Archiv der Kategorie 'Autoren'

„Die Entdeckung des Hugo Cabret“

Sandra Aglaia am 2. Februar 2012 um 17:31

Viele erwarteten die Verfilmung von Brian Selznicks fantastischem Roman Die Entdeckung des Hugo Cabret seit langem ungeduldig und mit gespannter Vorfreude. Nächste Woche ist es endlich soweit, am 9. Februar erscheint die Verfilmung des spannenden Romans in den deutschen Kinos.
Der Roman Die Entdeckung des Hugo Cabret ist die mitreißende Geschichte von Hugo, seines Zeichens Waisenjungen, Dieb und Wächter der Uhren,  der in den Tiefen eines beschäftigten Pariser Bahnhofes lebt und das Erbe seines Vaters fortführt, indem er dort Tag für Tag die Uhren aufzieht. Sein Leben hängt von seiner Anonymität und der Geheimhaltung seiner Existenz und seiner Arbeit ab. Er behält alles im Blick entzieht sich selbst jedoch allen Blicken. Alles geht seinen mehr oder weniger geregelten Gang im Bahnhof, bis eines Tages ein kühnes, bücherbesessenen Mädchen und ihr verbitterter, bärbeißiger Großvater Hugos Wege kreuzen. Plötzlich ist das Geheimnis um seine Existenz in Gefahr und damit auch die rätselhafte Zeichnung, das liebevoll aufbewahrte Notizbuch und der mechanische Mann. Jene Dinge, die den Weg zu seinem wohl gehüteten faszinierenden Geheimnis weisen …
Mit diesem Buch weist sich Brian Selznick als atemberaubender Illusionist aus, Kritiker sprechen von der Entdeckung des Hugo Cabret als Meisterwerk. Jedoch ist der Roman um Hugo Cabret nicht nur ein Kindermärchen, sondern spricht vor allem auch fantasievolle Erwachsene an. Brian Selznick selbst war als Kind begeistert von den Romanen von Remy Charlip, zum Teil weil in seinen Büchern das Blättern der Seiten nicht nur ein zentraler Bestandteil des Lesens, sondern auch des Erzählens war. Jedes Umblättern bringt etwas Neues ans Licht, das auf die Fantasie der vorangegangenen Seite aufbaut. In seinem Buch Die Entdeckung des Hugo Cabret setzt er um was er von Remy Charlip und anderen Meistern der Erzählkunst gelernt hatte und schuf etwas, das nicht wirklich ein Roman, nicht wirklich ein Bilderbuch und auch kein Bilderroman ist, sondern eine Mischung aus all dem. Denn die Illustrationen in seinem Buch veranschaulichen die Handlung nicht nur, sondern führen sie auch fort.

Am  9. Februar 2012 kommt Die Entdeckung des Hugo Cabret basierend auf dem gleichnamigen Roman von Brian Selznick in die deutschen Kinos.

Klassiker der Moderne – Teil I: Max Frisch

Sandra Aglaia am 26. Januar 2012 um 14:55

Mit dem Epochenumbruch zum Beginn des 20. Jahrhunderts beginnt auch in der deutschsprachigen Literatur die Moderne. Man löste sich endgültig von den religiös-mittelalterlichen Auffassungen und rückte stattdessen den Menschen, genauer gesagt das autonome Individuum, das gemäß dem eigenen Verstand prüft und selbständig entscheidet, in den Mittelpunkt der Betrachtung. Diese Autonomie und Selbständigkeit gibt dem Menschen jedoch nicht nur die Freiheit zur eigenen Entscheidungsfindung, sondern stellt ihn auch vor große Schwierigkeiten, schließlich wird dadurch die Auseinandersetzung mit der Welt, die beizeiten durchaus undurchsichtig erscheint, intensiver und unumgänglich und birgt den Menschen häufig in schwere Konflikte mit der Umwelt und seiner selbst. Mit dieser zentralen Thematik beschäftigen sich viele deutsche Literaten des 20. Jahrhunderts, unter ihnen auch Max Frisch, der sich in seinen Werken häufig mit den Selbst- und Fremdbildern des Menschen, seiner Identität und häufig auch mit den Verwirrungen eben dieser beschäftigt.

