Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Remco Campert – Der Meister der Miniaturen

Sandra Aglaia am 5. April 2012 um 15:19

Das umfangreiche Werk von Remco Campert umfasst neben Gedichten und Kurzgeschichten auch eine beträchtliche Anzahl an Romanen. Angesichts der Tatsache, dass er bereits mit 13 sein erstes Gedicht schrieb überrascht die Größe seines Gesamtwerks dagegen wenig. Jedoch war der Anlass für Camperts erstes Gedicht ein zerstörender: Er schrieb Januari 1943 als er im Januar 1943 vom Tode seines Vaters im KZ Neuengamme erfahren hatte. Sein Vater war seinerseits ebenfalls Schriftsteller gewesen und war zur Zeit der deutschen Besatzung als Fluchthelfer für niederländische Juden tätig.

Im Jahr 1948 verließ Campert das Gymnasium ohne Abschluss und schrieb daraufhin für verschiedene Zeitschriften Gedichte und Kurzgeschichten bevor er 1950 zusammen mit Rudy Kousbroek die Literaturzeitschrift Braak gründete, an der auch der von Campert als Vorbild verehrte Lucebert mitwirkte. Campert wurde Teil der sogenannten Vijftigers, zu Deutsch ‚Fünfziger’, die in Schriftstellerkreisen zur einflussreichsten künstlerischen Avantgarde der holländischen Nachkriegszeit zählen.

Unter der experimentellen Literatur dieser niederländischen Künstlergruppe Vijftigers gelten Remco Camperts Gedichte zu den Werken, die am leichtesten zugänglich sind. Seine Lyrik ebenso wie seine Prosa sind gleichermaßen vom gelungenen Spiel mit der Sprache sowie von seinem ironischen Humor geprägt. Dennoch lässt Campert häufig die Melancholie Einzug in seine Werke halten, in denen die Liebe ein vorherrschendes Thema ist.

Das Herz aus Seide

Hendrik van Otterlo, der ehemalige berühmte Avantgardemaler, hat mit dem Leben abgeschlossen. In grimmiger Gelassenheit erwartet er sein, wie er glaubt, baldiges Ende. Da erreicht ihn die Todesanzeige seiner einstigen Geliebten. Hendrik fällt rückwärts in die Zeit, Erinnerungen kommen wieder und auch die Lust, noch einmal ein großes Bild zu malen. Nicht ohne Ironie stellt er sich endlich dem Selbstbetrug der Vergangenheit.

Eine Liebe in Paris

Ein kleiner, melancholischer Roman über Liebe und Sehnsucht, Erinnern und Vergessen und die Suche nach der verlorenen Zeit der Jugend. Mühelos verknüpft der Lyriker, Erzähler, Essayist und Kolumnist Remco Campert, der zu den bedeutendsten zeitgenössischen Autoren in den Niederlanden zählt und mit diesem Roman erstmals auf deutsch erscheint, Vergangenes und Gegenwärtiges miteinander und erweist sich als ein Meister der leisen, ironischen Sätze.

Wie in einem Traum

“Ich bin die Briefmarke, die sich irgendwo auf dem Weg zum Ziel vom Umschlag löst”, sagt der Schriftsteller Simon über sich. Wie in einem Traum geht der Schriftsteller, liebend und leidend durch das Leben. Seine Freundin Olga, die Schauspielerin, möchte, dass er sie bei ihrem umstrittenen Theaterprojekt unterstützt. Sein Verleger will umgehend einen Text von ihm zum Thema Krieg. Beim Fotografen soll er mit einem Plüschbären posieren, und auch Lana, die wunderschöne Geliebte seines besten Freundes, hat so ihre Erwartungen. Wie aber kann Simon die Zeit ausschneiden, um den Traum vom Schreiben zu realisieren und gleichzeitig zu leben? Mit ironischer Distanz und leichtfüßigem Humor erzählt uns Remco Campert in wenigen Strichen eine leise, zärtliche Geschichte

Sanfte Landung

Dieser Band an Kurzgeschichten, neu verlegt anlässlich seines 80. Geburtstages im Jahr 2009, vereinigt eine Auswahl seiner besten Erzählungen: Der Dichter und Quartalstrinker Onno Mulder versucht seit einem Jahr, ein Gedicht zum Andenken an seinen verstorbenen Freund zu schreiben. In nüchternen Momenten ist Mulder beherrscht von Angst, dass die Welt ihm entgleiten könnte, in berauschtem Zustand hält er sich für einen genialen Poeten, der für die Welt zu schade ist. Rastlos irrt er nachts durch Straßen und Bars, um endlich die richtigen Worte zu finden … Zu der besten Zeit ihrer Ehe – also am Anfang – haben sie und er einen Katastrophenplan geschmiedet. Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass sie einmal Streit haben würden, wollten sie füreinander kochen. Jahre später vollbringen beide Höchstleistungen am Herd. Zu satt, um endlich wieder miteinander zu reden, gleiten sie von ihren Stühlen auf den Boden und halten sich an den Händen …In diesem Band an Kurzgeschichten beweist Remco Campert es erneut, er ist der Meister der Miniaturen: Seine Erzählungen eröffnen Welten menschlich-seelischer Abgründe in allen Farben und Schattierungen.

