Archiv der Kategorie 'Bücherszene inside'

Die Geschichten von Simons Katze

Sandra Aglaia am 6. Dezember 2011 um 14:00

Kaum eine Katze ist wohl jemals so schnell und auf so moderne Weise zum Kult geworden, wie Simons Katze. Auf You Tube hat Simon’s Katze bereits Millionen von Anhängern, die sich immer wieder über die Videos mit der frechen, verfressenen, schnurrigen Katze amüsieren.
Eigentlich wollte Simon Tofield nur ein neues Zeichentrickprogramm testen, als er das erste Video über eine Katze erstellte. Plötzlich landete der Kurzfilm im Netz und kurze Zeit später brach der Server beinahe zusammen, der dem Ansturm an Usern nicht mehr gerecht werden konnte. Inzwischen sind es mehr als 30 Millionen Klicks auf YouTube: Simons Katze ist ein sagenhafter Mund-zu-Mund-Propaganda-Erfolg aus England, mit dem der Schöpfer der Katze niemals gerechnet hatte. Begeisterte Fans aus der ganzen Welt haben sich schon in dieses anarchische, anbetungswürdige Tier verliebt.
Und wen wundert das? Irgendwie kennt schließlich jeder eine Katze wie Simons Katze. Einen von phänomenaler Fresslust besessenen Stubentiger, der sich frech durch den Tag schnurrt und auf erfindungsreichen Wegen versucht ans Ziel zu gelangen. Nahezu rund um die Uhr versucht sie, mit subtilen Manövern und dreisten Kapriolen die Aufmerksamkeit ihres Besitzers zu wecken, damit dieser sie füttert.
Bei seinen Geschichten lässt sich Simon von seinen eigenen drei Katzen inspirieren. Dabei sind manche Geschichten natürlich stark überspitzt, aber einige sind nach Simons eigenen Angaben auch genau so passiert. So kommt es schon mal vor, dass eine von Simons tatsächlichen Katzen, in der Realität, die Einkäufe auf nächtlichen Raubzügen wieder aus dem Schrank holt und auffrisst.
Es ist Simon Toefield besonders wichtig, die ganzen Eigenheiten einzubauen, die für Katzen so charakteristisch sind. Die Geschichten um Simon’s Katze sind fürwahr stark überzogen, doch spiegelt sich in ihnen ein eindeutig wieder erkennbares Katzenverhalten wieder, das zweifellos bei jedem Katzenliebhaber Schmunzeln, wenn nicht gar tosendes Gelächter auslösen wird.
Wer Katzen kennt oder selber eine besitzt, wird Simon’s Katze lieben.

Das Buch zur Kultkatze aus dem Internet ist nun als Mängelexemplar bei Arvelle besonders günstig erhältlich.

Literaturverfilmungen im Jahr 2012

Sandra Aglaia am 10. November 2011 um 14:00

Wie ansprechend sich viele gute Bücher auch auf die Leinwand adaptieren lassen, beweist derzeit der Film Zwei an einem Tag nach einem Roman von David Nicholls. Am vergangenen Donnerstag lief die Verfilmung des Bestsellers in den deutschen Kinos an und zog bereits jetzt zahlreiche Besucher in die Filmtheater.

Die romantische Komödie Zwei an einem Tag zeigt Anne Hathaway in der Hauptrolle und handelt von zwei Seelenverwandten, die sich nach einer gemeinsamen Nacht trotz unterschiedlicher Lebensentwürfe nie ganz vergessen können. Emma und Dexter lernten sich bei der Abschlussfeier kennen und machen die Nacht mit einander durch. Am nächsten Tag gehen die beiden wieder ihre eigenen Wege, doch sie fragen sich, wo genau sie an diesem Tag in einem Jahr stehen werden, oder in den darauffolgenden Jahren. Die Wege der beiden kreuzen sich immer wieder, offen bleibt jedoch, ob die beiden sich jemals eingestehen können, dass sie trotz aller markanter Unterschiede für einander bestimmt sind.