Stiller
Bei seiner Einreise in die Schweiz wird Mister White festgenommen, weil er für die Polizei mit dem verschwundenen Bildhauer Anatol Ludwig Stiller identisch ist. Frühere Freunde bestätigen den Verdacht. Er aber widersetzt sich dieser Festlegung vehement und seine Aufzeichnungen in der Untersuchungshaft wehren sich gegen diese Behauptung mit der Feststellung: Ich bin nicht Stiller!

Triptychon
Triptychon besteht aus drei Bildern, die nicht Stationen einer dramatischen Handlung sind, sondern drei szenische Aspekte zum Thema geben. Das erste: Unsere gesellschaftliche Verlegenheit beim Ableben eines Menschen. Das zweite: Die Toten unter sich, ihre langsam versiegenden Gespräche am Styx, wo es die Ewigkeit des Gewesenen, aber keine Erwartung gibt. Das dritte: Der Lebende in der unlösbaren Beziehung zum toten Partner, der, was immer der Lebende tue, nicht umzudenken vermag.

Homo Faber
Der Homo Faber von Max Frisch ist eines der bedeutendsten und meistgelesenen Stücke des  20. Jahrhunderts. Es handelt von dem Ingenieur Walter Faber. Faber ist rationalitätsgläubig und überzeugt von der Ordnung und der Vernunft unserer Welt. Er vertritt ein wohl besonnenes Weltbild, doch eine Reihe von Zufällen erschüttert den Wirklichkeitssinn des Ingenieurs. Eine verworrene Liebesgeschichte und seine verdrängte Vergangenheit drohen Fabers Weltbild zum Einsturz zu bringen.

Andorra
Andorra ist ein fiktiver Prozess. Ein Prozess der abgehandelt wird an dem Andri, einem jungen Mann der als Sohn einer Ausländerin geboren wurde und deshalb von seinem Vater als jüdischer Pflegesohn ausgegeben wird. Seine Umwelt begegnet ihm stets mit rassistischen Vorurteilen so dass er, selbst nachdem er seine wahre Herkunft erfahren hat, an der ihm zugewiesenen jüdischen Identität festhält. Doch auch das schützt ihn nicht vor seiner Ermordung durch das fremdenfeindliche Nachbardorf von Andorra.

Biedermann und die Brandstifter
Das Stück ist die Geschichte des Bürgers Gottlieb Biedermann, dessen Name vom Autoren sicherlich nicht ohne Hintergedanken gewählt wurde, der die Brandstifter in sein Haus einlädt, um von ihnen verschont zu werden. Es entlarvt präzise eines Geisteshaltung, die der Technik des Totalitären zum Erfolg verhilft. Biedermann und die Brandstifter – eine politische Parabel, die ihre kritische Kraft nicht aus der Entlarvung der Lüge bezieht, sondern aus der Inszenierung der biedermännischen Wehrlosigkeit gegenüber Verbrechern, die von Anfang an sagen, was sie wirklich wollen.

Doris Lessing und ihre Romanreihe ‘Kinder der Gewalt’

Sandra Aglaia am 24. Januar 2012 um 14:00

Die britische Schriftstellerin Doris Lessing wurde am 22. Oktober 1919 als Doris May Tayler in Kermanschah im heutigen Iran geboren. Als Tochter eines britischen Kolonialoffiziers und einer Krankenschwester, erlebte Doris Lessing eine schwere und unglückliche Kindheit. Als Doris Lessing sechs Jahre alt war zog sie mit ihren Eltern nach in die britische Kolonie Südrhodesien, im heutigen Simbabwe. Dort besuchte sie eine katholische Klosterschule in der Hauptstadt Salisbury, brach die Schule jedoch mit 14 Jahren ab. In einigen ihrer Werke verarbeitete Doris Lessing ihre Kindheitserfahrungen. Viele Texte der Autorin handeln über das Leben in den britischen Kolonien Afrikas und verarbeiten voller Mitgefühl das inhaltsleeren Dasein vieler britischen Siedler und die trostlose Lage der einheimischen Bevölkerung.
Das literarische Schaffen von Doris Lessing kann in drei Phasen gegliedert werden. In den Jahren 1944 bis 1956 verarbeitete sie das kommunistische Thema, in dem sie radikale Gedanken über soziale Fragen stellt. Daraufhin schrieb sie bis zum Ende der 1960er Jahre Bücher in denen sie psychologische Themen verarbeitete und ab 1970 beschäftigte sie sich mit in dem fünfbändigen Science-Fiction-Romanzyklus Canopus im Argos mit der islamischen Mystik.
Im Jahr 2007 erhielt Doris Lessing den Nobelpreis für Literatur. Die Entscheidung des Komitees kam eher überraschen, da Doris Lessing nicht zu den Favoriten für den Preis zählte. Die Jury begründete ihre Entscheidung vor allem mit dem beeindruckenden Werk Das Goldene Notizbuch, das 1969 veröffentlicht wurde.
In ihrer Romanserie Kinder der Gewalt, die zwischen 1952 und 1969 entstand, thematisiert sie anhand der Protagonistin Martha Quest den Krieg als Symbol und Ausdruck von Gewalt. Geboren kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs durchlebt die Protagonistin den Zweiten Weltkrieg und stirbt schließlich im Chaos eines imaginären Dritten Weltkriegs um die Jahrtausendwende.

