Die Schmöker-Tapete – Eure Lieblingsbücher

Christian Ebernickel am 18. Februar 2012 um 15:21

Es gibt ja Bücher, die muss man im Bücherregal einfach zueinander stellen: Sei es, weil die Bücher aus derselben Reihe stammen, beim gleichen Verlag erschienen sind, alle vom Lieblingsautor geschrieben wurden, alle signiert wurden oder weil man einfach richtig viel Spaß beim Lesen dieser Bücher hatte und deshalb beim Anschauen der Cover die Erinnerung an schöne Lesestunden wieder ganz lebendig wird.

Ich habe die Cover der Bücher, die viele von euch gerne lesen, zu einer Schmöker-Tapete zusammengefügt. Na, kommen schon die Erinnerungen und die Sehnsucht noch einmal mit den Heldinnen und Helden die gefährlichen Abenteuer zu überstehen?

Habt ein schönes Wochenende,
Christian Ebernickel

Porno für Bücherverrückte: bookshelfporn.com

Christian Ebernickel am 23. Januar 2012 um 10:58

Zugegeben: Ein wenig habe ich angesichts des Titels ja gezögert: Schließlich sind wir Bücherliebhaber doch alle schön seriös, oder?

Porno für Bücherverrückte? Muss das sein? Ist das nur ein weiterer Versuch – frei nach dem Motto “Sex sells” – Aufmerksamkeit zu erheischen? Vielleicht schon, denn hinter der provokativen Webadresse bookshelfporn.com verbirgt sich ein Blog, der zum Träumen einlädt…

Hier finden sich unzählige Fotos privater wie öffentlicher Bibliotheken, toll eingerichteter Buchläden, usw. Kurz: Wenn man diese wunderschön eingerichteten Büchertempel sieht, möchte man dort einfach Platz nehmen und sich zwischen den Büchern vergraben.

Sollten Sie beim Betrachten der schönen Bücher(t)räume Lust bekommen, Ihre eigene Bücherecke oder gar Bibliothek neu zugestalten, dann sollten Sie sich vielleicht einmal das Regalsystem Cubit anschauen. Vor zwei Jahren habe ich mich für das System entschieden, weil ich mehr Platz für meine Bücher brauchte. Cubit ist unglaublich flexibel und man kann der Fantasie beim Bauen der Regalwände freien Lauf lassen. Schauen Sie sich bei Cubit die Kundenfotos an: Dort gibt es einige spannende Beispiele.

Jacques Bonnet hat seine Leidenschaft etwas dezenter formuliert, aber der Titel seines Buches weist in die gleiche Richtung: “Meine vielseitigen Geliebten. Bekenntnisse eines Bibliomanen“. Als Büchernarr hat Bonnet in seiner Wohnung mehrer Zehntausend (!) Bücher untergebracht. Wie man mit solchen Büchermassen umgeht, um nicht den Überblick zu verlieren und wie man das Gelesene am besten im Gedächtnis behält, beschreibt er – neben vielen Anekdoten aus der Welt der Bücherverrückten – in seinem Buch.

Henry Neff und seine Schule der Magier

Sandra Aglaia am 5. Oktober 2011 um 21:36

Der Autor Henry Neff behauptet von sich selbst er hätte die Kindheit eines amerikanischen Jungen in den 1980er Jahren erlebt: Er war das mittlere Kind geschiedener Eltern, aß ständig Fischstäbchen aus der Mikrowelleund sah viel zu viel fern. Doch zum Glück gab es nicht immer nur Fischstäbchen und Fernsehen, im Leben von Henry Neff spielten Bücher immer eine zentrale Rolle. Auf dem Dachboden des Elternhauses schmökerte er in Beowulf und anderen surrealen Klassikern, ohne immer genau zu verstehen was er da las. Er wusste jedoch, dass es ihm gefiel.
Mit seiner Reihe Tapestry, die in Deutschland unter dem Titel Schule der Magier veröffentlicht wurde, schrieb Henry Neff ein Buch, das er als Junge selbst geliebt hätte. Dabei haben beizeiten durchaus wahre Begebenheiten aus Henry Neffs Leben seine Geschichten beeinflusst. Große haarige Kreaturen, die ihn immer wieder in seinen Albträumen heimsuchten, hat er zum Beispiel als Monster in seinen Roman Schule der Magier – Das geheime Portal aufgenommen.