Steven Millhauser –Ein Meister phantastischer Literatur

Sandra Aglaia am 3. April 2012 um 13:00

Während Steven Millhauser in Deutschland eher in kleineren Kreisen bekannt ist, gehört er in seiner Heimat, den USA, zu den erfolgreichsten und bekanntesten Autoren zeitgenössischer Literatur.
Steven Millhauser wurde in New York City geboren und wuchs in Connecticut auf. Nach der Schule studierte er an der Columbia University und schloss dort mit dem Grad eines Bachelors ab. Später wollte Steven Millhauser an der Brown University in Rhode Island promovieren, brach seine Studien jedoch zugunsten seiner Schriftstellerei, die ihn während seiner gesamten Studienzeit begleitete, ab. Ab Mitte der 1980er Jahre lehrte Steven Millhauser an verschiedenen Universitäten als Dozent, arbeitete jedoch während der gesamten Zeit weiter an seinen literarischen Werken.
Die Romane, Novellen und Kurzgeschichten von Steven Millhauser werden der fantastischen Literatur zugerechnet. Für seinen Debütroman Edwin Mullhouse: The Life and Death of an American Writer erhielt er den 1975 den französischen „Prix Médicis Étranger“, 1990 folgte der  World Fantasy Award und 1997 der Pulitzer-Preis für seinen Roman Martin Dressler.

Martin Dressler. Ein amerikanischer Träumer.
New York um 1900. Jeden Tag schießen neue Wolkenkratzer in den Himmel. In dieser Aufbruchstimmung träumt einer vom ganz großen Glück: Martin Dressler, Sohn eines deutschen Auswanderers, hat nur ein Ziel – seinen amerikanischen Traum zu leben. Er arbeitet sich hoch, vom Zigarrenverkäufer zum Liftboy, schließlich zum Hotelmanager. Er steigt ein ins Baugeschäft, eröffnet ein Café, dann ein zweites, eine ganze Kette. Er verkauft und kauft, eröffnet ein Luxushotel, ein zweites und so fort. Er lässt sich verzaubern von zwei Schwestern, die eine hilft ihm bei seinen Unternehmungen, die andere ist geheimnisvoll, sie nimmt er zur Frau. Zuletzt errichtet er das Grand Cosmo, ein Palast so gewaltig und schwindelerregend phantastisch, dass er Martins Glück zu zerstören droht … Martin Dressler ist die glänzend erzählte Geschichte der scheinbar unaufhaltsamen Karriere eines amerikanischen Träumers. Steven Millhauser wurde dafür 1997 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.

Ein Protest gegen die Sonne

Short Stories 1986 – 2008
Beinahe zehn Jahre nach ihrer letzten Begegnung besucht ein Mann seinen alten Freund Albert. Albert habe, so schrieb er in einem Brief an den Freund, in der Zwischenzeit eine Frau und sein Glück gefunden, man genieße die ländliche Ruhe zu zweit. Ein verwilderter Garten umgibt das Haus, üppig saftige Natur und ein glitzernder Teich – ein idyllischer Ort. Der Besucher ist beeindruckt. Beim Mittagessen endlich lernt er Alberts Frau kennen: Alice ist ein Frosch. Eine Gruppe befreundeter Teenager, gelangweilt, rastlos, voller Sehnsucht. Unter Ahornbäumen warten sie auf eine Eingebung. Sie könnte einfacher nicht sein: Lachen wegen allem und jedem. Sie perfektionieren ihr Lachen, kitzeln sich stundenlang, fordern sich heraus auf Lachpartys. Und keiner kann so virtuos orgasmisch lachen wie Clara Schuler. Doch sie geht zu weit. Offiziell heißt es, sie sei an einer Hirnblutung gestorben. Aber alle wissen: Clara lachte sich zu Tode. In Amerika gefeiert und verglichen mit Kafka, Borges, Cortázar, Calvino, Beckett, Nabokov, Poe, Andersen, Rabelais – und Disney, in Europa bislang wenig bekannt: Steven Millhauser ist ein großartiger Stilist und der vollkommene Meister im Reich der literarischen Phantasie.

Patricia Shaw: Die Chronistin Australiens

Sandra Aglaia am 22. März 2012 um 17:25

Erst im Alter von 52 Jahren entschied sich die Australierin Patricia Shaw dazu Bücher zu schreiben und so veröffentlichte sie im Jahr 1989 ihren ersten Roman Südland.  Bevor sie mit dem Schreiben von Romanen begonnen hatte arbeitete Patricia Shaw als Assistentin des Gouverneurs von Queensland und schrieb einige Reportagen und Kurzgeschichten und leitete ab 1983 die Abteilung für ‚Oral History’ in der Parlamentsbibliothek.
Die Romane von Patricia Shaw beschäftigen sich meist mit Familiensagen zur Zeit  der Besiedelung des australischen Hinterlandes, aus diesem Grund konnte Patricia Shaw den Titel ‚Die Chronistin Australiens’ für sich gewinnen. Für ihren Roman Wind des Südens erhielt die Australierin im Jahr 2004 den internationalen Buchpreis ‚Corine’.