Zu Beginn des nächsten Jahres soll dann der Roman Lachsfischen im Jemen von Paul Torday auf der Leinwand erscheinen. Das Buch handelt von Alfred Jones, einem schüchternen Wissenschaftler und Experten auf dem Gebiet der Lachs- und Forellenzucht. Doch bei diesem Projekt stößt sogar Alfred mit seinem fundierten Wissen an seine Grenzen: Für einen steinreichen Scheich soll er ausgerechnet im Wüstenstaat Jemen eine Lachsfarm anlegen. Obendrein mischt sich auch noch die Politik in dieses Vorhaben ein, denn der englische Premierminister sieht in diesem Projekt die Möglichkeit die Medien von den unerfreulichen Nachrichten aus dem Nahen Osten abzulenken.

Das ZDF hat einen weiteren Bestseller auf die Filmrolle übertragen. Mit Tobias Moretti und Jasmin Gerart in den Hauptrollen wurde an Originalschauplätzen in Amsterdam der Roman Und vergib uns unsere Schuld von Claus Cornelius Fischer verfilmt. Der Roman handelt von einem grausamen Verbrechen, dass sich während der Feierlichkeiten zum Königstag in Holland abspielte. Ein zwölfjähriger Junge wird das Opfer eines unheimlichen Mordes. Commissaris Bruno von Leeuwen nimmt die aussichtslos scheinenden Ermittlungen auf. Doch die Suche nach dem Täter konfrontiert den eigenwilligen Beamten mehr und mehr auch mit einem dunklen Geheimnis seiner eigenen Ehe. Erst als ein zweiter Mord geschieht, führen ihn Spuren zu dem besessenen Anthropologen Josef Pieters, der sein Leben der Erforschung eines aussterbenden Kannibalenstammes in Papua-Neuguinea gewidmet hat. Doch während der Commissaris die Schlinge um den für den Nobelpreis nominierten Wissenschaftler immer enger zusammenzieht, kommen ihm plötzlich Zweifel an den eigenen Beweisen…

Der Roman Vergib uns unsere Schuld von Claus Cornelius Fischer ist bei Arvelle auch als Hörbuch erhältlich!

Auch der Bestseller Ruhm von Daniel Kehlmann wurde zum Film adaptiert und soll kommenden März in den Kinos erscheinen. Ein vielversprechendes Ensemble um Senta Berger, Heino Ferch und Matthias Brandt hat sich vor der Kamera versammelt, um Kehlmanns neun Geschichten über die Leben unterschiedlichster Individuen und ihrer Wege, die sich immer wieder kreuzen, auf die Leinwand zu bringen. Ein Schriftsteller mit der unheilvollen Neigung, Menschen, die ihm nahestehen, zu Literatur zu machen, ein verwirrter Internetblogger, ein Abteilungsleiter mit Doppelleben, ein berühmter Schauspieler, der lieber unbekannt wäre, eine alte Dame auf der Reise in den Tod. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege in Kehlmanns Episoden zwischen Wirklichkeit und Illusion.

William Boyd und die Frage nach der Identität in der modernen Gesellschaft

Sandra Aglaia am 3. November 2011 um 00:46

In seinen Romanen thematisiert William Boyd häufig die Doppelbödigkeit unserer Existenz und wie labil unser Leben doch tatsächlich ist. Bereits kleine Zufälle können unsere Existenz grundlegend verändern, auch wenn wir uns diese Tatsache im Alltag keineswegs bewusst machen.
Der Schotte wurde in Ghana geboren und erlebte dort auch seine Kindheit. Im Alter von 9 bis 17 Jahren ging er auf eine Privatschule in Schottland, verbrachte aber dennoch die Ferien regelmäßig zusammen mit seinen Eltern in verschiedenen afrikanischen Ländern. Die Erfahrungen die er in Afrika machte, unter anderem auch in Nigeria, während des Biafrakrieges, beeinflussten sein schreiben enorm. Nach der Schule studierte er Französisch in Nizza, Philosophie und Englisch an der Universität Glasgow und am Jesus College in Oxford, wo er mit einer Arbeit über Shelley promovierte. In Oxford dozierte Boyd später selbst zeitgenössische Literatur am St.-Hilda-College. Zu dieser Zeit veröffentlichte er auch seinen ersten Roman Unser Mann in Afrika, der mit zwei wichtigen englischen Literaturpreisen geehrt wurde.