Martha Quest
Der erste Band der Romanfolge Kinder der Gewalt

Im ersten Band ihrer Reihe Kinder der Gewalt erzählt Doris Lessing von den stürmischen Jahren im Leben der jungen Martha Quest. Die intelligente und idealistische Titelheldin will sich den Konventionen in der britischen Kolonie in Rhodesien nicht länger beugen und verlässt die Farm ihrer Eltern im afrikanischen Busch, um in der Stadt ein unabhängiges, eigenes Leben zu führen.

Eine richtige Ehe
Der zweite Band der Romanfolge Kinder der Gewalt

Das Buch beschreibt die fünf entscheidenden Jahre der Marha Quest nachdem sie die Farm ihrer Eltern verlassen und geheiratet hat, die Geburt des Kindes, die alles verändernde Kriegseuphorie, die plötzliche, schwärmerische Hinwendung zu Russland und dem Kommunismus und das Zerbrechen schließlich das Zerbrechen ihrer Ehe.

Sturmzeichen
Der dritte Band der Romanfolge Kinder der Gewalt

Der Krieg der in Europa wütet, geht zwar seinem Ende entgegen, doch selbst im entlegenen Rhodesien hinterlässt er seine Spuren: Die einstmals fest gefügte Ordnung, die das Nebeneinander von Siedlern und Eingeborenen scheinbar reibungslos regelte, hat Risse bekommen. Neue Ideen, von den Soldaten aus dem Mutterland, von den im Exil lebenden Intellektuellen mitgebracht, erzeugen eine explosive Aufbruchstimmung.
Martha, ohnehin begeistert von der kommunistischen Idee, findet in dem veränderten politischen Klima und unter den neuen Freunden die Erfüllung, die sie sucht: Sie engagiert sich für das Ideal einer besseren Welt, für den reinen Kommunismus.

Landumschlossen
Der vierte Band der Romanfolge Kinder der Gewalt

Der zweite Weltkrieg ist beendet, doch das erleichterte Aufatmen, die erhoffte Wende findet nicht statt: Der Krieg hat zerschlagen was an Wertvorstellungen vorhanden gewesen war, und neues ist nicht in Sicht.  In diesem Roman erzählt Doris Lessing von Martha Quests Sehnsucht nach Rettung aus ihrem sinn- und ziellosen Leben auf der vom tosenden Meer umspülten Felseninsel.
Die einzige Hoffnung, die sie in sich hat, liegt in der Vorstellung einer Reise in die zweite Heimat, nach England, wohin sie etwas begleiten wird, das ihr die Pforten der Wahrheit öffnet: Aufzeichnungen des Thomas Stern, ihres ehemaligen Geliebten, der die Realität nicht ertrug und verrückt wurde.

2012 wird ein gutes Jahr für alle Fans von Jussi Adler-Olsen

Christian Ebernickel am 21. Januar 2012 um 13:08

In diesem Jahr können sich die Fans von Jussi Adler-Olsen gleich auf zwei Neuerscheinungen freuen!

Das Alphabethaus

Jussi Adler-Olsen: Das AlphabethausAm kommenden Montag (23. Januar 2012) erscheint sein neues Buch «Das Alphabethaus». Es dreht sich nicht um einen neuen Fall für den Ermittler Carl Mørck, den wir schon aus den Büchern «Erbarmen», «Schändung» und «Erlösung» kennen, nein, dieses Buch erschien in Dänemark bereits 1997. Adler-Olsen wagte sich mit diesem Roman auf anderes Terrain und siedelte seine Handlung im Deutschland des Jahres 1944 an:

  • Zwei britische Piloten stürzen über Deutschland ab
  • Im beschaulichen Breisgau steht ein Krankenhaus, das als Ort für grauenerregende Experimente mit Psychopharmaka dient…
  • Ein Mann macht sich auf die Suche nach einem engen Freund, den er vor langer Zeit im Stich ließ

Aus diesen Zutaten entsteht bei Jussi Adler-Olsen erneut ein höchst spannender Roman, der bis zur letzten Seite fesselt. Eine ausführliche Rezension gibt es bei NDR Kultur zu lesen.