Im Land der tausend Sonnen
Im Jahr 1874 macht sich Pastor Beitz mit einigen seiner Landsleute nach Australien auf, um dort ein neues Leben zu beginnen. Doch das erhoffte Paradies gleicht eher einem Dschungel. Als die Gemeinde nach anfänglichen Problemen aufblüht, wird sie plötzlich von einem Neuankömmling bedroht – und nur der eingeborene Seher Tibbaling durchschaut dessen Plan…

Im Tal der Mangobäume
Im Jahr 1878 entbrannt in Brisbane ein heftiger Streit um das Familienerbe zwischen drei ungleichen Brüdern. John, Paul und Duke erben eine Farm. Als Duke eine Hypothek aufnimmt, um das Land Mango Hill zu erwerben erhärten sich die Fronten zwischen den Brüdern. Außerdem eskalieren der Konflikt zwischen Aborigines und den weißen Siedlern. Ein weites Land, das Blutvergießen am Horizont aufsteigen lässt. Dieses Australien-Epos voller Gefahren, heimlicher Leidenschaften und falscher Versprechen verspricht ein mitreißendes Leseerlebnis.

Sterne im Sand
Als Austin Broderick in den Westen Australiens kommt, besitzt er nicht viel mehr als die Kleidung die er am Leib trägt. Mit harter Arbeit und einem eisernen Willen gelingt es ihm, sich eine Existenz aufzubauen. Dreißig Jahre später ist er der stolze Besitzer von Springfield, einer der größten Schaffarmen des Kontinents. Doch sein Erfolg hatte einen hohen Preis …

Spannende Bücher und Hörbücher von Mo Hayder

Sandra Aglaia am 20. März 2012 um 13:00

Die englische Krimiautorin Mo Hayder verließ bereit im Alter von 15 Jahren ihre Heimat in Essex und zog nach London. Dort arbeitete sie einige Jahre in Bars und Kneipen. Nachdem Mo Hayder geheiratet hatte zog sie nach Japan, wo sie unter anderem als Englischlehrerin arbeitete. In Asien bereiste Sie weite Teile des Kontinents bevor sie in die USA zog um an der American University in Washington DC Film zu studieren und mit einem MA abzuschließen. Daran schloss sie ein zweites Studium an der Bath Spa University an und machte dort den MA in ‚Creative Writing’. Und damit war der Grundstein für Ihre Karriere als Schriftstellerin gelegt. Heute lebt Mo Hayder, die inzwischen 50 Jahre alt ist mit ihrem Lebensgefährten und ihrer Tochter in Somerset im Südwesten von England und schreibt spannende Kriminalromane und Psychothriller, die sich häufig um Grenzbereiche menschlicher Erfahrung mit Gewalt und Grausamkeit drehen.

Verderbnis
An einem kühlen Novemberabend wird auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Nähe von Bristol ein Auto entwendet. Mit Gewalt – und mit der elfjährigen Martha Bradley auf dem Rücksitz. Detective Inspector Jack Caffery hofft zunächst, dass der Täter nur das Auto und nicht das Kind wollte. Doch er wird eines Besseren belehrt. Martha Bradley bleibt verschwunden, spurlos. Und der Täter lässt ihn wissen, dass er es wieder tun wird. Jack Caffery spürt, dass er es mit einem sehr starken Gegner zu tun hat, einem Gegner, der ihn vorführt, ihm immer einen Schritt voraus ist. Und der seine Drohungen wahr macht. Denn kurz darauf entführt er ein weiteres kleines Mädchen. Und mit jeder Stunde, die vergeht, wird es unwahrscheinlicher, dass Caffery und sein Team die Kinder noch lebend retten können …

Der Vogelmann

London im Frühling. In der Nähe der Themse werden die Leichen von fünf Frauen gefunden, die offenbar einem Serienmörder zum Opfer fielen. Die Öffentlichkeit ist schockiert, und Detective Inspector Jack Caffery ermittelt mit seiner Spezialeinheit fieberhaft, um dem mysteriösen “Vogelmann” auf die Spur zu kommen. Hinweise führen ihn schließlich nach Greenwich, wo Jack die junge Malerin Becky kennenlernt, für die er bald mehr als nur berufliches Interesse entwickelt. Als es der Polizei schließlich gelingt, einen Verdächtigen festzunehmen, hoffen alle auf ein Ende des Alptraums. Doch das Morden geht weiter. Und auf einmal ist Becky spurlos verschwunden. Das Hörbuch zum Erfolgskrimi aus dem Goldmann Verlag wird gesprochen von Tatort-Kommissar Dietmar Bär, der den mürrisch-liebenswerten Kollegen Freddy Schenk spielt.

Die Behandlung
Im beschaulichen Londoner Vorort Brookwell Park spielt der Folgeroman zu „Der Vogelmann“. Mitten im Sommer ereignet sich ein seltsamer Kriminalfall. Ein Ehepaar wird gefesselt in seinem Haus gefunden. Die zwei sind schwer misshandelt worden, und der Ehemann steht kurz vor dem Tod. Ihr neunjähriger Sohn wird vermisst. Inspektor Jack Caffery untersucht den Fall und stößt bald auf Ähnlichkeiten zu Ereignissen in seiner eigenen Vergangenheit. Damals verschwand sein jüngerer Bruder, und dieser Umstand macht es ihm unmöglich, seine Ermittlungen mit der notwendigen Distanz zu führen. Eigenwillig und unglaublich spannend knüpft Mo Hayder an den Erfolg des Romans „Der Vogelmann“ an. Gesprochen wird die Hörbuchfassung von Dietmar Bär, der im Genre des Krimis groß geworden ist, und sein Talent nicht zuletzt im Hörbuch „Der Vogelmann“ bewiesen hat.