Unser Mann in Afrika
Morgan Leafy ist Botschaftssekretär Ihrer Majestät im westafrikanischen Kinjanja. Er soll die kulturelle Souveränität der ehemaligen Kolonialherren repräsentieren. Doch Morgan ist nicht gerade ein diplomatisches Naturtalent: Hoffnungslos verfängt er sich in den Fallstricken der korrupten Lokalpolitik. Die zarte Romanze mit Priscilla, der attraktiven Tochter seines Chefs, findet ein rasches Ende, und dann taucht auch noch eine Leiche auf, die Morgan partout nicht wieder loswird.

Einfache Gewitter
Von einer Sekunde auf die andere muss der angesehene Klimatologe Adam Kindred auf Durchreise in London untertauchen. Jeder Weg zu seinem früheren Leben ist versperrt. Kontakt zur Familie ist nicht möglich, Kreditkarte und Mobiltelefon sind außer Betrieb und das Hotelzimmer ist außer Reichweite. Nur Stunden zuvor hatte er in einem kleinen italienischen Restaurant in Chelsea Philip Wang kennengelernt, den Chef-Entwickler des Pharmakonzerns Calenture-Deutz. Als er ihn wenig später in seinem Apartment aufsucht, um einen vergessenen Ordner vorbeizubringen, findet er einen sterbenden Mann vor. In Panik flieht Adam, denn sämtliche Indizien sprechen gegen ihn. Er muss nun, wie tausend andere in Londoner Untergrund, im Verborgenen leben. Schnell hofft er, seine Unschuld zu beweisen, doch dabei ahnt er nicht, welchen Mächten er gegenübersteht.

Ruhelos
Was geschieht, wenn sich alles, was man über seine Mutter zu wissen glaubte, plötzlich als Trugbild erweist? In dem langen heißen Sommer 1976 erfährt Ruth Gilmartin die ganze Wahrheit über ihre Mutter Sally: Dass sie Eva Delektorskaja heißt. Dass sie eine russische Emigrantin ist. Dass sie im Krieg als Spionin gearbeitet hat. Und dass ihr Leben bedroht ist. Ans Telefon geht sie nur nach vereinbartem Klingelsignal und das Haus verlässt sie im Rollstuhl, obwohl sie laufen kann. Wie gut können wir einen Menschen kennen? Diese Frage stellt William Boyd in diesem gnadenlosen Spionagebestseller.

Die Frankfurter Buchmesse 2011: Ein voller Erfolg für Island

Sandra Aglaia am 18. Oktober 2011 um 13:27

Zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse verzeichnen die Veranstalter auch in diesem Jahr wieder eine positive Bilanz.

Veranstalter, Verlage und natürlich auch die Besucher der  Frankfurter Buchmesse zeigen sich mit dem Ablauf und der Bilanz der diesjährigen Messe vollends zufrieden. Vertreter des Gastlandes Island sind begeistert von dem hohen Interesse der Besucher am diesjährigen Ehrengast. Gastland-Koordinator Halldór Gudmundsson berichtete von einer “überwältigenden und fast schon euphorischen Resonanz” auf den Auftritt des Ehrengastes Islands.
Insgesamt über 280.000 Besucher kamen in diesem Jahr in die Messehallen Frankfurts um sich über die neuesten Entwicklungen in der Buchbranche zu informieren. Diese Zahl entspricht ungefähr der Besucherzahl des Vorjahres, darüber freuen sich natürlich Aussteller wie Veranstalter.
In diesem Jahr widmete sich die  Frankfurter Buchmesse vor allem auch den modernen Entwicklungen innerhalb der Buchbranche, so sind erstmals auch Themenbereiche wie Film und moderne Medien und Computerspiele auf der weltweit größten Buchmesse angekommen. Der Chef der Frankfurter Buchmesse Juergen Boos erklärt diese Entwicklung wie folgt: „Wir erleben die Stunde der Start-ups – die Buchbranche ist in Aufbruchstimmung”