Der vierte Fall für Carl Mørck

Später im Jahr, genauer am 24. August 2012, bekommt es das Kopenhagener Sonderdezernat Q um den Ermittler Carl Mørck mit einem neuen Fall zu tun.

Verachtung von Jussi Adler-OlsenEs geht zurück in das Jahr 1987…
Damals verschwanden mehrere Personen, die durch eine Frau und ihr grausames Schicksal miteinander verbunden sind: Nete Hermansen. Sie hatte keine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben, wurde von ihren Mitmenschen entsetzlich misshandelt, von einem Arzt zwangssterilisiert und schließlich auf die einsame Insel Sprogø verbannt. Schließlich gelang ihr die Flucht von der Insel, und sie begann grausam Rache zu üben…

Christoph Marzi auf den Spuren der Gebrüder Grimm

Sandra Aglaia am 19. Januar 2012 um 14:00

Christoph Marzi verbringt gerne Zeit in dem wilden Garten, der sein Haus umgibt. Er lässt die Bäume und Sträucher im Garten gerne ein wenig wuchern, denn er liebt es sich von der geheimnisvollen Stimmung des verwilderten Gartens inspirieren zu lassen. Während der Garten um sein Haus herum also immer unbezähmbarer wird, denkt sich Christoph Marzi spannende und fantastische Geschichten aus. Er lebt heute zusammen mit seiner Familie im Saarland, aufgewachsen ist er jedoch im rheinland-pfälzischen Obermendig. Das Erstlings-Werk von Christoph Marzi Lycidas wurde im Jahr 2005 mit dem Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie „Bestes Roman-Debüt Deutschsprachig“ ausgezeichnet und auch für seinen Kurzgeschichtenband Nimmermehr erhielt er 2009 den Deutschen Phantastik Preis. Besonderen Erfolg hat Christoph Marzi bei seiner Leserschaft auch mit seiner Malfuria –Trilogie, die von den Erlebnissen einer jungen spanischen Hexe handelt. Eine weitere Reihe spielt in einer uralten Metropole und besteht derzeit aus vier Bänden. Inspirieren lässt sich Marzi in seinen Romanen hauptsächlich von viktorianischen Autoren, wie Charles Dickens, Arthur Conan Doyle und  Edgar Allan Poe.

Im Jahr 2010 erschien im Heyne Verlag der Roman Grimm von Christoph Marzi. Er handelt von einem Mädchen namens Vesper, deren Tag nicht gerade besonders erfreulich beginnt. Die Siebzehnjährige steckt wieder einmal in einigen Schwierigkeiten in der Schule und ihre Mutter, eine weltberühmte Pianistin, hat einmal mehr keine Zeit für ihre temperamentvolle Tochter. Doch all das scheint mit einem Mal belanglos zu sein, als Vesper Gold an jenem stürmischen Herbsttag in Hamburg aus der Zeitung erfährt sie, dass ihr geliebter Vater im fernen Berlin unter rätselhaften Umständen zu Tode gekommen ist. Wenig später stirbt auch Vespers Mutter, und so ist sie auf einmal mutterseelenallein auf der Welt. Einzig die Erinnerung an eine glückliche Kindheit, als der Vater ihr und ihrer großen Schwester die Geschichte von „Rotkäppchen“ erzählte und mahnte: „Mädchen, weicht vom Wege nicht!”. Doch Rotkäppchen ist längst vergessen und plötzlich geschehen seltsame Dinge in Hamburg: Ein Wolf streift durch die Stadt, Kinder fallen in einen rätselhaften Tiefschlaf. Und Vesper allein hält den Schlüssel zu einem düsteren Geheimnis in Händen, das bis zu den Brüdern Grimm zurückreicht. Auf der Suche nach Antworten trifft Vesper den geheimnisvollen Leander. Gemeinsam wollen sie das düstere Rätsel lösen. Doch die Zeit läuft, denn nur wenn sie herausfinden, was damals zu Zeiten der Brüder Grimm geschah, kann die Gegenwart gerettet werden…