Wenn Sie mehr über Henry Neff und seine Romanreihe Schule der Magier erfahren möchten, besuchen Sie die Website des Autors.

Schule der Magier 1: Das geheime Portal
Verborgen vor den Augen normaler Menschen und gut versteckt von neugierigen Blicken liegt eine geheime Schule, die von speziellen Agenten geschützt wird. Sie ist die letzte ihrer Art und die einzige, die Max’ erstaunliche Gabe ausbilden kann. Denn Max verfügt über außergewöhnliche Fähigkeiten, er besitzt Zauberkräfte. Als Max bei einem Museumsbesuch einen geheimnisvollen Wandteppich entdeckt, der merkwürdig leuchtet, nimmt sein Leben eine dramatische Wendung. Er erfährt, dass er zu den Wenigen gehört, die über magische Kräfte verfügen und aufgenommen wird in die geheime Schule der Magier. Als Max und sein Freund David die Geheimnisse der altehrwürdigen Schule erkunden, machen sie eine furchtbare Entdeckung: Astaroth, der Anführer der bösen Mächte, lebt seit Hunderten von Jahren in einem alten Bild Rembrandts gefangen. Und seine Helfer scheuen vor keiner Untat zurück, ihn zu befreien, auch nicht vor dunkelster Magie.

Schule der Magier 2: Astaroths Angriff
Kaum hat Max zweites Schuljahr an der Rowan-Akademie begonnen, erwartet ihn schon ein neuer gefährlicher Auftrag: Astaroth, der Anführer der dunklen Mächte, sammelt seine Anhänger um sich, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Während in der Rowan-Akademie das Leben noch seinen gewohnten Gang geht, versetzen die Mächte der Finsternis die Welt außerhalb schon in Angst und Schrecken. Unter den Menschen herrschen Streit und Zwietracht, Regierungen werden gestürzt und Kriege drohen. Der Schlüssel über Sieg oder Niederlage im Kampf zwischen Gut und Böse liegt im Buch Toth verborgen. Wer in seinen Besitz gelangt, kann über das Schicksal der Menschheit bestimmen. Max begibt sich auf eine abenteuerliche Jagd quer durch Europa, denn nur er kann verhindern, dass das Buch in Astaroths Hände gelangt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt .

Ken Bruen und sein glückloser Detektiv Jack Taylor

Sandra Aglaia am 30. August 2011 um 00:30

Bekannt wurde der irische Schriftsteller Ken Bruen vor allem durch seine düsteren und gesellschaftskritischen Romane. Im Jahr 1951 kam Ken Bruen in Galway zur Welt. Nach der Schule besuchte er das Trinity College in Dublin und promovierte dort im Bereich Metaphysik. Doch schon kurze Zeit später zog es ihn in ferne Teile der Welt und Bruen unterrichtete 25 Jahre lang Englisch in Südamerika, Afrika, Japan und Südostasien. Seine Reisen wurden jedoch auch von gefährlichen Erlebnissen begleitet, die in einem Gefängnisaufenthalt in Brasilien gipfelten.

Bruen schafft es seinen Romanen einen düsteren und dennoch einnehmenden Humor zu verleihen. Dabei zeichnet er die Figuren seiner Romane ausgesprochen scharf und realitätsnah. Für seine Romanreihe um den irischen Ex-Cop Jack Taylor erhielt Ken Bruen besondere Anerkennung, so wurde er für den ersten Taylor Roman “Jack Taylor fliegt raus” und den vierten Roman der Reihe “Ein Drama für Jack Taylor” mit dem Shamus Award für den besten Roman ausgezeichnet. Für “Jack Taylor liegt falsch” erhielt er den Macavity Award. Unter den zahlreichen Auszeichnungen für diese Kriminalromanreihe waren unter anderem auch der Deutsche Krimi Preis und der Barry Award  in der Kategorie Bester britischer Kriminalroman.

Wenn Sie mehr über Ken Bruen erfahren möchten, besuchen Sie seine Website oder die Seiten des Atrium Verlages.