Insgesamt haben sich auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse mit 7384 Anbieter aus 106 Ländern – etwas weniger Aussteller präsentiert als im Jahr 2010, dennoch ist man erfreut über das stabile Besucherinteresse. Wie die Veranstalter der Messe erklären, was an Einzelausstellern bei Verlagen verloren gehe, werde inzwischen bei digitalen Dienstleistern wieder reingeholt.

Zum Abschluss der Messe wurde dann bekannt gegeben, dass im nächsten Jahr  Neuseeland das Ehrengastland der Frankfurter Buchmesse sein wird.

Vorbereitungen zur Frankfurter Buchmesse

Sandra Aglaia am 7. Oktober 2011 um 22:43

Die Vorbereitungen zur Frankfurter Buchmesse sind kurz vor der Eröffnung freilich in vollem Gange. In diesem Jahr überrascht die Buchmesse mit einem Leitmotiv, dass bei vielen zunächst für Verwunderung sorgte. Die Buchmesse steht vom 12. Oktober bis zum 16. Oktober 2011 unter dem Motto „Neues denken“. Der Messeleiter Juergen Boos erklärt jedoch, dass dieses Leitmotiv bereits seit Jahren das Team der Frankfurter Buchmesse begleitet, denn die Messe erfindet sich jedes Jahr neu. Doch da man mit der Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr ein neues  Level erreiche, soll das auch deutlich markiert werden. In diesem Jahr sollen auf der Frankfurter Buchmesse neue Trends und Technologien, ebenso wie deren Auswirkungen auf die Märkte erschlossen werden. In diesem Jahr werden 7400 Aussteller erwartet, die diese Medien und Inhalte und repräsentieren.
Island wurde für das Jahr 2011 als Gastland der Frankfurter Buchmesse gewählt.  Unter dem Motto „sagenhaftes Island“  stellt die Frankfurter Buchmesse die Kultur und Literatur Islands in den Mittelpunkt der Messe. Zahlreiche Autorenlesungen, Ausstellungen und ein Rahmenprogramm um Film, Musik und Neuerscheinungen werden von 11. Bis 16. Oktober den Ehrengast repräsentieren.

Für Einblicke in das Programm und weitere Informationen über den Ehrengast Island besuchen Sie die Website der Frankfurter Buchmesse.

Am 15. und 16. Oktober finden auf der Frankfurter Buchmesse die Publikumstage für Privatbesucher statt, nur die ersten drei Tage der Buchmesse sind ausschließlich Fachbesuchern vorbehalten. Als Privatbesucher auf der Frankfurter Buchmesse können Sie nächstes Wochenende bei zahlreichen Veranstaltungen und Lesungen Autoren und Prominente hautnah erleben.

Für weitere Informationen zu Öffnungzeiten und Preisen besuchen Sie die Seiten der Frankfurter Buchmesse im Internet.