Fantasy für Jugendliche von Marcus Sedgwick

Sandra Aglaia am 17. Januar 2012 um 14:00

Bevor sich Marcus Sedgwick auf das Schreiben seiner eigenen Bücher konzentrierte, hatte er sehr viel mit den Büchern anderer Autoren zu tun. Viele Jahre arbeitete er als Buchhändler und Verlagsdirektor für einen Kinderbuchverlag. Seit 1994 verfasst der Engländer selbst hauptsächlich Fantasy- und Gruselromane für Jugendliche. Für seinen ersten Jugendroman „Floodland“ erhielt er im Jahr 2001 den Branford Boase Award. Einige seiner Bücher hat er sogar selbst illustriert, Marcus Sedgwick ist nämlich ein vielseitiges Talent, er ist nicht nur ein begabter Schriftsteller, sondern zählt zu seinen größten Hobbys auch das Anfertigen von Holzschnitten und das Gitarrenspiel in einer Abba-Cover-Band. So kennt die vielseitige Kreativität von Marcus Sedgwick keine Grenzen.
Geboren wurde der Engländer 1968 in Kent, heute lebt er in einem kleinen Dorf in der Nähe von Cambridge und verbringt viel Zeit in den Schweizer Alpen.

Der Todeskuss
Als Marko einen rätselhaften Brief erhält, der ihm berichtet, sein Vater sei in Venedig in allergrößter Gefahr, macht er sich auf die Reise dorthin. Er trifft auf Sorrel, deren Vater einem unerklärlichen Wahnsinn verfallen ist und nur von Markos Vater geheilt werden kann. Sie machen sich auf eine gefährliche Suche, die sie beinahe das Leben kosten wird, und geraten an einen merkwürdigen alten Mann mit anscheinend übermenschlichen Kräften. Von ihm erfahren sie, welch bedrohlichem Feind sie gegenüberstehen: Die Schattenkönigin hat begonnen, ihre Armee von Vampiren zu versammeln und Markos Vater zu vernichten, um die Herrschaft über die Stadt zu erlangen.

Rot wie Blut – Weiß wie Schnee
Russland, schon allein das Wort übt auf den jungen Arthur Ransome eine ungeheure Faszination aus. Also macht er sich auf den Weg dorthin und erlebt hautnah die Bolschewiki, die Ermordung der Romanows und die Geburtsstunde der Sowjetrepublik. In diesem ganzen Durcheinander verliebt Arthur sich in Evgenia, die Sekretärin eines mächtigen Politikers. In einer Atmosphäre, in der jeder jedem misstraut, finden die beiden Menschen, die sich ganz und gar vertrauen, einen Weg zur gemeinsamen Flucht. Haben etwa die Juwelen, die in Trotzkis Arbeitszimmer verwahrt wurden und für den revolutionären Kampf im Westen eingesetzt werden sollten, bei der Ausreise geholfen?

Der Gesang der Klinge
Ein neuer Vampirroman von Marcus Sedgwick: Als Peter mit seinem wortkargen Vater Tomas in den Ort Chust zieht, ahnt er nicht, dass furchterregende Ereignisse bevorstehen. Warum hackt sein Vater einen Graben in den gefrorenen Boden, so dass ihre Hütte von fließendem Wasser umgeben ist und eine kleine Insel bildet? Und warum schleppt er eine abgenutzte Holzkiste überallhin, deren geheimnisvollen Inhalt Peter nicht sehen darf?

Mitreissende Thriller von Karin Slaughter

Sandra Aglaia am 10. Januar 2012 um 14:00

Bereits der Debütroman von Karin Slaughter, der in Deutschland im Jahr 2002 unter dem Titel „Belladonna“ veröffentlicht wurde, war ein großer internationaler Erfolg. Daran konnte sie auch mit ihrem zweiten Thriller „Vergiss mein nicht“ anschließen und landete wiederum Platzierungen in den internationalen Bestsellerlisten.