Jack Taylor fliegt raus
Als Polizist lauert Jack Taylor – nur mit einer Thermoskanne voll Brandy mit einem Schuss Kaffee bewaffnet – Verkehrssündern auf. Als ein schwarzer Mercedes an ihm vorüberrauscht, hält er den Wagen an. Das Rückfenster gleitet nach unten. Auf der Bank sitzt ein hoher Regierungsbeamter des Finanzministeriums. Und Jack schlägt zu. Daraufhin fliegt Taylor raus. Und macht als Privatdetektiv weiter. Er bezieht sein neues “Büro” im Grogan’s, dem einzigen Pub in Galway, in dem er noch nie Hausverbot hatte. Eigentlich ein ernsthafter Ort für ernsthaftes Trinken. Doch schon bald hat Jack seinen ersten Fall an der Backe.

Jack Taylor liegt falsch
Nachdem Jack Taylor bei der Polizei rausgeflogen ist und als Privatermittler mehr Schaden angerichtet hat als die Verbrecher, die er zu stellen versuchte, hat er sich nach London verkrümelt. Seine Ermittlungen hatten immerhin zu drei bis vier Morden, etlichen gebrochenen Herzen und einem dicken Batzen Bargeld geführt. Doch auch London hält nicht, was es nie versprochen hat: Statt in einer schicken Wohnung mit Parkblick landet Jack in einem beheizbaren Kabuff in einem Abrissviertel.

Jack Taylor fährt zur Hölle
Nachdem er sich anlässlich des Geburtstags seines Vaters ins Delirium gesoffen hat, versucht Jack Taylor trocken zu bleiben. Es bleibt beim Versuch. Weniger vorhersagbar stolpert Jack aber auch in einen neuen Fall: Er soll eine Frau finden, die im berüchtigten Magdalenenstift gearbeitet und Mädchen zur Flucht verholfen hat, die dort misshandelt wurden. In der Folge – probiert er ein paar Pillen aus – hört er von einer Nonne namens Luzifer – demoliert er mehrere Unterkiefer und eine Schaufensterscheibe – wandert er in den Knast – und bekommt Albträume, während im Hintergrund Losing My Religion läuft.

Romantische Lektüre von Marc Levy

Sandra Aglaia am 16. August 2011 um 10:30

Marc Levy ist ein französischer Schriftsteller, der bereits früh in seiner Karriere mit seinem Roman „Solange du da bist“ einen großen Erfolg feiern durfte. „Solange du da bist“ wurde im Jahre 2001 veröffentlicht und kurze Zeit später vom amerikanischen Regisseur Mark Waters verfilmt. Im Jahr 2005 kam der Film dann auch in die deutschen Kinos.

Marc Levy ist der Sohn eines Verlegers, so liegt ihm die Verbindung zu Büchern sozusagen schon im Blut. In Paris studierte Marc Levy Management und Computer, später gründete er in den USA eine Firma die sich auf grafische Datenverarbeitung spezialisierte. Als seine Pläne mit dem Unternehmen nicht aufgingen gründete er in Frankreich eine Inneneinrichtungsagentur, die sich auf Büromöbel spezialisierte.
Mit 37 schrieb Levy dann eine Geschichte über einen Mann der das Leben widerspiegeln sollte, das sein Sohn einmal führen würde. Seine Schwester ermutigte ihn die Erzählung an einen Verleger zu schicken. Editions Robert Laffont waren begeistert von Levy’s Arbeit und wollten die Geschichte sofort veröffentlichen. Bereits kurze Zeit später verließ Marc Levy das Architekturbüro un widmete sich ausschließlich dem Schreiben.

Wenn wir zusammen sind
Nach ihren gescheiterten Ehen haben Mathias und Antoine von Frauen erst einmal die Nase voll. Fortan sollen ihre Kinder, der kleine Louis und die reizende Emily, im Mittelpunkt stehen. Und vor allem darf niemals eine Frau ihr Haus betreten! Als eines Tages jedoch die Journalistin Audrey in Mathias´ Leben tritt, ist es mit der selbstauferlegten Regel nicht mehr so weit her. Mathias ist sofort fasziniert von dieser Frau, die sich zunächst reserviert gibt. Doch er lässt nicht locker…

Kinder der Hoffnung
Toulouse in den vierziger Jahren: Frankreich ist von den Deutschen besetzt, täglich werden Juden und politische Gegner deportiert – auch die Eltern des achtzehnjährigen Raymond und seines jüngeren Bruders Claude. Eines Tages steigt Raymond in eine Straßenbahn. Als er sie wieder verlässt, nennt er sich Jeannot und hat einen folgenschweren Entschluss gefasst. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Claude will er in der Résistance kämpfen. Zusammen mit ihren Kameraden riskieren die beiden jungen Männer mehr als einmal ihr Leben. Was sie antreibt, ist der Glaube an die Gerechtigkeit, und was sie beseelt, die Hoffnung, dass ihre eigenen Kinder einmal in einer besseren Welt und in Freiheit leben werden.