Eröffnung der Leipziger Buchmesse 2012

Sandra Aglaia am 15. März 2012 um 14:00

Ab heute findet in den Hallen der Leipziger Messe bis zum 18. März die Leipziger Buchmesse statt.

Als zweitgrößte Buchmesse Deutschlands ist die Leipziger Buchmesse eine wichtige Austauschplattform für Autoren, Verlage und Händler. Doch auch für Privatbesucher hat die Leipziger Buchmesse vieles zu bieten. Das Programm der Veranstaltung ‚Leipzig liest‘ umfasst zahlreiche Lesungen und Autorenstunden im Rahmen derer Interessierte ihre Lieblingsautoren hautnah erleben können.
Am Donnerstag wird der jährlich verliehene Preis der Leipziger Buchmesse vergeben. In diesem Jahr reichten 147 Verlage insgesamt 470 Titel ein. Daraus hat die siebenköpfige Jury nun jeweils fünf Autoren bzw. Übersetzer in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012 nominiert. Darunter befinden sich Sherko Fatah, Anna Katharina Hahn, Wolfgang Herrndorf, Jens Sparschuh und Thomas von Steinaecker für den Bereich Belletristik. Die Preisverleihung für alle drei Kategorien findet am 15. März 2012 um 16 Uhr in der Glashalle der Leipziger Messe statt.
Bereits seit einigen Jahren hat es sich die Leipziger Buchmesse auf die Fahne geschrieben vor allem auch jungen Leserinnen und Lesern ein großes Angebot an Veranstaltungen und Lesungen zu ermöglichen. Die Termine aller Autorinnen und Autoren finden Sie im Programm von ‚Leipzig liest‘.
Die Buchmesse ist für Leipzig und die Region ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und zieht Jahr für Jahr  tausende Besucher aus ganz Deutschland in die Messehallen der Stadt. Die Attraktivität der Leipziger Buchmesse für Privatbesucher rührt von der einzigartigen Verbindung von Messe und dem Lesefest ‚Leipzig liest‘, so wird ein Besuch der Leipziger Buchmesse zu einem spannenden und abwechslungsreichen Erlebnis für jung und alt.
Die Leipziger Buchmesse ist an allen Tagen sowohl für Fachbesucher, als auch für Privatpersonen geöffnet.
Unser Tipp für Eltern: Am Sonntag ist Familientag! Alle Kids, die ihr Lieblingsbuch mitbringen und bis 10.00 Uhr mit Eltern oder Großeltern auf die Messe kommen, erhalten freien Eintritt.

Elke Heidenreich

Sandra Aglaia am 8. März 2012 um 14:06

Elke Heidenreich ist nicht nur eine erfolgreiche Schriftstellerin sondern war auch auch lange Zeit als Literaturkritikerin, Kabarettistin, Moderatorin, Journalistin und Opern-Librettistin tätig. Nachdem sie ihr Elternhaus sehr jung verließ und das Abitur im Jahr 1963 bestanden hatte, studierte Elke Heidenreich bis 1969 in München, Hamburg und Berlin Germanistik, Publizistik, Theatergeschichte und Religionswissenschaft.
Nach ihrem Studium moderierte Elke Heidenreich zahlreiche Talkshows und schrieb für die Zeitschrift Brigitte eine beliebte Kolumne. In den 1990er Jahren war Elke Heidenreich hauptsächlich im literarischen Bereich tätig, als Literaturkritikerin und schrieb als Autorin auch selbst Bücher. Im Jahr 2006 gab sie für die Zeitschrift Brigitte eine Edition an Büchern heraus, die sich hauptsächlich an Frauen richtet und die bedeutendsten Liebes- und Beziehungsromane des 20. und 21. Jahrhunderts enthält. Für ihr Werk und ihr Schafen hat Elke Heidenreich einige Auszeichnungen erhalten, wie beispielsweise den Internationalen Literaturpreis Corine im Jahr 2011.

Rudernde Hunde
Der Erzählband von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder enthält Geschichten über rudernde Hunde und ein tanzenden Hund, der Oblomow heißt; ein Beo, der die Beatles liebt; ein körnergefüttertes Huhn für fünf Mark; eine Hotelkatze und ein Igel, der sich ein Ei wünscht; nicht zu vergessen die verliebten Herren Löhlein und Hürzeler – die Tiere und Menschen, die in diesem Buch Geschichten erzählen, bleiben unvergesslich.

Passione
Elke Heidenreich erzählt von der Musik: von der Oper, von den Figuren auf der Bühne und ihrer Leidenschaft, vor allem aber immer wieder vom Hören. Ein Buch nicht nur über Musik, sondern vor allem über die Liebe zur Musik. »Die Oper ist der Traum, den wir vom Leben träumen, hier lassen wir Illusionen zu, sinnliche Nähe, die Verschwendung von Gefühlen. Hier endlich. Es ist schön, weil es unmöglich ist. Und auf das Unmögliche muss man sich einlassen …«

Kolonien der Liebe
Neun ironische, zärtliche oder melancholische Geschichten über die Liebe in unserer Zeit. “Kolonien der Liebe”, das sind die zufälligen Orte auf dieser Welt, die, vorübergehend, ein wenig Wärme ausstrahlen, aber es sind auch die Orte, an denen Leid, Hass und Kälte die Liebe totschlagen.