Die Bücher gehören zur sogenannten Grant-County-Reihe und handeln von der unabhängigen und willensstarken Kinderärztin und Gerichtsmedizinerin Sara Linton und ihrem Mann Jeffrey Tolliver, dem Polizeichef von Grant-County. In die Rolle der Pathologin schlüpft Sara Linton immer dann, wenn in Grant County ein Kapitalverbrechen begangen wird.
Eine weitere Romanserie platziert sich um Will Trent, den gerissenen, introvertierten Special Agent der Sondereinheit des Georgia Bureau of Investigation, der sich die Verbrechensfrüherkennung und –bekämpfung zur Aufgabe gemacht hat. In einer dritten Serie von Karin Slaughter mit dem Titel „Georgia“, treffen Sara Linton und Will Trent schließlich zusammen und arbeiten gemeinsam an einem Fall.

Die Autorin Karin Slaughter wuchs selbst in einer Kleinstadt in Georgia auf und lebt heute in Atlanta. Sie schreibt seit ihrer Kindheit und gehört heute dank millionenfach verkaufter Bücher zu den wichtigsten Thrillerautoren der USA.

Verstummt, 6 Audio-CDs
von Karin Slaughter
Detective Michael Ormewood ist schockiert, als er die ermordete Frau in ihrem eigenen Blut sieht. Dieser Mord ist eindeutig das Werk eines perversen Serientäters! Michael muss daher mit Special Agent Trent zusammenarbeiten, dem er instinktiv misstraut. Und mit der Polizistin Angie Polaski, die einst seine Geliebte war und jetzt zu seinen Feinden zählt. Während den Arbeiten zu diesem Fall sickert längst Vergangenes in die Gegenwart und breitet sich wie Gift in seine Adern…

Zerstört, 6 Audio-CDs
von Karin Slaughter
Die Polizistin Lena Adams steht unter Mordverdacht! Chief Tolliver will ihr helfen – was Sara Linton nicht gutheißt. Lena kehrt an den Ort ihrer schwierigen Kindheit und zu ihrem Onkel zurück, wo sie an einen Abgrund mörderischen Hasses gerät. Nur Sara Linton und Chief Tolliver können sie aus diesem Netzt von Brutalität und Betrug befreien. Doch wie hoch ist der Preis für ihre Hilfe?

Hörspieltipp: Ulysses von James Joyce beim SWR2

Christian Ebernickel am 7. Januar 2012 um 12:45

«Ulysses» beim SWR2

In fast jeder größeren deutschen Stadt gibt es eine irische Kneipe mit dem Namen «Dubliners»: eine Verneigung vor dem berühmtesten Literaten der grünen Insel James Joyce, der 1914 einen Band mit Erzählungen aus Dublin veröffentlichte. Der Name des Bandes? «Dubliners» natürlich!

Noch berühmter ist der «Ulysses» von James Joyce. In diesem Roman schildert Joyce in 18 Episoden akribisch einen Tag im Leben des Leopold Bloom. Voller Alltagsgeschichten aus dem Dublin des beginnenden 20. Jahrhunderts ist dieses Buch eine schier unerschöpfliche Fundgrube zwischen Humor und Melancholie.

Allerdings ist das Buch nicht dafür bekannt, leichter Lesestoff zu sein. Joyce hat sich auf knapp 1000(!) Seiten enorm ausgelassen.

Neugierig geworden?

Beim SWR2 hat man jetzt eine Hörspielfassung des «Ulysses» produziert, die ab morgen, den 8. Januar 2012, jeweils um 18:20 Uhr in 18 Folgen gesendet wird. Verpflichtet wurden bekannte Sprecher wie Manfred Zapatka, Jens Harzer, Werner Wölbern, Hans-Werner Meyer und Margitt Bendokat. Damit ist spannender Hörgenuss schon fast vorprogrammiert. Und wer zum Sendetermin keine Zeit hat, kann mit dem SWR Radio Recorder die Folge aufnehmen und später hören.