Solange du da bist
In diesem Roman erzählt Marc Levy eine romantische, aber auch etwas absurde Liebesgeschichte: Der Geist einer im Koma liegenden Patientin verliebt sich in den Mann, der als Nachmieter in ihre Wohnung gezogen ist. Nur Arthur kann die wandelnde Seele der schlafenden Lauren sehen.  Gemeinsam hecken sie einen Plan aus, die wirkliche Lauren aus ihrem Koma zu befreien. Romantisch geschrieben ist es die perfekte Lektüre für gemütliche Abende .

Margaret Atwood – Gesellschaftskritik spannend verpackt

Sandra Aglaia am 7. Juli 2011 um 12:22

Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood debütierte 1969 mit ihrem Roman „Die essbare Frau“ und veröffentlichte in den folgenden Jahren eine große Anzahl an Romanen, Essays, Kurzgeschichten und lyrischen Stücken.
Nachdem Margaret Atwood an der University of Toronto und an der Harvard University englische Sprache und Literatur studierte, unterrichtete sie selber Literaturwissenschaften an verschiedenen Hochschulen. Parallel zu ihrer Lehrtätigkeit an der Universität veröffentlichte sie ihre eigenen Romane, in denen sie sich häufig mit gesellschaftlichen Fragen und der sozialen Stellung der Frau auseinandersetzt. Später fand Margaret Atwood auch vermehrt als Literaturkritikerin Gehör.
Bekannt wurde Margaret Atwood vor allem durch ihren Roman Der Report der Magd, für den sie im Jahr 1985 mit dem  Governor General’s Award for Fiction ausgezeichnet wurde. Der Roman wurde 1990 von Volker Schlöndorff unter dem Titel „Die Geschichte der Dienerin“ auch erfolgreich verfilmt. Im Jahr 2000 erhielt die kanadische Schriftstellerin den Man Booker Prize for Fiction, den wichtigsten Literaturpreis im englischsprachigen Raum, für ihren ausgezeichneten Roman Der blinde Mörder.

Besuchen Sie die Website von Margaret Atwood und erfahren Sie mehr über die herausragende und scharfzüngige Schriftstellerin. Auf den Seiten des Berlin Verlages finden Sie zudem weitere Informationen zu ihren Büchern. Für alle die es sich gerne mit einem spannende Roman von Margaret Atwood auf dem Sofa bequem machen möchten, gibt es bei Arvelle einige günstige Angebote:

Das Zelt
Die Katze leidet unter schlimmer Höhenangst, deshalb ist es ihr sehr zuwider, dass sie in den Himmel kommt. Dort oben sitzt Gott mit pelzigen Klauen in einem Baum und spricht freundlich mit ihr – allerdings etwas träge und mit vollem Mund, und dazu ist der Boden unter dem Baum übersäht mit abgebissenen Engelsflügeln. In ihrem Roman „Das Zelt“ widmet sich Margaret Atwood geistreich und mit ihrem gewohnten Weitblick wichtigen Themen unserer Zeit. Sie beschreibt fantasievoll und prägnant welche Stellung die Themen Liebe, Geschichte und Kunst in unserer Gesellschaft einnehmen.

Payback
In Payback nimmt sich Margaret Atwood der Frage der Schuld an. Und das in einer Zeit in der wir ständig die Verantwortlichen für all das suchen was schief läuft. Mit faszinierender Klarheit und souveräner Lässigkeit erklärt uns Margaret Atwood wie maßgeblich das Konzept der Schuld – im ökonomischen und im moralischen Sinn – unser Denken und Verhalten seit Anbeginn der menschlichen Kultur prägt und bestimmt. Quer durch alle Epochen und Disziplinen untersucht sie den Gegenstand und entlässt den Leser mit der Frage was die Menschen einander und ihrem Planeten eigentlich schuldig sind.