Best of also….
Die Redaktion der Brigitte ist sich sicher: Die Kolumne ‘Also…’ „enthält alles, was Heidenreich-Fans glücklich macht.” Seit 1983 hat Elke Heidenreich in der “Brigitte” die großen Zeitläufe und die kleinen Alltagsdinge kommentiert. Nachdenklich, kritisch und amüsant hat sie dabei Situationen beschrieben, in denen wir uns alle wiederfinden konnten. Dieser Band versammelt ihre schönsten Kolumnen aus den Jahren 1996 bis 2000.

Wir sagen Danke! Es gibt Geschenke bei Arvelle

Christian Ebernickel am 1. März 2012 um 11:24

Aktion im März: Bücher zu verschenken!

Wir bedanken uns bei unseren treuen Kunden mit einer Geschenke-Aktion!

Ab jetzt belohnen wir Ihre Bestellung mit Extra-Geschenken! Schon ab einem Bestellwert von 30.- Euro können Sie sich ein Buch als Geschenk aussuchen, das wir Ihnen kostenlos mitliefern. Auf unserer Geschenke-Seite finden Sie die zur Auswahl stehenden Artikel. Bestellen Sie einfach für mindestens 30.- Euro und schon können Sie während des Bestellvorgangs ihr Geschenk aussuchen.

Ab Bestellwerten von 60.- bzw. 90.- Euro stehen Ihnen sogar noch mehr Geschenke zur Auswahl!

Direkt zu den Geschenken!

Jugend liest: Angebote und Aktionen für Kinder und Jugendliche auf der Leipziger Buchmesse.

Sandra Aglaia am 28. Februar 2012 um 15:00

Bereits in den letzten Jahren hat es sich die Leipziger Buchmesse zur Aufgabe gemacht, vor allem auch junge Menschen mit dem Buch als Medium vertraut zu machen. Ein breites Angebot an Aktivitäten, soll Kindern und Jugendlichen Literatur näher bringen und zum Zuhören, Staunen und Mitmachen einladen. Jedes Jahr werden auf der Leipziger Buchmesse von Verlagen und Ausstellern rund 400 Lesungen, Workshops und Aktionen für junge Leser organisiert. Dieses Engagement reicht auch über die Grenzen der Buchmesse hinaus. Im Rahmen von ‚Leipzig liest’ finden in Leipziger Schulen, Kindergärten, Jugend- und Familienzentren und anderen öffentlichen Einrichtungen jedes Jahr rund 150 Lesungen für Kinder und Jugendliche statt.

Damit Kinder lernen, dass Bücher und Literatur Spaß machen, lautet die Devise auf der Leipziger Buchmesse: Mitmachen! Neben dem großen Comicareal laden auch der Hörbuch- und Musikbereich zum Erkunden und Ausprobieren ein. Auch in den Veranstaltungsforen ‚Lesebude’ und ‚Lesetreff’ ist für jeden jungen Leser etwas dabei. Die Macher von Bilderbüchern und Autoren von Kinder- und Jugendliteratur kann man hier bei Lesungen und Signierstunden hautnah erleben.

Nina Blazon, bekannt durch ihre Fantasy Romane für Kinder und Jugendliche, gibt am 14.03. im Zuge der Leipziger Buchmesse, in der Klinikschule Dr.-Georg-Sacke-Schule, eine Lesung unter dem Titel „Polinas Geheimnis – das schrägste Kindermädchen der Welt“. Der ghanaische Kinderbuchautor Patrick K. Addai liest, trommelt und singt am 15. März für und mit Kindern in der Flakes Corner, dem Frühstückscafé für Kinder. Daneben lesen auch noch weitere Kinderbuchautoren wie Nina Weger, Thomas J. Hauck, Matthias Morgenroth und viele weitere aus ihren aktuellen Büchern. Eine Liste aller Aktionen und Lesungen für Kinder und Jugendliche finden gibt es auf der Website von ‚Leipzig liest’ .

Unser Tipp für Eltern: Am Messesonntag ist Familientag! Alle Kinder, die ihr Lieblingsbuch mitbringen und bis 10.00 Uhr mit Eltern oder Großeltern auf die Messe kommen, erhalten freien Eintritt. Ein Familienfrühstück und zahlreiche Familienangebote, sorgen für einen aufregenden Messetag.

Liebeskind Verlag – Cool, lässig und höchst spannend

Christian Ebernickel am 24. Februar 2012 um 11:34

Einer meiner persönlichen Lieblingsverlage ist der Münchener Liebeskind Verlag. Der Verlag ist noch recht jung – er wurde erst 2000 von Hans Liebeskind und Jürgen Christian Kill gegründet. Spezialisiert hat man sich auf zeitgenössische Literatur mit einem Schwerpunkt auf hochwertige Krimis.