Die Trilogie der Tintenwelt

Sandra Aglaia am 29. September 2011 um 10:00

Den großen Durchbruch feierte Cornelia Funke mit ihrer Tintenherz-Trilogie. Doch schon davor war sie als Autorin fantastischer Kinder- und Jugendbücher bekannt. Im Jahr 2000 veröffentlichte sie den Roman Der Herr der Diebe, der 2006 verfilmt und seitdem vielfach ausgezeichnet wurde.
Der erste Band der Tintenwelt-Trilogie erschien 2003 unter dem Titel Tintenherz im Cecile Dressler Verlag. Das Buch gewann unter anderem die Auszeichnung „Silberner Griffel“ und den „Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar“. Zudem wurde Tintenherz unter anderen  vom ZDF ausgezeichnet und mit dem „Preis der  Jury der jungen Leser geehrt“.
Im Jahr 2005 folgte dann im endlich der zweite Band unter dem Titel Tintenblut und   gelangte zu ähnlich beeindruckendem Erfolg. Bis zum Erscheinen des großen Finales unter dem Titel Tintentod mussten sich die eifrigen Leser und zahlreichen Fans jedoch noch bis 2007 gedulden. Die Tintenwelt-Trilogie ist eine fantastische Jugendroman-Reihe und handelt von der Welt der Bücher und den darin lebenden Figuren, von ihren Lesern und vor allem auch Vorlesern.

Tintenherz
In einer stürmischen Nacht taucht ein unheimlicher Gast bei Meggie und ihrem Vater Mo auf. Er warnt Mo vor einem Mann namens Capricorn. Offensichtlich beunruhigt reist Mo am nächsten morgen überstürzt Meggie zu ihrer Tante Elinor. Die Tante verfügt über die kostbarste Bibliothek, die Meggie je gesehen hat. Hier versteckt Mo das Buch, um das sich alles dreht. Ein Buch, das Mo vor vielen Jahren zum letzten Mal gelesen hat und das jetzt in den Mittelpunkt eines unglaublichen, magischen und atemberaubenden Abenteuers rückt, eines Abenteuers, in dessen Verlauf Meggie nicht nur das Geheimnis um Zauberzunge und Capricorn löst, sondern auch selbst in große Gefahr gerät.
Spannend und mitreissend gestaltet Cornelia Funke ihren Auftakt der grandiosen Tintenwelt-Trilogie!

Tintenblut
Eine Welt voll Zauber und Gefahren: Cornelia Funkes “Tintenblut”
Eigentlich könnte alles so friedlich sein. Doch der Zauber von “Tintenherz” lässt Meggie nicht los. Und eines Tages ist es so weit: Gemeinsam mit Farid geht Meggie in die Tintenwelt, denn sie will den Weglosen Wald sehen, den Speckfürsten, den Schönen Cosimo, den Schwarzen Prinzen und seine Bären. Sie möchte die Feen treffen und natürlich Fenoglio, der sie später zurückschreiben soll. Vor allem aber will sie Staubfinger warnen, denn auch der grausame Basta ist nicht weit. Und so findet sich Meggie urplötzlich in einer Welt voll Zauber und Gefahren…
Eine fulminante Fortsetzung des internationalen Bestsellers “Tintenherz”.

Tintentod
Es sind erst wenige Wochen vergangen, seit die Weißen Frauen Staubfinger mit sich genommen haben. Meggie und ihre Eltern leben auf einem verlassenen Hof in den Hügeln östlich von Ombra. An diesem friedlichen Ort lässt sich fast vergessen, was auf der Nachtburg geschehen ist. Doch in der Dunkelheit, wenn Meggie am Fenster steht und auf Farid wartet, hört sie den Eichelhäher schreien. Und dann verschwindet ihr Vater mit dem Schwarzen Prinzen und dem Starken Mann im Wald, denn es muss alles getan werden, damit die Schatten über Ombra weichen …
Im großen Finale der Tintenwelt-Trilogie nimmt Cornelia Funke ihre Leser mit auf eine fantastische Reise von der man sich wünscht sie möge niemals enden.