Das Jahr der Flut
Einmal mehr beweist Margaret Atwood in diesem Roman ihre tiefgründige Menschenkenntnis. Der Roman knüpft an Oryx und Crake aus dem Jahr 2003 an und beschreibt ein apokalyptisches Zukunftsszenario. Die Polizei wird durch einen privaten Sicherheitsdienst ersetzt, der unliebsame Bürger stillschweigend aus dem Weg räumen lässt. Leichen werden ihrer inneren Organe beraubt, zu Forschungszwecken benutzt und zu Fastfood verarbeitet. Angesichts dieser entsetzlichen Entwicklungen schließt sich die junge, kämpferische Toby den „Gärtnern Gottes“ an und trifft in dieser spirituellen Parallelgesellschaft auf Ren, die spätere Trapeztänzerin, auf die anarchische Amanda und Jimmy, der zu ihnen allen in einer ganz speziellen Beziehung steht.

Moritz Rinke – Moderne deutsche Dramatik

Sandra Aglaia am 23. Juni 2011 um 16:17
Moritz Rinke hat sich vor allem als Romanautor und Dramatiker einen Namen gemacht, doch seine Karriere begann im Journalismus: Schon während seines Studiums der angewandten Theaterwissenschaften in Gießen machte er sich einen Namen durch Reportagen und Kolumnen in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften. Daraufhin arbeitete Moritz Rinke als Volontär und anschließend als Redakteur beim Berliner Tagesspiegel und später auch bei der Süddeutschen Zeitung, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und anderen auflagestarken Pressehäusern. Als Redakteur beim Berliner Tagesspiegel erhielt Rinke gleich zweimal den Axel-Springer-Preis. Seit 1999 ist Moritz Rinke auch als Drehbuchautor für Theaterstücke aktiv und sein Schauspiel Republik Vineta wurde 2001 als bestes deutschsprachiges Bühnenstück in der Kritikerumfrage „Theater: heute“ ausgewählt. An seinem ersten Roman arbeitete Moritz Rinke vier Jahre lang, bevor er ihn 2010 unter dem Titel Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel veröffentlichte.
Heute lebt Moritz Rinke als freier Autor in seiner Wahlheimat Berlin.

Ganz unfreiwillig muss sich Paul Wendland zurück an den Ort seiner Kindheit begeben und wird dabei schnell von der ungeliebten Vergangenheit eingeholt. In seinem Heimatort Worpswede drohen das geschichtsträchtige Haus seines Großvaters und sein Erbe im Moor zu versinken – samt lebensgroßen Bronzestatuen von Luther über Bismarck bis zu Max Schmeling und Ringo Starr. Die Reise nimmt eine verhängnisvolle Wendung: Vergessen geglaubte Familienfragen, aus dem Moor steigende historische Gestalten und die skurrile Begegnung mit einem mysteriösen Vergangenheitsforscher spülen ein ungeheuerliches Geflecht an Lügen und Geheimnissen aus einem ganzen Jahrhundert an die Oberfläche.
In dieser Sammlung von Kurzgeschichten beobachtet Moritz Rinke die Welt ganz genau und betrachtet sie einmal von außen und ein andern mal von innen heraus. Er beobachtet seine Mitmenschen fast peinlich genau, niemals aber überheblich. Und trotz des Chaos der verwahrlosten Welt, ist Rinke niemals moralisch-streng, sondern verwundert-komisch und sucht immer wieder im irren Trubel nach den kleinen tiefen Momenten.

Literatur aus dem Land der aufgehenden Sonne

Sandra Aglaia am 24. Februar 2011 um 12:51

Literatur aus Fernost stürmt bereits seit einigen Jahren auf den westlichen Markt. Vor allem japanische Autoren können sich über großen Erfolg in Europa und den USA freuen.

Zu einem der berühmtesten japanischen Autoren gehört derzeit Haruki Murakami. Der Japaner veröffentlichte seinen ersten Roman mit 29 Jahren. Heute wird der 62 jährige von Rezensenten zu den populärsten und einflussreichsten japanischen Autoren seiner Generation gezählt. Sein neuester Roman 1Q84 ist ebenso wie seine früheren Werke von surrealistischen Elementen geprägt. Er erscheint in drei Teilen und behandelt, in Anlehnung an George Orwell, die Frage wie das Jahr 1984 hätte verlaufen können. Die Geschäftsfrau Aomame befindet sich zu Beginn des Romans auf einer seltsamen Taxifahrt und läuft Gefahr zu einem Termin zu spät zu kommen. Den Rat des Taxifahrers befolgend steigt sie aus und verlässt die Straße über eine Wendeltreppe. Plötzlich findet sich Aomame in einem Paralleluniversum wieder und aus dem 1984 wird das Jahr 1Q84.

