Die Frankfurter Buchmesse 2011: Ein voller Erfolg für Island

Sandra Aglaia am 18. Oktober 2011 um 13:27

Zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse verzeichnen die Veranstalter auch in diesem Jahr wieder eine positive Bilanz.

Veranstalter, Verlage und natürlich auch die Besucher der  Frankfurter Buchmesse zeigen sich mit dem Ablauf und der Bilanz der diesjährigen Messe vollends zufrieden. Vertreter des Gastlandes Island sind begeistert von dem hohen Interesse der Besucher am diesjährigen Ehrengast. Gastland-Koordinator Halldór Gudmundsson berichtete von einer “überwältigenden und fast schon euphorischen Resonanz” auf den Auftritt des Ehrengastes Islands.
Insgesamt über 280.000 Besucher kamen in diesem Jahr in die Messehallen Frankfurts um sich über die neuesten Entwicklungen in der Buchbranche zu informieren. Diese Zahl entspricht ungefähr der Besucherzahl des Vorjahres, darüber freuen sich natürlich Aussteller wie Veranstalter.
In diesem Jahr widmete sich die  Frankfurter Buchmesse vor allem auch den modernen Entwicklungen innerhalb der Buchbranche, so sind erstmals auch Themenbereiche wie Film und moderne Medien und Computerspiele auf der weltweit größten Buchmesse angekommen. Der Chef der Frankfurter Buchmesse Juergen Boos erklärt diese Entwicklung wie folgt: „Wir erleben die Stunde der Start-ups – die Buchbranche ist in Aufbruchstimmung”

Insgesamt haben sich auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse mit 7384 Anbieter aus 106 Ländern – etwas weniger Aussteller präsentiert als im Jahr 2010, dennoch ist man erfreut über das stabile Besucherinteresse. Wie die Veranstalter der Messe erklären, was an Einzelausstellern bei Verlagen verloren gehe, werde inzwischen bei digitalen Dienstleistern wieder reingeholt.

Zum Abschluss der Messe wurde dann bekannt gegeben, dass im nächsten Jahr  Neuseeland das Ehrengastland der Frankfurter Buchmesse sein wird.

Vorbereitungen zur Frankfurter Buchmesse

Sandra Aglaia am 7. Oktober 2011 um 22:43

Die Vorbereitungen zur Frankfurter Buchmesse sind kurz vor der Eröffnung freilich in vollem Gange. In diesem Jahr überrascht die Buchmesse mit einem Leitmotiv, dass bei vielen zunächst für Verwunderung sorgte. Die Buchmesse steht vom 12. Oktober bis zum 16. Oktober 2011 unter dem Motto „Neues denken“. Der Messeleiter Juergen Boos erklärt jedoch, dass dieses Leitmotiv bereits seit Jahren das Team der Frankfurter Buchmesse begleitet, denn die Messe erfindet sich jedes Jahr neu. Doch da man mit der Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr ein neues  Level erreiche, soll das auch deutlich markiert werden. In diesem Jahr sollen auf der Frankfurter Buchmesse neue Trends und Technologien, ebenso wie deren Auswirkungen auf die Märkte erschlossen werden. In diesem Jahr werden 7400 Aussteller erwartet, die diese Medien und Inhalte und repräsentieren.
Island wurde für das Jahr 2011 als Gastland der Frankfurter Buchmesse gewählt.  Unter dem Motto „sagenhaftes Island“  stellt die Frankfurter Buchmesse die Kultur und Literatur Islands in den Mittelpunkt der Messe. Zahlreiche Autorenlesungen, Ausstellungen und ein Rahmenprogramm um Film, Musik und Neuerscheinungen werden von 11. Bis 16. Oktober den Ehrengast repräsentieren.

Für Einblicke in das Programm und weitere Informationen über den Ehrengast Island besuchen Sie die Website der Frankfurter Buchmesse.

Am 15. und 16. Oktober finden auf der Frankfurter Buchmesse die Publikumstage für Privatbesucher statt, nur die ersten drei Tage der Buchmesse sind ausschließlich Fachbesuchern vorbehalten. Als Privatbesucher auf der Frankfurter Buchmesse können Sie nächstes Wochenende bei zahlreichen Veranstaltungen und Lesungen Autoren und Prominente hautnah erleben.