Die Abenteuer von Alice im Wunderland

Sandra Aglaia am 2. August 2011 um 11:06

Kinder ebenso wie erwachsene sind immer wieder aufs neue bezaubert von Lewis Carrols Geschichte über „Alice im Wunderland“. Nur die wenigsten wissen jedoch, dass es die kleine Alice tatsächlich gegeben hat. Und so kommt es, dass viele der fantastischen Abenteuer in Carrols Romanen Alice im Wunderland und Alice hinter den Spiegeln in Anlehnung auf tatsächliche Gegebenheiten entstanden sind. Während einer Bootsfahrt auf der Themse mit den drei Schwestern Lorina, Edith und Alice Liddell, mit deren Eltern Carrol sehr gut befreundet war, kam ihm die Inspiration zu schreiben. Er erzählte den Mädchen eine Geschichte und die kleine Alice bat ihn darum die Geschichte aufzuschreiben. So wurde sie zur namensgebenden Inspiration für sein Werk Alice im Wunderland.

Tatsächlich wissen noch weniger Leser, dass Lewis Carrol nur ein Pseudonym war, dass aus einer Ableitung des Realnamens des Autors, Charles Lutwidge Dodgson, nämlich aus der anglisierten Form von „Ludovicus“, der lateinischen Form des Namens „Lutwidge“ und „Carroll“, der anglisierten Form von „Carolus“, dem lateinischen Namen für „Charles“. Der Grund dafür, dass Charles Lutwidge Dodgson ein Pseudonym für die Veröffentlichung seiner fiktiven Romane und seiner Lyric wählte lag in der Spaltung seiner Profession: Als Dodgson war er Wissenschaftler und veröffentlichte Bücher über Mathematik. Als Carrol war er Autor fiktiver Prosa und Lyrik. Beides strikt voneinander zu trennen war für Lewis Carrol besonders wichtig.

Diese Fotografie zeigt einen Teil einer Bronzestatue die im Central Park in New York errichtet wurde. Neben Alice gehören zur geamten Bronzefigur auch noch ihre Freunde Cheshire Cat, Dormouse, Mad Hatter und natürlich das weiße Kaninchen mit seiner Taschenuhr. Die Statue dient vor allem dem Vergnügen und zieht täglich viele Kinder an, denen es Spaß macht auf der Statue zu klettern und sich bei Alice auf den Schoß zu setzen.

Alice im Wunderland

In diesem fantasievollen Roman erzählt Lewis Carroll die fantastische Geschichte der kleinen Alice und ihrer Abenteuer. Auch nach über 140 Jahren ist der Reiz dieser humorvollen, bezaubernden Geschichte ungebrochen und nach wie vor fasziniert sie Kinder wie Erwachsene immer wieder aufs neue. Als die kleine einem weißen Häschen hinterherjagt fällt sie selbst in ein Kaninchenloch und findet sich selbst in einer märchenhaften Welt voller schräger Figuren wieder und erlebt dort eine Reihe verrückter Abenteuer. Carrolls sprühender Witz, sein Einfallsreichtum und seine Lust am literarischen Spiel sind legendär und sichern seiner Alice einen Platz in der Chronik der Weltliteratur.

Richard Powers bringt Wissenschaft in Einklang mit der Kunst

Sandra Aglaia am 12. Juli 2011 um 11:10

Die Leidenschaft die Richard Powers in seine Werke legt, kann man geradezu aus ihnen herauslesen. Für einen seiner jüngsten Romane hat er sogar sein Erbgut entschlüsseln lassen. Das Ergebnis: Powers hat Anlagen zu Alzheimer und Übergewicht.

Schon während seines Studiums war Richard Powers zwischen den Naturwissenschaften und der Kunst hin- und hergerissen. Er begann mit einem Studium der Physik, machte seinen Abschluss dann jedoch in Literaturwissenschaften um anschließend als Programmierer zu arbeiten. Im Jahre 1985 veröffentlichte er dann sein Romandebüt Three Farmers on Their Way to a Dance. Seitdem schrieb Powers zehn Romane, davon wurden bislang sechs ins Deutsche übersetzt. Mit Das Echo der Erinnerung wurde Powers 2006 für einen Pulitzer-Preis nominiert. Hat Man Richard Powers’ wissenschaftlichen Vielseitigkeit im Hinterkopf überrascht es nicht, dass Naturwissenschaften in seinen Werken stets eine große Rolle spielen.

