Kirsten Brodde steht für ‘Saubere Sachen’

Sandra Aglaia am 7. Februar 2012 um 14:15

Vergangene Woche wurde dem Zuschauer der Sendung „Hart aber fair“ im Ersten einmal wieder die unangenehme Tatsache ins Gedächtnis gerufen, dass nicht wir den Preis für unsere Ware zahlen, sondern meist andere Menschen in fernen Ländern. So erinnerte unter anderem die Autorin Kirsten Brodde im Laufe der Sendung daran, dass Menschen irgendwo auf der Welt wie Sklaven arbeiten müssen, damit wir Kleidung möglichst billig kaufen können.
Kirsten Brodde wurde im Jahr 1964 in Hamburg geboren. Dort studierte sie auch Germanistik, Journalistik und Medizin und promovierte mit einer Arbeit über die Berichterstattung zum Thema Gentechnik in der deutschen Presse. In den Jahren von 2000 bis 2008 arbeitete Kirsten Brodde als Redakteurin für das Greenpeace-Magazin und als freie Journalistin hat sie für den Stern, die Zeitschrift Geo Wissen, Vital und Biorama über Umwelt- und Verbraucherfragen berichtet. Derzeit arbeitet Kirsten Brodde als Sprecherin bei Greenpeace Energy.
Als Textilexpertin unter anderem für Greenpeace und für die grüne Internetplattform utopia.de verfügt Kirsten Brodde über ein einzigartiges Know-how auf diesem Gebiet und hat zu diesem Thema bereits mehrere Bücher veröffentlicht. Im Jahr 2009 erschien unter anderem der Titel Saubere Sachen: Wie man grüne Mode findet und sich vor Öko-Etikettenschwindel schützt.
In diesem Buch erklärt Brodde warum konventionelle Mode nicht länger tragbar ist und wie man nachhaltige und fair produzierte Mode findet. In diesem Fall stammen die Rohstoffe aus biologischem Anbau, die Erzeuger werden fair bezahlt, die Verarbeitung erfolgt mit ökologisch optimierten Chemikalien und die Konfektion findet in Betrieben mit hohen Sozialstandards statt – zudem war grüne Mode noch nie so schön und aufregend wie heute. Doch anders als bei Biolebensmitteln, die ein einheitliches EU-Siegel tragen, herrschen bei der Öko-Mode noch keine verbindlichen Standards. Etikettenschwindel ist also nicht auszuschließen: Nicht selten wird »Greenwashing« betrieben, um das Image und den Umsatz der Hersteller aufzubessern. Allen, die verantwortungsbewusst konsumieren wollen, zeigt Kirsten Brodde, wie man Kleidung und Unternehmen findet, die glaubwürdige Wege gehen.

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