Für weitere Informationen zu Öffnungzeiten und Preisen besuchen Sie die Seiten der Frankfurter Buchmesse im Internet.

Frankfurter Buchmesse 2010 – „Überaus erfolgreich und lebendig“

Sandra Aglaia am 14. Oktober 2010 um 14:53

Die Veranstalter und Verleger schließen die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr mit einem durchweg positiven Fazit ab. Besonders gegen Ende der fünftägigen Messe freuten sich die Beteiligten über viele internationale Vertragsabschlüsse und einen regen Handel mit Rechten und Lizenzen. “Wir hatten einen regelrechten Energieschub auf dieser Frankfurter Buchmesse” erklärte der Direktor der Frankfurter Buchmesse, Jürgen Boos, am abschließenden Messetag. “Das Geschäft mit den Inhalten – ob als klassisches Buch oder digital – hat dieses Jahr noch einmal zugelegt, und unsere Besucher zeigten sich auch dieses Jahr begeistert über das enorme Geschäftspotenzial in derart konzentrierter Form und auf internationalem Niveau.“ Vor allem Aussteller aus USA und England bezeichneten die diesjährige Buchmesse als die beste und erfolgreichste seit Jahren. Nach den Krisenjahren 2008 und 2009 blicken auch die Verleger aus dem angloamerikanischen Raum wieder positiv in die Zukunft.
In diesem Jahr durfte sich die Frankfurter Buchmesse 7539 Einzelaussteller aus 111 Ländern freuen und begrüßte an fünf Messetagen 290.469 Besucher auf über 170.000 Quadratmetern. Mit 309.000 ausgestellten Titeln, darunter 102.867 Neuerscheinungen, liegt die Anzahl in diesem Jahr knapp unter dem Vorjahreswert. Die Auftritte und Lesungen nationaler und internationaler Autoren und Schriftsteller, wie Ken Follet, Jonathan Franzen und Bret Easton Ellis, ebenso wie die Auftritte von David Grossmann, Thilo Sarrazin und Helmut Kohl, zogen die Menschenmassen regelrecht an.
Der Ehrengast Argentinien zeigte sich mit seinem Auftritt auf der Frankfurter Buchmesse rundum zufrieden. Auf über 300 Veranstaltungen wurde das lateinamerikanische Land präsentiert und über 70 argentinische Autoren und über 100 Verlage gaben sich zum Besten. Der Buchmesse-Direktor Boos  erklärte erfreut: “Argentinien hat uns alle mit seiner Emotionalität mitgerissen und die Messe sehr erfolgreich geprägt.“
Insgesamt wurde die Frankfurter Buchmesse 2010 als „überaus erfolgreich und lebendig“ beurteilt. Im kommenden Jahr findet die Frankfurter Buchmesse vom 12. bis 16. Oktober 2011 statt. Als Ehrengast darf sich dann Island präsentieren.

Frankfurter Buchmesse – Lieblingsautoren hautnah erleben

Sandra Aglaia am 4. Oktober 2010 um 11:40

Die Frankfurter Buchmesse gibt ihren Besuchern die Möglichkeit ihre Lieblingsautoren so nah wie sonst nur selten zu erleben.

In diesem Jahr versammelt sich die Buchbranche vom 6. Oktober bis zum 10. Oktober  zur Frankfurter Buchmesse. Die Messe erwartet auch  in diesem Jahr wieder über 7000 Fachaussteller und bis zu 300.000 Besucher. Messebesucher haben auch in diesem Jahr wieder die Chance einigen prominenten Gesichtern zu begegnen. Der Bestsellerautor Ken Follett wird beispielsweise eine multimediale Lesung aus seinem Roman „Die Säulen der Erde“ präsentieren. In dieser multimedialen Version des Bestsellers spielen nicht nur Text, sondern auch Audio und Video eine große Rolle, so wird während dem Lesen ein digitaler Charakterbaum erstellt, der dem Leser hilft sich bei der Konstellation der Charaktere zu orientieren.