Wenn sie mehr über Richard Powers erfahren wollen, besuchen Sie die Seite des Schriftstellers beim Fischer Verlag!

Das größere Glück
In Das größere Glück beschreibt er das Leben einer Frau, die vor Glück geradezu strahlt, nie Zorn verspürt und das obwohl sie aus Algerien stammt, einem Land in dem Gewalt und Gegengewalt dominieren und indem sie sich vor der politischen Unerbittlichkeit nur knapp retten konnte. Besitzt sie vielleicht das „Glücks-Gen“? Laboratorien und Fernsehshows reißen sich um sie. Sie gerät in einen Kreislauf, der sich immer schneller dreht, bis sie alles zu verlieren droht. Meisterhaft ist Richard Powers ein großer Roman gelungen über die Frage, was unser Leben bestimmt – die Sterne, die Eltern oder liegt alles in den Genen?

Das Echo der Erinnerung
Mark Schluter lebt eigentlich ein ganz normales Leben, bis er im Alter von 27 Jahren mit seinem Truck von der Straße abkommt und schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert wird. Seine Schwester zieht zu ihm um sich in dieser schweren Zeit um ihn zu kümmern. Doch als Mark wieder erwacht hält er sie für eine geschickte Betrügerin. Er vermutet seine Schwester und auch sein Hund seien von der CIA durch Doppelgänger ersetzt worden. Mark leidet am Capgras-Syndrom. Karin wendet sich in ihrer Not an einen Spezialisten der Neurologie, Gerald Weber, doch auch der stößt bald an seine Grenzen.
Das Echo der Erinnerungen erhalten Sie bei Arvelle als Buch und als Hörbuch!
Der Klang der Zeit
In diesem Roman schreibt Powers eine Liebeserklärung an die Musik. Er erzählt die Geschichte von einer Familie mit zwei Hautfarben, eines vor den Nazis geflüchteten jüdischen Wissenschaftlers und einer Afroamerikanerin. Sie alle vertrauen auf den amerikanischen Traum und die Möglichkeit sich selbst neu erfinden zu können. Doch wie eine Melodie sich nur in der Zeit der Musik entfaltet, entgeht keiner der Geschichte seiner Gegenwart: Die Musik mag Zuflucht sein vor der Frage nach der Hautfarbe, doch schließlich droht die Familie an ihr zu zerbrechen.

Fantastisches und viktorianisches von Gordon Dahlquist

Sandra Aglaia am 26. Mai 2011 um 11:41

Der amerikanische Schriftsteller Gordon Dahlquist wurde eigentlich als Bühnenautor und Dramaturg kleinerer Theaterstücke tätig, doch mit seinem Debüt-Roman „Die Glasbücher der Traumfresser“, eine Mischung aus Kriminalroman, Fantasy und Gothic Novel im viktorianischen England, landete er international einen großen Erfolg. Gordon Dahlquist, der nach seiner Ausbildung am Reed College an der Columbia University in New York Dramaturgie studierte, wirkt mit seinem ergrauten Schnauzbart und seiner Rahmenlosen Brille wirkt er selbst wie ein Relikt aus dem viktorianischen Zeitalter.

