieren ihr Leben, ihre Ehre und ihre Tugend, um die Welt vor den Gefahren einer alchemistischen Maschine und einer teuflischen Verschwörung zu retten.

Zwei Jahre nach seinem Debüt setzte Gordon Dahlquist seine Tour de Force fort und erzählte in Das Dunkelbuch die Geschichte von Celeste Temple, der nach der Bruchlandung mit einem Luftschiff in einer trostlosen Fischerhütte erwacht. Sie ist unversehrt, jedoch angefüllt mit den Erinnerungen tausend anderer Menschen. Erinnerungen an indigo-blauen Lehm und an ein diabolisches Buch aus Glas. Noch immer lauern überall Gefahren auf Celeste und ihre wagemutigen Gefährten, denn wer das blaue Glas jagt, spielt ebenso mit dem Feuer, wie die, die es besitzen.

Spannend und ausgesprochen unterhaltsam setzt Gordon Dahlquist hier seine Reihe fort und schafft es mit der Vereinigung aus Fantastischem und Thriller, vor dem Auge des Kunden einen farbenprächtigen Film ablaufen zu lassen.

Uwe Timm

Sandra Aglaia am 27. April 2011 um 10:52

Der deutsche Schriftsteller Uwe Timm lässt sich in seinen Romanen häufig von der eigenen Gesellschaft inspirieren. So behandelt sein Roman Kerbels Flucht aus dem Jahr 1980 beispielsweise das Leben eines Münchner Studenten und Taxifahrers, der an seiner Gesellschaft zerbricht und in Rot aus dem Jahr 2001 lässt Uwe Timm 30 Jahre jüngster deutscher Geschichte Revue passieren.
Uwe Timm wurde 1940 in Hamburg geboren und stand als Nachzügler während seiner Kindheit häufig im Schatten seines 16 Jahre älteren Bruders. Schon als kleiner Junge lauschte er gespannt den Geschichten seines Großvaters, der als ehemaliger Kapitän einiges an Seemannsgarn auf Lager hatte. Als Schuljunge schrieb Uwe Timm bereits die ersten eigenen Geschichten und schon bald nach seinen Studien der Philosophie und Germanistik sowie der Soziologie und der Volkswirtschaftslehre, setzte er im Jahr 1974 mit Heißer Sommer ein literarisches Denkmal. Als Student erlebte Uwe Timm die Studentenrevolte selbst mit. Er gilt bis heute zu den bedeutendsten Vertretern der 68-er Generation.

Auf der Suche nach dem Besonderen im Alltäglichen verwendet Uwe Timm für seine Romane neben allgemeinen gesellschaftspolitischen Betrachtungen häufig auch  reale Anhaltspunkte, wie seinen eigenen Kindheitserinnerungen.

Halbschatten
Uwe Timms Roman Halbschatten ist das berührende Oratorium auf eine junge Fliegerin  namens Marga von Etzdorf. Im Mai 1933, im Alter von 25 Jahren erleidet die Langstreckenfliegerin eine Bruchlandung in Syrien und erschießt sich. Ihr Grab liegt auf dem Berliner Invalidenfriedhof. Was hat sie hier, zwischen den Toten der preußischen Militärgeschichte, NS-Größen und zivilen Opfern der letzten Kriegstage, zu suchen? Gibt es eine Erklärung für ihren gewaltsamen Tod? Plötzlich beginnen die Stimmen der Toten zum Erzähler zu sprechen, unter ihnen auch ein junger Kampfflieger namens Christian von Dahlem, der Marga von Etzdorf auf einem ihrer Flüge begegnet ist und mit ihr eine seltsame aber zauberhafte Nacht verbracht hat…

Das Abendessen
Aus scheinbar gewöhnlichen Alltagssituationen heraus erzählt Uwe Timm in seinen beiden Kurzgeschichten Das Abendessen und Nicht morgen, nicht gestern von überraschenden Wendungen im Leben seiner Protagonisten. Mit seiner vollendeten Erzählkunst lässt er kleine Kunstwerke entstehen, die gleichzeitig schön und traurig, ernst und komisch sind.