Viele weitere berühmte Schriftsteller wie Frank Schätzing, Axel Hacke, Bret Easton Ellis und Martin Suter, bekannt durch seine Romane Lila, Lila und Ein perfekter Freund, werden sich und ihre Werke auf der Frankfurter Buchmesse in Gesprächen, Lesungen und Diskussionen präsentieren. Die Frankfurter Buchmesse ist für Fans und Lesebegeisterte eine einmalige Gelegenheit einen Eindruck in die Arbeit eines Autors zu erhalten, Hintergründe zu erfahren und vielleicht sogar in einer Signierstunde ein Autogramm des Lieblingsautors oder der Lieblingsautorin zu erhalten.

An den Fachbesuchertagen und am Samstag ist die Messe von 9.00 bis 18.30 Uhr geöffnet und am Sonntag von 9.00 bis 17.30 Uhr. Privatbesucher erhalten für 14 Euro Eintritt auf die Frankfurter Buchmesse. Fachbesucher zahlen für eine Tageskarte im Vorverkauf 28 Euro und 34 Euro bei Kauf vor Veranstaltungsbeginn.

Argentinien zu Gast in Frankfurt

Sandra Aglaia am 3. Mai 2010 um 10:54

Am 17. April, auf der derzeit laufenden Buchmesse in Buenos Aires, wurde Argentinien als Gastland auf der Frankfurter Buchmesse 2010 besiegelt. Das lateinamerikanische Land hatte sich selbst als Ehrengast für die weltweit größte Buchmesse in der Mainmetropole beworben, nicht zuletzt weil das Jahr 2010 für Argentinien als Staat aber auch als Kultur große Bedeutung hat. Im Jahre 1810 erklärte die spanische Kolonie ihre Unabhängigkeit, konnte sie jedoch erst sechs Jahre später in einem Befreiungskrieg tatsächlich durchsetzen.
Der argentinische Buchmarkt freut sich derzeit über eine Erholung nach der argentinischen Wirtschaftskrise im Jahr 2002. Damals stand es schlecht um den Literaturmarkt und seine Verlagshäuser. Mittlerweile freut man sich über Zuwächse: Im Jahr 2008 gab es insgesamt 19.414 literarische Neuerscheinungen in Argentinien, das sind zwar rund 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr, jedoch ist die Gesamtproduktion mit 81,8 Millionen Exemplaren deutlich gestiegen. Innerhalb der letzten sechs Jahre wurde ein Wachstum von 42 Prozent verzeichnet. Nach der Überwindung der regionalen Krise konnte man vor allem durch den Export der hochwertigen argentinischen Literatur Ruhm und Profit auf der ganzen Welt verwirklichen. Obwohl die argentinische Literatur- und Buchbranche die Auswirkungen der gerüttelten Weltwirtschaft spürt, verfallen Verlage nicht in Panik, denn Krisen ist man in Argentinien gewohnt.
Nach den Ländern Mexiko im Jahr 1992 und Brasilien 1994, ist Argentinien das dritte südamerikanische Gastland auf der Frankfurter Buchmesse. Seit 1976 hat die anerkannte deutsche Buchmesse insgesamt 22 Nationen als Ehrengäste geladen. In diesem Jahr folgt Argentinien den Ländern Türkei, Gastland im Jahr  2008 und China, Ehrengast im vergangenen Jahr.
Juergen Boos, der Manager der Frankfurter Buchmesse, wies während der Verkündung auf die lange und große literarische Tradition des diesjährigen Gastlandes hin. Der weltberühmte Schriftsteller Jorge Luis Borges beispielsweise, wurde unter anderem mit Erzählungen wie der „Universalgeschichte der Niedertracht“ und  „Fiktionen“, ebenso wie mit unzähligen anderen prosaischen und lyrischen Werken auf der ganzen Welt berühmt und prägte zusammen mit seinem Landsmann Julio Cortázar die neofantastische Literatur wie kaum ein anderer. Zu den bedeutendsten noch lebenden Autoren Argentiniens zählt César Aira unter anderem bekannt für seinen Roman „Die Nächte von Flores“, ebenso wie die Autorin und Journalistin Claudia Piñeiro die 2005 für Ihren Roman „Las viudas de los jueves“ mit dem hochdotierten argentinischen Buchpreis Premio Clarin geehrt wurde.