Eine Art Mittelstellung zwischen Japan und Europa stellt der Schriftsteller Kazuo Ishiguro dar. Der 57 jährige ist zwar in Japan geboren, jedoch in England aufgewachsen, wo er auch heute noch lebt. Viele Literaturkritiker halten ihn, mit seinen oft gesellschaftskritischen Romanen, für einen der bedeutendsten englischsprachigen Schriftstelle, der vielleicht das schönste Englisch schreibe. Leichthändig und humorvoll schreibt Ishiguro in Bei Anbruch der Nacht in fünf Geschichten über das Leben von Musikern nach Einbruch der Dunkelheit.

Der japanische Autor Kenzaburo Oe zählt in  seinem Heimatland zu den bedeutendsten Schriftstellern seiner Generation. Bereits als Student begann Oe zu schreiben und bis heute hat er eine Vielzahl an Romanen und Kurzgeschichten verfasst und für sein Werk viele Auszeichnungen erhalten. Im Jahr 1994 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Sein Roman Sayonara, meine Bücher handelt von einem Schriftsteller, der durch einen gewaltvollen Überfall verletzt und aus der Bahn geworfen wird. In schlaflosen Nächten macht er sich zusammen mit einem Freund auf die Suche nach seiner Identität und wiegt sich in Erinnerungen an sein bisheriges Leben. Im Zuge dessen stellt sich ihm die Frage ob es, am Ende seines Lebens, nicht an der Zeit wäre mit dem Schreiben aufzuhören und von seinen eigenen Büchern und den Büchern anderer Abschied zu nehmen.

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Jean-Marie Gustave Le Clézio

Sandra Aglaia am 10. Februar 2011 um 15:29

Der Schriftsteller Jean-Marie Gustave Le Clézio wurde 1940 in Nizza geboren, hat jedoch die französische Staatsbürgerschaft, ebenso wie die von Mauritius. Als Achtjähriger reiste er mit seiner Mutter und seinem Bruder nach Afrika. Bei dieser Gelegenheit lernte er auch seinen Vater kennen, einen britischen Tropenarzt, der während des Zweiten Weltkriegs in Nigeria und Kamerun geblieben war. Die Familie begab sich auf eine lange Schiffsreise. Jean-Marie Gustave Le Clézio nutzte die Zeit um seine ersten Geschichten zu schreiben. Vielleicht gehören deshalb für ihn das Reisen und das Schreiben bis heute untrennbar zusammen. Sein Leben lang hat Jean-Marie Gustave Le Clézio die Welt bereist und in verschiedenen Ländern wie Thailand, Nigeria, Mexiko und Panama gelebt. Seine Bücher spiegeln viel von dieser Weltläufigkeit wieder und handeln meist an Orten die in seinem Leben von großer Bedeutung waren.
Nach der Rückkehr der Familie nach Europa und dem Ende seiner Schulzeit studierte er zunächst Englisch in London und Bristol, während er gleichzeitig Französisch unterrichtete. Später studierte er Philosophie und Literatur am Collège littéraire universitaire in Nizza und beendete sein Studium 1964 in Aix-en-Provence. Im Jahr 2008 erhielt Jean-Marie Gustave Le Clézio den Nobelpreis für Literatur.

Der Goldsucher
Auf der Insel Mauritius im Indischen Ozean verbringt Alexis, der Ich-Erzähler von J.M.G. Le Clézios Roman, seine Kindheit in einer zauberhaften tropischen Landschaft nicht weit vom Meer. Die Mutter unterrichtet die Kinder zu Hause, der Vater, ein Träumer, erklärt ihnen den Sternenhimmel. Doch was so paradiesisch schien, bricht jäh zusammen, als der Vater 1892 mit seinen dilettantischen Geschäften Konkurs macht und ein Zyklon das Land verwüstet.