Schon für die erste Krimi-Veröffentlichung – “1974″ von David Peace – konnte der Verlag den begehrten Deutschen Krimi Preis entgegennehmen. James Sallis’ Debütroman “Driver” erschien in der deutschen Übersetzung bei Liebeskind und wurde vom dänischen Regisseur Nicolas Winding Refn verfilmt. Der Film wurde im letzten Jahr in Cannes ausgezeichnet und läuft seit Ende Januar in unseren Kinos.

Daneben fördern Hans Liebeskind und Jürgen Christian Kill auch echte Perlen der zeitgenössischen amerikanischen Literatur zutage. Zum Beispiel der Roman “Stimmen der Straße” von Philip K Dick:
Der Autor erlangte als Science-Fiction Autor Berühmtheit, vor allem durch Ridley Scott’s Verfilmung “Blade Runner” und Steven Spielberg’s “Minority Report”, deren Vorlagen beide von Dick stammen.
Doch posthum wurde der 1953 von ihm im Alter von nur 25 Jahren geschriebene Gesellschaftsroman “Stimmen der Straße” veröffentlicht: Dick überführt den Amerikanischen Traum als fatale Illusion und konfrontiert den Leser mit Fragen nach der eigenen Identität. Ein Buch, das einem weitaus älteren Autor zur Ehre gereicht hätte, doch bereits mit 25 Jahren so etwas zu schreiben, grenzt an eine Sensation!

Einige Titel möchte ich schon hier vorstellen, alle bei uns lieferbaren Titel vom Liebenskind Verlag finden Sie hier.

Deine Augen hat der Tod von James Sallis

In seinem früheren Leben war David Agent einer Eliteeinheit, ein Killer im Auftrag des Staates. Nach dem Ende des Kalten Krieges hat er sich eine normale Existenz aufgebaut. Doch als eines Nachts das Telefon klingelt, weiß er, dass man seiner eigenen Geschichte nicht entfliehen kann, egal wohin man geht. Angeblich zieht ein ehemaliger Kamerad eine Blutspur durch Amerika, und nur David kann ihn zur Strecke bringen. Innerhalb von Stunden muss er alles hinter sich lassen, sein Zuhause, seine Frau, seine Zukunft. Der gnadenlose Kampf mit einem Schatten beginnt und eine düstere Odyssee durch die Halbwelt Amerikas, wo Jäger zu Gejagten werden und der Feind zum eigenen Spiegelbild.
In seinem unvergleichlichen Erzählton, der die Rasanz eines tödlichen Duells mit der Melancholie eines Roadmovies verbindet, lässt James Sallis seinen Helden immer tiefer in das amerikanische Herz der Finsternis vordringen, zu einem letzten Showdown mit den Geistern der Erinnerung. [mehr]

Stimmen der Straße von Philip K Dick

Kalifornien, Anfang der fünfziger Jahre. Eigentlich führt Stuart Hadley ein glückliches Leben. Er stammt aus einer wohlsituierten Familie, sein Job bietet gute Perspektiven und seine Frau wird bald ihr erstes Kind zur Welt bringen. Aber Stuart Hadley ist ein Getriebener, unzufrieden mit seinem vermeintlich so vollkommenen Leben. Ständig ist er auf der Suche, ohne zu wissen, wonach. Als er sich mit einer rätselhaften Frau namens Marsha Frazier einlässt, die eine neofaschistische Zeitschrift herausgibt, gerät sein Leben außer Kontrolle. Durch sie lernt Hadley den charismatischen Sektenführer Theodor Beckheim kennen, der ihm helfen soll, endlich zu sich selbst zu finden …
In Philip K. Dicks frühen Gesellschaftsromanen findet sich jene Thematik, die ihn später als Science-Fiction-Autor berühmt machen sollte: die Suche nach Identität in einer trügerischen Welt. So demaskierte er bereits in seinem 1953 abgeschlossenen, erst posthum veröffentlichten Roman “Stimmen der Straße” den Amerikanischen Traum als fatale Illusion, die dunklen, subversiven Mächten das Feld bereitet. [mehr]

Der Elektrische Michelangelo von Sarah Hall

Cyril Parks wächst Anfang des letzten Jahrhunderts an der Nordwestküste Englands auf. Nach dem Tod seiner Mutter wird er als Lehrling von dem Tätowierer Eliot Riley aufgenommen, einem notorischen Trinker und Querulanten, der zugleich ein begnadeter Künstler ist. Bei ihm lernt er alles über die Abgründe des Lebens und die hohe Kunst des Tätowierens. In den dreißiger Jahren verläßt Cyril Parks seine Heimatstadt und schifft sich nach Amerika ein, wo er sich auf Coney Island als “Elektrischer Michelangelo” niederläßt. Auf dem ewigen Jahrmarkt vor den Toren New Yorks, zwischen Freakshows und Achterbahnen, verliebt er sich in die Zirkusakrobatin Grace, die mit einem ungewöhnlichen Auftrag an ihn herantritt…
Sarah Halls von der englischen Kritik gefeierter Roman ist ein atmosphärisch dichtes, virtuos erzähltes Buch voller skuriller Figuren und Begebenheiten, in denen sich das universelle Drama der Menschheit widerspiegelt. [mehr]