Zum Hörspiel

Rebecca – Ein Klassiker von Daphne DuMaurier

Sandra Aglaia am 20. Dezember 2011 um 14:00

Das Musical Rebecca feierte am 8. Dezember in Stuttgart eine umjubelte Deutschlandpremiere. Die 1800 Zuschauer würdigten das Stück mit tosendem Applaus und waren von den hochkarätigen Schauspielern begeistert. Zudem beeindruckt das Stück mit einem prachtvollen Bühnenbild, der visuellen und technischen Opulenz sowie dem absoluten Highlight, der brennenden Treppe von Schloss Manderley. Publikum und Kritiker sind sich einig, dass ein solch packendes Musical voller Spannung und großer Gefühle bisher selten auf einer deutschen Bühne zusehen waren. Noch bis zum Sommer des nächsten Jahres wird das Musical Rebecca im Stage Palladium Theater in Stuttgart aufgeführt.
Die Vorlage für das Musical lieferte die englische Schriftstellerin Daphne DuMaurier mit ihrem Roman Rebecca im Jahr 1938. Als Tochter eines Schauspielers wuchs Daphne wohlbehütet mit ihren Schwestern in London und Paris auf. Bereits im Alter von 21 Jahren veröffentlichte ein angesehener Verlag ihren ersten Roman Der Geist von Plyn, der ihr den ersten Ruhm einbrachte. Größere Berühmtheit erlangte sie durch die erfolgreichen Romane Gasthaus Jamaica und Rebecca, die von dem Regisseur Alfred Hitchcock verfilmt wurden. Im Jahre 1952 veröffentlichte DuMaurier die Kurzgeschichte Die Vögel, die als Vorlage für den gleichnamigen Film von Alfred Hitchcock diente.

Rebecca
von Daphne DuMaurier

Die Erzählerin, eine schüchterne Gesellschafterin, lernt den wohlhabenden Witwer kennen Maxin kennen. Nachdem die beiden geheiratet habe ziehen sie auf den alten englischen Herrensitz Manderley. Der Familiensitz trägt noch immer die Handschrift der verstorbenen ersten Ehefrau Maxins, mit dem Namen Rebekka. Langsam entsteht aus der Vergangenheit auftauchend, das Bild jener geheimnisvollen Frau. Eines Tages gesteht Maxim seiner Frau, dass er Rebecca im Affekt erschossen hat, da sie ein Kind von ihrem Vetter erwartete, doch die neue Ehefrau steht weiterhin zu ihm. Im Laufe der Zeit legt sich jedoch der Schatten der ermordeten Ehefrau über die kürzlich Vermählten, der der großen Liebe zum Verhängnis zu werden droht.
Rebecca ist ein Generationenbuch, das sowohl als Romanze wie auch als Krimi angelegt ist und weniger romantischer Liebe als vielmehr die Machtverhältnisse innerhalb einer Ehe behandelt.

Eine Weihnachtsgeschichte von Marko Leino

Sandra Aglaia am 1. Dezember 2011 um 14:04

Mit dem ersten Advent eröffnen die Weihnachtsmärkte, die Häuser und Städte erstrahlen in feierlichem Glanz und so nach und nach kann sich auch der letzte Weihnachtsmuffel der vorweihnachtlichen Stimmung nicht mehr verwehren. Wer sich dieser vorweihnachtlichen Idylle der stillen Zeit in diesem Jahr voll und ganz hingeben möchte, sollte sich ein besinnliches, weihnachtliches Buch zu Gemüte führen. Wunder einer Winternacht von Marko Leino ist genau die richtige Lektüre für den Advent.
Marko Leino wurde 1967 in Helsinki geboren, dort lebt und arbeitet er auch heute noch. Er ist ein finnischer Schriftsteller und Drehbuchautor und schaffte mit der Verfilmung von Wunder einer Winternacht den größten finnischen Kinoerfolg aller Zeiten. Hunderttausende Zuschauer stürmten die Kinos und ließen sich von der Geschichte um den kleinen Nikolas zu Tränen rühren.
Wunder einer Winternacht erzählt die einzig wahre Geschichte vom Weihnachtsmann, der hoch oben im Norden lebt. Dort wohnt auch der kleine Nikolas mit seiner Familie bis er durch einen tragischen Unfall seine Eltern verliert und zur Waise wird. Die Bewohner des Dorfes nehmen sich des kleinen Jungen an und knapp ein Jahr lang darf Nikolas immer bei einer Familie bleiben, die ihm Wärme und Geborgenheit schenkt. In tiefer Dankbarkeit schnitz Nikolas den Familien die ihm Unterschlupf gewähren heimlich Weihnachtsgeschenke. Kurz vor jedem Weihnachtsabend, muss er jedoch zu einer anderen Familie weiterziehen. Eines Tages kommt er zum Tischlermeister Lisakki und soll bei ihm in die Lehre gehen. Der bärbeißige alte Mann hasst  jedoch Kinder und das Glück des kleinen Nikolas scheint vorbei zu sein…
Wunder einer Winternacht, der in Finnland innerhalb kürzester Zeit zum Bestseller wurde, ist eine warmherzige, besinnliche und auch traurige Weihnachtslektüre, die jung und alt berührt.