Revolutionen
Der Roman Revolutionen ist vielleicht der persönlichste Roman von Jean-Marie Gustave Le Clézio. Er enthält wichtige Stationen seines Lebens, wie Nizza, London, Mexiko, Mauritius. Der fünfzehnjährige Jean Marro hängt sehr an seiner Tante Catherine, denn sie ist für ihn der Schlüssel zur lebendigen Vergangenheit seiner Familie. Sie erzählt ihm oft vom verlorenen Paradies der Marros und von der Verbindung zu dem Bretonen Jean Eudes Marro, der nach der Französischen Revolution nach Mauritius auswanderte.
Die Gegenwart des jungen Jean ist geprägt vom Algerienkrieg, der Frankreich erschüttert. So flüchtet er schließlich nach London, doch Ruhe findet er erst, nach weiteren Reisen, bei der Algerierin Mariam, mit der er nach Mauritius fährt.

Onithsa
Le Clezio hat seine Kindheit in Afrika verbracht und dort lässt er auch seinen zauberhaften Roman spielen. Der junge Fintan wandert im Alter von 12 Jahren zusammen mit seiner Mutter nach Onitsha in Algerien aus. Obwohl seine Mutter Schwierigkeiten hat sich in der unbeugsamen Kolonialgesellschaft der Fünfzigerjahre zurecht zu finden, findet Fintan Freunde unter den Schwarzen und erlebt mit ihnen wilde Abenteuer in einer geheimnisvollen und archaischen Welt.

Fisch aus Gold
Le Clézio erzählt in diesem Roman die bewegende Geschichte Laïlas, einer illegalen Einwanderin die als kleines Kind geraubt und nach Rabat verkauft wurde. Von ihrer Vergangenheit in ihrer Heimat Marokko, bleiben ihr nur zwei Ohrringe in der Form einer Mondsichel, dem Zeichen ihres Stammes, den Hilal. Nach dem Tod ihrer ersten “Herrin”, die dem Kind eine liebevolle Großmutter war, beginnt Laïlas Flucht, die sie nach Paris führt. Dort taucht sie unter und muss sich mit Gelegenheitsjobs und kleinen Diebstählen durchschlagen um zu überleben. Durch ihre fremdartige Schönheit übt sie eine ungewöhnliche Faszination auf andere aus, findet schnell Kontakt, aber kommt sich auch vor wie ein Fisch, der anderen ins Netz geht.

Romantik pur mit Cecelia Ahern

Sandra Aglaia am 8. Februar 2011 um 13:14

Schon als Kind schrieb die heute 29 jährige Geschichten, doch mit ihrem Bestseller P.S. Ich liebe Dich machte die Schriftstellerin Cecelia Ahern international auf sich aufmerksam. Es war einer der meistverkauften Debütromane, er wurde in 15 Sprachen übersetzt und in über 50 Ländern publiziert. Im Jahre 2007 wurde P.S. Ich liebe dich verfilmt und wurde international zu einem Kassenschlager. Seit ihrem ersten Erfolg im Jahr 2004 hat die junge Irin einige weitere Liebesromane veröffentlicht, die ebenfalls die Bestellerlisten stürmten.

Vermiss mein nicht
Jahrelang hat Sandy Shortt nach vermissten Mädchen gesucht. Sie ist besessen von der Suche nach verschwundenem und betreibt eine eigene Suchagentur. Doch eines Tages verschwindet sie selbst an einen geheimnisvollen Ort, in eine Zwischenwelt, die alle nur „Hier“ nennen. Und so begibt sich Sandy auf eine Suche nach dem Leben, der Liebe und sich selbst. In Vermiss mein nicht lässt Cecelia Ahern ihre Leser in eine verzauberte und verzaubernde Geschichte, voller Magie und Faszination eintauchen.

Ich hab dich im Gefühl
Die Geschichte von Joyce und Justn beginnt  mit einer Blutspende, nachdem Joyce nur mit Glück einen Autounfall überlebt. Nach dem Unfal beschließt sie, dass sie ihr Leben fortan ganz anders Leben will. Doch irgendetwas ist seltsam: Sie kann auf einmal fremde Sprachen und erinnert sich an Dinge, die sie gar nicht erlebt habt. Justin ist als Gastdozent in Dublin. Er ist verdammt einsam, würde das aber nie zugeben. Als er eine junge Frau trifft, die ihm ungewöhnlich bekannt vorkommt, ist er verwirrt – er kommt einfach nicht drauf, woher er sie kennen könnte. Ich hab dich im Gefühl ist ein wunderbarer Liebesroman, der von Herzen kommt.