Peter Schneider – Eine Legende wird 70.

Sandra Aglaia am 26. April 2010 um 10:12

Er verfasste Romane, Essays, Drehbücher und Erzählungen und nun feiert er seinen 70. Geburtstag. Doch Peter Schneider ist viel mehr als nur ein Schriftsteller, er war ein wichtiger Akteur der Studentenproteste und der 68er-Bewegung in Deutschland. Radikal und dennoch reflektiert engagierte sich Peter Schneider in den 60er und 70er Jahren für die Protestbewegungen in Berlin als Aktivist, Wortführer und Organisator.
Als Sohn eines Komponisten und Dirigenten, wurde er am 21. April 1940 in Lübeck geboren und wuchs bis Kriegsende in Königsberg und in Sachsen auf. Nach dem Abitur studierte er an den Universitäten in München und Freiburg und schloss sein Studium der Germanistik, der Geschichte und der Philosophie 1972, mit dem Ersten Staatsexamen in Berlin ab. Nachdem ihm 1973 die Aufnahme in das Referendariat für das Lehramt an höheren Schulen, wegen seiner politischen Aktivitäten, verwehrt wurde arbeitete er als freischaffender Schriftsteller. Sein Roman „Lenz“ wurde 1973 veröffentlicht und zum Klassiker und Schlussakkord für die Utopien der Linken und Ihr Lebensgefühl nach dem Scheitern der Revolution. Neben dem Debütroman „Lenz“, der seit jeher als eines seiner wichtigsten Werke gilt, wird Peter Schneider für eine Vielzahl weiterer Werke unter Politologen und Literaturwissenschaftler in höchstem Maße geschätzt. Der Roman „Skylla“ aus dem Jahr 2005 und seine autobiographische Erzählung “Rebellion und Wahn” die 2008 erschien, sind die neuesten Werke aus der Feder von Peter Schneider, zählen jedoch bereits jetzt zu wichtigen Werken seiner Bilbiographie.
Seit 1985 war Peter Schneider als writer in residence und Gastprofessor an renommierten amerikanischen Universitäten, unter anderem Stanford, Princeton, Dartmouth, Harvard und zuletzt auch an der Georgetown University in Washington D.C. tätig.

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