Willkommen, Mr. Mackenzie von Neil Bissoondath

Geschichten über Freundschaft und Liebe, über Vergangenheit und Erinnerung: In seinem Roman Willkommen, Mr. Mackenzie zeichnet Neil Bissoondath ein bewegendes Bild des Lebens, humorvoll und hintersinnig, voller Melancholie und Hoffnung.
Alistair Mackenzie, emeritierter Professor für englische Literatur, lebt seit dem Tod seiner Frau allein. Zu seiner Tochter Agnes hat der eigensinnige Witwer ein gespanntes Verhältnis. Als sein Haus bei einem Feuer zerstört wird, ist er jedoch gezwungen, bei ihr und ihrer Familie einzuziehen. Mackenzie hat es nicht einfach, sich in seiner neuen Umgebung zurechtzufinden, und flüchtet in Erinnerungen an frühere Jahre. In Gedanken läßt er Menschen vorüberziehen, die seinen Weg kreuzten oder sein Leben teilten. Er erinnert sich an seine Schwester, die mit einem Zirkusakrobaten durchbrannte, an seinen Schwager, der hoch über den Wolken auf einem Flugzeugflügel spazierenging, an den Gärtner, der für seinen Nachbarn zum Mörder wurde … und an seine Frau Mary, die er ein Leben lang liebte und beinahe für immer verloren hätte.
Kunstvoll verknüpft Neil Bissoondath verschiedene Episoden zu einem faszinierenden Roman über einen Mann, der alles hinter sich lassen mußte, um endlich bei sich selbst anzukommen. [mehr]

Die Gabe der Geschwindigkeit von Steven Carroll

Im Sommer 1960 lebt der sechzehnjährige Michael nur für einen einzigen Traum. Er möchte ein großer Kricketspieler werden, der beste und schnellste Werfer, den Australien je gesehen hat. Alles, was er braucht, um dem tristen Ort seiner Kindheit zu entfliehen, ist die Gabe der Geschwindigkeit, der eine perfekte Wurf, der ihn berühmt machen wird. So verbissen verfolgt er sein Ziel, dass er kaum mitbekommt, wie die Welt um ihn herum aus den Fugen gerät. Sein Vater plant insgeheim, die Familie zu verlassen, und seine Großmutter enthüllt ein Geheimnis, das sie ihr Leben lang bewahrt hat. Doch dann begegnet Michael Kathleen Marsden, die in einem Heim für elternlose Kinder lebt, und plötzlich erkennt er, dass es noch anderes gibt, wofür es sich zu kämpfen lohnt.
Mit seiner ganz eigenen Erzählweise, die so poetisch und dicht ist wie ein Tagtraum, kreist Steven Carroll immer enger um die Geheimnisse einer Familie und den magischen Augenblick, in dem man seine Kindheit für immer hinter sich lässt. [mehr]

Tokio im Jahr Null von David Peace

Tokio, 1946: die Hölle auf Erden. Die Stadt liegt in Trümmern, ebenso wie die Seelen ihrer Bewohner. Es herrschen Angst und Korruption, niemand ist der, der er zu sein vorgibt. Inmitten der Schuttberge geht ein brutaler Serienmörder um, der junge Frauen missbraucht und erdrosselt. Die Polizei verhaftet schnell einen Verdächtigen, der aber nur einen der Morde gesteht. Inspektor Minami ist gezwungen, ältere Fälle neu aufzurollen, um den Täter zur Strecke zu bringen. Doch dabei verstrickt er sich in einem Netz aus Lügen und nackter Gewalt. Die Machenschaften des organisierten Verbrechens werden für ihn zur tödlichen Gefahr, genau wie die Intrigen innerhalb des Polizeiapparats. Langsam zerfließen die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit, und die Taten der Vergangenheit kommen ans Tageslicht. Denn auch auf Minamis Schultern lastet eine schwere Schuld … [mehr]

Stehle von Andreas Münzner

Als Robert und seine Mitbewohner einen Raum in ihrer WG vermieten wollen, kommt der bescheidene Einzelgänger Stehle auf den ersten Blick gerade recht. Er ist hilfsbereit, ordentlich, ein wenig seltsam vielleicht, aber liebenswert. Doch mit Stehle hält unmerklich noch etwas anderes Einzug, etwas subtil Bedrohliches, eine stille Zerstörungskraft. Erst verschwinden Kleidungsstücke, dann erfolgen Übergriffe auf Roberts Computer, und manchmal machen es sich wildfremde Besucher in der Wohnung bequem. Langsam bemächtigt sich Stehle des Alltags der anderen mit scheinbar unbekümmerten, aber immer dreisteren Grenzüberschreitungen. Roberts schön geordnetes Leben löst sich mehr und mehr in Chaos auf: die Wohngemeinschaft zerbricht, sein Arbeitsplatz geht verloren und schließlich verbündet sich auch noch die Freundin mit Stehle …
Mit einem meisterhaften Sprachsog der Beiläufigkeit beschwört Andreas Münzner die Geschichte einer grotesken Eskalation. Er liefert den Leser an eine aberwitzige literarische Figur aus, einen Fabulierkünstler, Hochstapler und schillernden Sonderling, den man einfach gernhaben muss – solange er nicht vor der eigenen Wohnungstür steht. [mehr]

