Paul Torday
Sandra Aglaia am 19. April 2012 um 12:41Bekannt wurde der britische Schriftsteller Paul Torday bereits mit seinem Debütroman Lachsfischen im Jemen, der im Jahr 2007 veröffentlicht wurde und noch im gleichen Jahr mit dem Bollinger Everyman Wodehouse Prize ausgezeichnet wurde.
Torday studierte am Pembroke College in Oxford Englische Literatur und arbeitete daraufhin über 30 Jahre als Unternehmer im Ingenieurwesen. Nach einigem Zögern erfüllte Paul Torday sich den lang gehegten Wunsch selbst Bücher zu schreiben, als er schon die Mitte 50 erreicht hatte. Seit mehr als 15 Jahren ist Paul Torday selbst leidenschaftlicher Lachsfischer und so liegen Titel und Inhalt seines ersten Romanes Lachsfischen im Jemen scheinbar nahe, der seine Leidenschaft für das Fliegenfischen und sein Interesse für den nahen Osten verbinden. Aus diesen beiden Fäden webt Paul Torday in seinem Debütroman eine politische Satire, die sich um politische Meinungsmache und deren Vollstrecker dreht.
Tordays zweiter Roman, der im Deutschen den Titel Bordeaux trägt, wurde im Erscheinungsjahr 2008 für die Galaxy British Book Awards nominiert.
Bordeaux
Ein Roman in vier Jahrgängen
Frankie Wilberforce ist Anfang dreißig, erfolgreicher IT-Unternehmer und Single, er weiß genau, was er will. Eines Tages lernt er bei einem Ausflug den exzentrischen Landlord Francis Black kennen, zu dem er sofort eine tiefe Verbundenheit spürt. Die Begegnung verändert für ihn alles: Er wird in eine exquisite Gesellschaft von jungen Aristokraten und Hedonisten eingeführt, und schon bald verliebt er sich in eine Frau, in das pralle Leben, vor allem aber in die feine Kunst des Weintrinkens. Kurzerhand verkauft er sein Unternehmen und übernimmt Francis’ spektakulären Weinkeller. Nur drei Jahre später ist Wilberforce ein Wrack … Paul Torday hat mit Bordeaux einen mitreißenden Roman über Obsessionen, Sucht, Loyalität und die unglaubliche Kraft des Zufalls geschrieben.
Charlie Summers
Hector Chetwode-Talbot führt ein traumhaftes Leben. Sein Geld verdient er damit, in exklusiven Restaurants zu speisen und möglichst oft Golf zu spielen oder auf die Jagd zu gehen – dabei überredet er Bekannte und Kollegen, Millionen in dubiose Hedgefonds zu investieren. Vor allem aber sehnt sich der steife Junggeselle nach einer Familie und dem kleinen alltäglichen Glück. Dann platzt Charlie Summers in sein Leben und stellt es auf den Kopf. Kein Wunder, der naive Pechvogel will alles zu Geld machen, was ihm in die Hände fällt, Feingefühl ist für ihn ein Fremdwort, und er drückt nur zu gern ein Auge zu, wenn Delfine zu japanischem Hundefutter verarbeitet werden. Aber so befremdet Hector zunächst auch sein mag: Charlie und er sind Brüder im Geiste. Und auch äußerlich sehen sie sich verhängnisvoll ähnlich …