Sein Erstlingswerk Die Glasbücher der Traumfresser wurde in den USA unmittelbar zum Bestseller und der Verlag Bantam war von dem Werk so angetan, dass es Dahlquist zwei Millionen Dollar zahlte, um sich die Rechte an dem Roman und seiner Fortsetzung zu sichern. Das Werk erinnert an eine Mischung aus Jules Verne und Edgar Ellan Poe und verschmilzt beides in ein rückwärtsgewandtes Abenteuer, eine Tour de Force durch das viktorianische England. Eine sitzengelassene junge Lady, ein professioneller Killer und der Leibarzt eines mecklenburgischen Prinzen entdecken in einem alten Herrenhaus erotische und haarsträubende Geheimnisse.  Temple, Doktor Svenson und der sogenannte Kardinal, kommen der Verschwörung der „Traumfresser“ auf die Spur, die mittels blauer Glasbücher Erinnerungen und Gefühle andere festhalten und so versuchen die Weltherrschaft an sich zu reissen. Die Abeteurer riskieren ihr Leben, ihre Ehre und ihre Tugend, um die Welt vor den Gefahren einer alchemistischen Maschine und einer teuflischen Verschwörung zu retten.

Zwei Jahre nach seinem Debüt setzte Gordon Dahlquist seine Tour de Force fort und erzählte in Das Dunkelbuch die Geschichte von Celeste Temple, der nach der Bruchlandung mit einem Luftschiff in einer trostlosen Fischerhütte erwacht. Sie ist unversehrt, jedoch angefüllt mit den Erinnerungen tausend anderer Menschen. Erinnerungen an indigo-blauen Lehm und an ein diabolisches Buch aus Glas. Noch immer lauern überall Gefahren auf Celeste und ihre wagemutigen Gefährten, denn wer das blaue Glas jagt, spielt ebenso mit dem Feuer, wie die, die es besitzen.

Spannend und ausgesprochen unterhaltsam setzt Gordon Dahlquist hier seine Reihe fort und schafft es mit der Vereinigung aus Fantastischem und Thriller, vor dem Auge des Kunden einen farbenprächtigen Film ablaufen zu lassen.

Nachschlag zum Krimifestival in München

Sandra Aglaia am 19. Mai 2011 um 12:12

Eigentlich fand das Krimifestival in München vom 15. bis zum 31. März statt, doch weil es so schön war gibt es bis zum Herbst noch einen Nachschlag.

Die zwei Wochen des Krimifestivals waren ein voller Erfolg: An verschiedensten Tatorten in München, wie der BMW Welt, dem Literaturhaus, im Institut der Rechtsmedizin und auch im Polizeipräsidium, fanden spannende Lesungen von renommierten Krimi-Autoren statt.

Nach dem Erfolg im März gibt es in den Monaten Mai, Juni, Juli und September noch einmal einen Nachschlag zum Krimifestival. Im Mai präsentierte schon Martin Walker seinen kulinarischen Krimi Black Diamond. Er handelt von einem neuen Fall für den unvergleichlichen Chef de Police, Bruno Courreges. Bruno bekommt es in seinem dritten Fall mit einer geballten Masse an Kriminalität zu tun: Der wertvolle Trüffel aus dem Perigord, der schwarze Diamant der französischen Küche, wird von billigen chinesischen Trüffeln verdrängt und plötzlich wird auch noch Hercule, ein guter Freund von Bruno, ermordet.

Am 13.09. schließt die Autorin Kathy Reichs mit einem Einblick in ihren neuen “Tempe Brennan” Krimi Fahr zur Hölle, das Krimifestival in München ab. Im Institut der Rechtsmedizin liest sie aus ihrem neuesten Werk: Nachdem Leichenteile in einem alten Teerfass gefunden wurden, untersucht die Forensikerin Tempe Brennan das Verschwinden eines Pärchens, das bereits zwölf Jahre zurückliegt. Handelt es sich bei der Leiche um die junge Cindi oder um ihren Freund Cales? Und warum wurde der Fall damals so schnell ad acta gelegt? Tempe vermutet eine Vertuschung.

Wer noch Karten für die letzten Veranstaltungen des Krimifestivals in München ergattern will muss schnell sein. Die Plätze sind sehr begehrt und schnell ausverkauft! Weitere Infos und Termine finden Sie auf der offiziellen Homepage des Krimifestival München!