Das finstere Tal von Thomas Willmann

In einem abgelegenen Tal, eingekesselt von mächtigen Bergen, lebt eine verschworene Dorfgemeinde. Eines Tages kommt ein Fremder namens Greider in die Ebene. Er gibt sich als Maler aus und bittet um Quartier für den Winter. Nach langem Zögern weisen ihm die Dorfbewohner eine Unterkunft im Haus der Witwe Gader zu. Bald schon nach Greiders Erkundungszügen durchs Tal kommt der erste große Schnee und schneidet ihm den Rückweg ab. Das Leben im Dorf kommt langsam zur Ruhe bis eine mysteriöse Todesserie die Leute aufschreckt. Erst verunglückt der jüngste Sohn vom Brenner Bauern, dem heimlichen Herrscher des Tals, beim Holzmachen. Dann wird einer seiner Brüder tot im Mühlbach gefunden …
In “Das finstere Tal” nimmt Thomas Willmann die Erzählmuster der klassischen Heimatliteratur auf und kleidet diese in eine kunstvolle, bildmächtige Sprache. So entsteht ein atmosphärisch dichter, spannender Roman, in dem die Vergangenheit zur Gegenwart wird und eine einfache Rachegeschichte zu außergewöhnlicher Literatur. [mehr]

Kann ein Ort böse sein?

Sandra Aglaia am 23. Februar 2012 um 17:52

Die Antwort finden Sie in der Romanreihe Das Tal von Krystyna Kuhn.

Als siebtes von acht Kindern wurde Krystyna Kuhn im Jahr 1960 in Würzburg geboren. Nach dem Abitur studierte sie Slawistik, Germanistik und Kunstgeschichte in Würzburg und Göttingen. Nachdem Sie zwischen 1985 und 1987 einige Zeit in Polen und Russland verbrachte, arbeitete sie nachdem Studium zunächst als Verfasserin von Handbüchern für kaufmännische Software. Im Jahr 1998 fasste sie dann endgültig den Entschluss hauptberuflich Schriftstellerin zu werden. Ein Stipendium am Literaturhaus in München ermöglichte ihr dann die Verwirklichung ihres Traumes und im Jahr 2001 veröffentlichte Krystyna Kuhn ihren ersten Roman „Fische können schweigen“. Seit dieser Zeit hat Krystyna Kuhn eine beachtliche Anzahl an Thriller und Krimis verfasst. Besonders erfolgreich war neben der Romanreihe Das Tal, auch die Reihe Mädchenthriller, mit den Titeln Schneewittchenfalle, Märchenmord, Dornröschengift und Aschenputtelfluch.

Ihre Romanreihe Das Tal bezeichnet Krystyna Kuhn selbst als Projekt. Season 1 der Serie umfasst vier Bände, die im Jahr 2010 im Abstand von drei Monaten veröffentlicht wurden. Die zweite Staffel der Reihe, die ebenfalls vier Bände umfasst, folgte dann im Jahr 2011. Die Romanserie handelt von den Studenten Katie, Julia, Rose, Debbie, Robert, David, Chris und Benjamin, die an einem Elite-College in Grace Valley, in den kanadischen Rocky Mountains studieren.

Das Tal Season 1.1. Das Spiel
Eine hippe Einweihungsparty im Bootshaus: So feiern die Freshmen ihre Ankunft im Solomon-College. Doch während sich die anderen auf der Party amüsieren, beobachtete der stille Robert das Unfassbare: Ein Mädchen läuft in tiefer Nacht in den See. Sie wird von einem merkwürdigen Strudel erfasst und ertrinkt. Robert versucht zu helfen – doch er hat keine Chance. Am nächsten Morgen will ihm seine Geschichte niemand glauben, obwohl tatsächlich ein Mädchen spurlos verschwunden ist. Aber das vermisste Mädchen Lisa kann nicht in den See gelaufen sein. Denn Lisa sitzt seit ihrer Geburt im Rollstuhl…

Das Tal Season 1.2. Die Katastrophe
Katie hat nur ein Ziel. Den Gipfel des Ghosts, jenes legendären Dreitausenders, der das Tal überragt. Unheimliche Mythen ranken sich um den Berg, seit dort in den 70er Jahren eine Gruppe von Jugendlichen verschwunden ist. Und doch machen sich Katie und ihre Freunde auf den Weg. Aber am Berg wird sehr schnell klar, wer zum Freund wird, wer ein Feind ist. Und als dann noch ihre Führerin, die Cree-Indianerin Ana, spurlos verschwindet, sind die College-Studenten völlig auf sich gestellt. Niemand von ihnen ahnt, dass ein gefährlicher Schneesturm heraufzieht.

Das Tal Season 1.3. Der Sturm

Es ist Winter und ein Sturm zieht im Tal auf. Nur wenige Studenten sind über das Wochenende im College zurückgeblieben. Doch als die Wetterverhältnisse sich zuspitzen, werden Rose, David und die anderen von der Außenwelt abgeschnitten. Kurz darauf beginnt ein Unbekannter, ein perfides Spiel mit ihnen zu treiben. Was versteckt sich in dem abgeschlossenen Kellerraum neben dem Computer Department? Wer ist dafür verantwortlich, dass erst die Stromleitungen und dann die Heizung manipuliert werden? Ein verzweifelter Wettlauf mit der Zeit beginnt.